Richtlinien für das Google DoubleClick Ad Exchange (AdX)-Verkäuferprogramm

Zuletzt aktualisiert am 25. April 2017

Für dieses Produkt gelten die im Vertrag für Google DoubleClick AdX-Dienste aufgeführten Bedingungen ("Nutzungsbedingungen für Google DoubleClick AdX-Verkäufer").

Der Google DoubleClick Ad Exchange-Dienst ermöglicht die Verwaltung mehrerer Quellen zur gewinnbringenden Nutzung ("Monetarisierung") von Inventar für Display-Werbung im Internet. In Ad Exchange werden Werbetreibende und Werbenetzwerke als "Käufer" bezeichnet und Publisher sowie Publisher-Netzwerke als "Verkäufer".

Verkäufer, die an einer Transaktion in AdX teilnehmen – darunter programmatisch direkte Transaktionen, Preferred Deals, private oder offene Auktionen –, müssen die folgenden Richtlinien befolgen und sicherstellen, dass jeder Dritte, dem sie über ihr Konto Zugriff auf den AdX-Dienst gewähren, ebenfalls diese Richtlinien einhält: (i) die Programmrichtlinien für Plattformen und (ii) die nachstehend aufgeführten Richtlinien für das AdX-Verkäuferprogramm. Alle Neuformulierungen der Programmrichtlinien für Plattformen in diesen Richtlinien für das AdX-Verkäuferprogramm dienen lediglich der Verdeutlichung. Die Gültigkeit der Programmrichtlinien für Plattformen für Verkäufer wird dadurch nicht beschränkt. Ad Exchange darf von Verkäufern nicht genutzt werden, denen zuvor die Verwendung eines anderen Syndikationsprodukts von Google aufgrund von Verstößen gegen geltende Bedingungen oder Richtlinien vorübergehend oder dauerhaft untersagt wurde.

Verkäufer dürfen Käufern keine Fehlinformationen zum Content ihrer Websites geben, durch die Käufer fälschlicherweise veranlasst werden, Anzeigen auf diese Websites auszurichten. Informationen zu Best Practices finden Sie in den Qualitätsrichtlinien für Webmaster.

Richtlinien für Verkäuferpartner

Registrierung des Verkäuferpartners: Der Verkäufer muss sicherstellen, dass sein Verkäuferpartner eine ihm gehörende Website, für die der Verkäufer Werbeinventar über Ad Exchange verkauft, ordnungsgemäß über die Funktion zur Verwaltung von Werbenetzwerkpartnern registriert. Dies gilt auch für eingebettete Websites, also Websites mit eingebettetem Videoplayer, der auf Ad Exchange zum Verkauf angebotenes Werbeinventar enthält.

Zwischen dem Verkäufer und dem Verkäuferpartner muss ein direktes Vertragsverhältnis bestehen, durch das dem Verkäufer alle erforderlichen Rechte eingeräumt werden, das Inventar der jeweiligen Website über Ad Exchange zur Verfügung zu stellen und zu verwalten. Über die Funktion zur Verwaltung von Werbenetzwerkpartnern dürfen nur solche Websites registriert werden, die nicht schon einmal von Google abgelehnt wurden und bei denen der Verkäuferpartner Inhaber der Stammdomain ist.

Für Inventar eines Verkäuferpartners, das über Ad Exchange angeboten wird, gelten die Richtlinien und Regeln von Ad Exchange, einschließlich Auktionsregeln. Google ist nicht verpflichtet, einem Verkäuferpartner oder für eine Website, die einem Verkäuferpartner gehört, technischen Support bereitzustellen.

Verkäufer dürfen DoubleClick Ad Exchange nicht nutzen, um Inventar zu verkaufen, das einem Verkäuferpartner gehört, zum Beispiel Inventar einer Subsyndikation, und für das sie direkt oder indirekt Umsatzbeteiligungen an eine Rechtspersönlichkeit auszahlen oder von dieser erhalten, wenn diese Rechtspersönlichkeit andernfalls verhindern würde, dass das Inventar monetarisiert wird.

Videoinventar (Betaversion): Videoinventar (z. B. In-Stream-Anzeigenaufrufe über linearen Videocontent oder Onlinespiele), das von einem Verkäuferpartner über Ad Exchange bereitgestellt wird, ist nur zulässig, wenn der Verkäufer (i) Eigentümer des Videoplayers bzw. (ii) Eigentümer des Videocontents ist oder (iii) über exklusive Verkaufsrechte am Videocontent verfügt. Der Verkäufer muss sicherstellen, dass alle eingebetteten Websites den Richtlinien für das DoubleClick Ad Exchange-Verkäuferprogramm entsprechen.

