Mithilfe von Netzwerk-Links können Sie komplexere und dynamischere Informationen übermitteln als mit KML-Dateien. Netzwerk-Links eröffnen Ihnen viele weitere Möglichkeiten. Sie können beispielsweise Inhalte aktuell halten oder Inhalte in Abhängigkeit von den Aktionen des Nutzers ändern. Wie Sie Netzwerk-Links angeben, erfahren Sie in der KML-Referenz.
In dieser Anleitung wird erläutert, warum Netzwerk-Links Ihre Inhalte interessanter machen können.
Im Allgemeinen fungiert eine KML-Datei mit einem Netzwerk-Link als eine Art Brücke zu Inhalt auf Ihrem Server. Ihre Nutzer laden eine KML-Datei nur einmal herunter, sehen aber immer den aktuellen Inhalt, auch wenn dieser erst nach dem Herunterladen der KML-Datei aktualisiert wurde.
Tatsächlich haben sich die meisten Content-Anbieter dazu entschieden, für ihre Nutzer eine KML-Datei, die nur einen Netzwerk-Link enthält, zum Download bereitzustellen. Eine derartige KML-Datei ähnelt in gewisser Weise einem Lesezeichen in einem Webbrowser, da sie den Nutzern den schnellen Zugriff auf gewünschten Inhalt ermöglicht, während die Content-Anbieter den Inhalt weiterhin aktualisieren können. Ein positiver Nebeneffekt ist der schnelle erste Download der KML-Datei aufgrund der geringen Dateigröße.
Die Google Earth-KML-Galerie nutzt diese Technik bei allen zum Download verfügbaren KML-Dateien.
Zusammen mit Regionen bieten Netzwerk-Links ein leistungsfähiges Verfahren, wonach kleine Teile großer Multimedia-Dateien erst dann heruntergeladen werden, wenn sie auch benötigt werden.
3D-Modelle werten Ihre KML-Dateien mit einer realistischen Darstellung von Strukturen und Objekten auf. Sie können jedoch relativ groß sein, was zu langsamen Downloads führen kann, wenn Sie sie in einer einzelnen KMZ-Datei zusammenfassn.
Eine Lösung wäre, Links zu Ihren 3D-Modellen in Ihre Info-Pop-ups einzuschließen. Dazu müssten die Nutzer jedoch zuerst die Ortsmarken öffnen und auf die Links klicken. Wünschenswert wären Modelle, die automatisch erscheinen, wenn die Nutzer über das jeweilige Gebiet "fliegen".
Ein Netzwerk-Link mit dem Wert onRegion für viewRefreshMode ist die beste Lösung, da die Modelle nur bei Bedarf heruntergeladen werden, abhängig davon, wo sich die Nutzer in Google Earth gerade befinden. Die Google 3D-Galerie bedient sich dieses Verfahrens:
Ein ähnliches Problem besteht bei sehr großen Bildern. Wenn Sie große Bild-Overlays in Ihre KML-Datei aufnehmen möchten, können Sie eine Variante der auf Regionen basierten Technik für 3D-Modelle verwenden. In der verkleinerten Ansicht können Sie Bilder mit niedrigerer Auflösung anzeigen. Zoomt der Nutzer ein bestimmtes Gebiet heran, wird ein Bild mit hoher Auflösung für dieses Gebiet angezeigt. Durch die Verwendung von Netzwerk-Links können Sie die benötigten Bildteile dynamisch laden.
Wie Sie diese Technik nutzen können, finden Sie in der Anleitung für Superoverlays in der KML 2.1-Anleitung.
Overlay des Global
Connection Project, bestehend aus NOAA-Bildern nach dem Hurrikan Katrina
Nachdem ein Nutzer Ihre KML-Datei heruntergeladen hat, möchten Sie eventuell geänderten Inhalt aktualisieren, ohne dass der Nutzer erst ein bestimmtes Gebiet anfliegen muss. Beispiele dafür sind Echtzeitdaten von Sensoren oder Hochrechnungen bei Wahlen.
Netzwerk-Links ermöglichen Ihnen eine Inhaltaktualisierung nach Ablauf einer gewissen Zeitspanne. Mithilfe von refreshMode und refreshInterval oder expires können Sie festlegen, dass eine Aktualisierung nach wenigen Sekunden oder nach Ablauf einer festgelegten Frist erfolgt.
Was ermöglicht Ihnen diese Aktualisierung? Sie können beispielsweise die gesamte Datei, auf die der ursprüngliche Netzwerk-Link verweist, neu laden. Alternativ können Sie nur die Teile der KML-Datei aktualisieren, die sich tatsächlich geändert haben. So könnten Sie beispielsweise nur die Ortsmarken der Sensoren ändern, die neue Daten haben, oder nur die Wahlbezirke mit neuen Auszählungsergebnissen.
Sensor-Netzwerk-Projekt James
Reserve
Karte der globalen
Wolkenbedeckung
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