Anforderungen für Anzeigenaufrufe

Domain-Informationen zu Werbeinventar: Der Verkäufer muss in seinen Ad Exchange-Aufrufen korrekte Domaininformationen angeben. Anzeigenanfragen mit fehlerhaften Domaininformationen werden nicht verarbeitet, und es wird möglicherweise eine leere Anzeige geschaltet. Der Verkäufer darf nur Ad Exchange-Aufrufe von Domains durchführen, die er, wie im entsprechenden Vertrag über den Google DoubleClick AdX-Dienst festgelegt, bei Google registriert hat.

Einschränkungen im Hinblick auf die Übergabe und Weiterleitung von Inventar: Sobald der Verkäufer einen AdX-Anzeigenaufruf für eine bestimmte Impression ausgeführt hat, darf er diese Impression nicht mehr an ein anderes System – auch nicht sein eigenes – übergeben, durch das Anzeigenaufrufe dynamisch oder programmgesteuert auf der Grundlage von tatsächlichen oder geschätzten Echtzeit-Preisinformationen zugewiesen werden.

Zwischenspeicherung von Anzeigen: Anzeigen, die in mobilen Anwendungen ("In-App-Anzeigen") oder auf Websites für mobile Browser geschaltet werden, müssen dynamisch angefragt und – bei Websites, die für Mobilgeräte erstellt wurden – aktualisiert werden, sobald die Seite aktualisiert wird.

Anforderungen für den Anzeigencode

Anzeigencode muss den Anforderungen für die Implementierung von Ad Exchange-Anzeigencode und anderen Anweisungen von Google entsprechend implementiert werden.

Websitecontent

Websites, auf denen Ad Exchange-Anzeigen geschaltet werden, dürfen keinen Content enthalten, der (i) nach den Programmrichtlinien für Plattformen verboten ist oder (ii) Folgendes beinhaltet:

Interessenbezogene Werbung

Die Verwendung einer Remarketing-Liste ("Nutzerliste") von DoubleClick-Cookies für Anzeigenvorgaben, die mit einem Nutzer verknüpft sind ("Nutzer-Cookie"), durch Verkäufer muss den Bestimmungen für die interessenbezogene Werbung in den Plattform-Programmrichtlinien und den folgenden Richtlinien entsprechen:

Richtlinie für Cookies für Anzeigenvorgaben. Die Verwendung des Nutzer-Cookies über eine Nutzerliste durch Verkäufer unterliegt diesen Richtlinien für interessenbezogene Werbung und der Google-Richtlinie für Cookies für Anzeigenvorgaben.

Transparenz der Nutzerliste. Verkäufer erteilen Google das Recht, allen Nutzern, deren zugeordnete Cookie-ID Teil der Nutzerlisten von Verkäufern ist, anzuzeigen, (i) dass sich die zugeordnete Cookie-ID des Nutzers auf mindestens einer Nutzerliste des Verkäufers befindet, sowie (ii) die jeweilige Domain oder den Anzeigennamen des Verkäufers anzugeben. Verkäufer erteilen dieses Recht unabhängig davon, ob sie sich dafür entschieden haben, ihr Inventar durch eine anonyme ID zugänglich zu machen oder nicht.

Remarketing von In-App-Anzeigen: Um Remarketing von In-App-Anzeigen mithilfe von Mobilgerätekennungen speziell für Werbung ("werbespezifische Gerätekennungen") zu aktivieren, muss der Verkäufer in seinen Datenschutzbestimmungen offenlegen, (i) dass er werbespezifische Gerätekennungen sammelt und an Dritte weitergibt, sofern der Nutzer das Anzeigen-Tracking für das Gerät nicht deaktiviert hat, und (ii) wie ein Nutzer, der Anzeigen-Tracking deaktiviert hat, eine solche Kennung zurücksetzen kann, damit das Gerät nicht mehr mit Remarketing-Daten verknüpft wird, die vor der Deaktivierung gesammelt und weitergegeben wurden.

Standortdaten

Zusätzlich zu den Bestimmungen für Standortdaten gemäß den Programmrichtlinien für Plattformen gilt Folgendes: Wenn ein Verkäufer Informationen (i) sammelt (entweder direkt oder indirekt), (ii) verarbeitet oder (iii) an Google weitergibt, die anhand der GPS-, WLAN- oder Funkmastdaten eines Nutzers abgeleitet wurden, muss der betreffende Verkäufer (a) die ausdrückliche Zustimmung des jeweiligen Nutzers zur Verwendung derartiger Daten erhalten, beispielsweise durch eine Aktivierung, und (b) in seinen Datenschutzbestimmungen auf die Verwendungsweise derartiger Daten hinweisen, darunter auch auf die Weitergabe dieser Daten an Dritte.

Beta-Funktionen

Dienste dürfen Betafunktionen umfassen, die der Verkäufer nach eigenem Ermessen aktivieren kann. Bei Betafunktionen können unerwartete Probleme auftreten und sie werden ohne Mängelgewähr bereitgestellt. Die Nutzung von Betafunktionen erfolgt ausschließlich auf eigenes Risiko des Verkäufers und kann zusätzlichen, von Google festgelegten Anforderungen unterliegen. Google ist nicht verpflichtet, Support für Betafunktionen bereitzustellen. Google kann die Bereitstellung von Betafunktionen im Rahmen eines Dienstes jederzeit einstellen.

Technischer Support

Bevor eine Supportanfrage an Google gesendet wird, muss der Verkäufer selbst angemessene Anstrengungen zur Behebung des Fehlers, der Fehlfunktion oder der fehlerhaften Netzwerkverbindung unternehmen (ohne Weiterleitung an Google). Im Anschluss kann über die Google DoubleClick Ad Exchange-Hilfe unter https://support.google.com/adxseller eine schriftliche Anfrage nach technischem Support erstellt oder alternativ eine E-Mail an die entsprechende E-Mail-Adresse gesendet werden. Der Verkäufer stellt den Nutzern auf eigene Kosten Support bereit. Gelegentlich kontaktiert Google Verkäufer, um die Leistung ihrer Anzeigenblöcke in Ad Exchange zu optimieren.

Mindesteinnahmen für eine Auszahlung

Damit Verkäufer eine Zahlung von Google erhalten können, muss ihr Ad Exchange-Konto ein Mindestguthaben in Höhe von 100,00 $ (bzw. den entsprechenden Betrag in der lokalen Währung) aufweisen. Sollte das Kontoguthaben unter 100,00 $ liegen, wird dieses Guthaben auf den folgenden Monat übertragen.

Datenverwendung

Google verwendet Cookies, um Anzeigen auf Ad Exchange-Websites zu schalten. Informationen hierzu erhalten Sie unter Werbung und Datenschutz – häufig gestellte Fragen. Bestimmte Drittanbieter verwenden unter Umständen Cookies für die Anzeigenschaltung auf Ad Exchange-Websites, wie im Ad Exchange-Leitfaden "Verwendung von Technologieanbietern durch Käufer" beschrieben. Verkäufer, die das Tool zur Pixelanalyse auf Websites verwenden, deren Eigentümer und Betreiber sie sind, berechtigen Google zum Scannen und Offenlegen aller Pixelaktivitäten, einschließlich der Pixel Dritter, auf diesen Websites. Google kann Daten, die aus der Ad Exchange-Nutzung des Verkäufers abgeleitet werden, unter Einhaltung der Datenschutzerklärung von Google, der Nutzungsbedingungen für Google DoubleClick AdX-Verkäufer und aller anwendbaren Gesetze verwenden und offenlegen.

Ungültige Aktivität

Zusätzlich zu den Bestimmungen zu ungültigen Aktivitäten in den Programmrichtlinien für Plattformprodukte müssen Verkäufer die Bestimmungen zur Funktionsweise von Websites und zu Traffic-Quellen einhalten, die sie in den technischen Anforderungen zum Ad Exchange-Anzeigencode finden.

Video (Beta)

Anforderungen für Video- und Websitecontent: Videoinventar muss gemäß dem Leitfaden für die Videoimplementierung und entsprechend anderen Anleitungen von Google implementiert werden. Verkäufer müssen jederzeit korrekte Metadaten und Beschreibungs-URLs für allen Video- und Spielecontent bereitstellen.

Verwenden Verkäufer das IMA SDK (Interactive Media Ads) von Google für die Anzeigenschaltung in Videoinventar von Ad Exchange, müssen sie sicherstellen, dass sowohl der Videocontent als auch eingebettete Websites den Anforderungen für Websitecontent in den vorliegenden Richtlinien für Google DoubleClick AdX-Verkäufer entspricht. Diese Verkäufer müssen in ihren Datenschutzbestimmungen darauf hinweisen, dass Drittanbieter möglicherweise bestimmte Informationen zum Besuch eines Nutzers auf ihrer Website sammeln, beispielsweise, ob der Nutzer mit dem Websitecontent interagiert hat.

Auf YouTube gehosteter Content darf nur über das YouTube-Partnerprogramm und nicht über das IMA SDK monetarisiert werden.

Einschränkungsmöglichkeiten für Verkäufer: Verkäufer können Werbetreibende, Käufernetzwerke, Rich Media-Anbieter und Anzeigen blockieren, die Tag-Kennzeichnung einsetzen, um Remarketing-Listen zu erstellen oder zu nutzen, oder Cookies basierend auf interessenbezogenen Kategorien verwenden. Diese Einschränkungen können auf Inventarsegmentbasis oder separat auf Kontoebene festgelegt werden. Google gibt zwar keinerlei Garantie bezüglich dieser Einschränkungen, stellt jedoch eine Validierung von Websites und Anzeigen zur Verfügung.

Richtlinien für die offene Auktion

Zusätzlich zu den vorstehenden Richtlinien müssen Verkäufer, die an der offenen Auktion teilnehmen, auch alle nachstehend aufgeführten Richtlinien einhalten.

Anzeigen-Placement in der offenen Auktion: Anzeigencode darf (i) nicht auf Erweiterungsschaltflächen oder in Animationen bereitgestellt werden und (ii) nur mit ausdrücklicher Genehmigung von Google in nicht webbasierte Desktop-Anwendungen integriert bzw. (iii) in E-Mail-Programmen oder E-Mails (einschließlich E-Mail-Newsletter) platziert werden.

Verkäufer, die Websites monetarisieren, müssen jederzeit gewährleisten, dass In-Page-Anzeigen (also Anzeigen, die innerhalb der festgelegten Größe des Anzeigenblocks erscheinen), In-App-Anzeigen (also Anzeigen, die in mobilen Apps ausgeliefert werden) und andere Werbeformate die Menge an Websitecontent nicht übersteigen.

In-App-Anzeigen-Placement in der offenen Auktion: In-App-Anzeigen dürfen (i) unterhalb oder neben Schaltflächen oder anderen Objekten nicht so platziert werden, dass sie die typische Interaktion eines Nutzers mit der App stören, bzw. (ii) nicht so platziert werden, dass Nutzern die Ansicht des Contents anderweitig erschwert wird, und (iii) nicht auf einer "Sackgassenseite" platziert werden, die der Nutzer nicht ohne Antippen der Anzeige verlassen kann und bei der er nicht darauf hingewiesen wird, dass die App beendet wird, wenn er auf die Schaltfläche für die Startseite tippt.

Zusätzliche Content-Einschränkungen für die offene Auktion: Websites, auf denen Ad Exchange-Anzeigen geschaltet werden, dürfen keine der folgenden Inhalte enthalten: (i)pornografische, nur für Erwachsene bestimmte oder nicht jugendfreie Inhalte, (ii) gewaltverherrlichende oder (iii) übermäßig vulgäre Inhalte, (iv)Inhalte zu illegalen Drogen und Drogenzubehör, (v)Verkauf von Tabak und damit zusammenhängenden Produkten sowie (vi)Verkauf von Waffen oder Munition, z. B. Schusswaffen, Waffenzubehör, Kampfmesser oder Elektroschockpistolen.

Einschränkungsmöglichkeiten für Verkäufer in der offenen Auktion: Verkäufer können Werbetreibende, Käufernetzwerke, Rich Media-Anbieter und Anzeigen blockieren, die Tag-Kennzeichnung einsetzen, um Remarketing-Listen zu erstellen oder zu nutzen, oder Cookies basierend auf interessenbezogenen Kategorien verwenden. Diese Einschränkungen können auf Inventarsegmentbasis oder separat auf Kontoebene festgelegt werden. Google gibt zwar keinerlei Garantie bezüglich dieser Einschränkungsmöglichkeiten, bietet jedoch Validierung von Websites und Anzeigen.

Videoinventar (Beta) in der offenen Auktion: Videoinventar – beispielsweise In-Stream-Anzeigeninventar in Onlinespielen – muss entsprechend den Anleitungen von Google implementiert werden. Verkäufer dürfen (i) kein Trafficking für monetarisierte Videoplayer mit Anzeigen-Placements für herkömmliche Displayanzeigen wie etwa In-Banner-Anzeigenblöcke ausführen und (ii) keine Anzeigenbanner und Bilder als Vorlagenhintergründe für Video- und Spielecontent verwenden. Anzeigen müssen so platziert sein, dass Nutzer klar zwischen den Anzeigen und dem Video- und Spielecontent unterscheiden können.

AdWords-Anzeigen in der offenen Auktion: Wenn Verkäufer auf ihren Websites AdWords-Anzeigen bereitstellen möchten, müssen sie zudem die AdSense-Programmrichtlinien einhalten, in denen "Verkäufer" als "Publisher" bezeichnet werden. Wenn AdWords-Anzeigen in einer App ausgeliefert werden, müssen die Verkäufer zudem die AdMob-Programmrichtlinien erfüllen.