Google Earth Outreach

Informationsflut mithilfe von Regionen eindämmen

KML-Regionen können zu einer erheblich besseren Nutzererfahrung beitragen. Mithilfe dieser Funktion können Sie die Sichtbarkeit eng nebeneinander liegender Ortsmarkierungen auf niedrige Höhen beschränken, Bilder mit hoher Auflösung aufteilen und mit zunehmendem Detailgrad anhand von Superoverlays laden sowie neue KML-Dateien dynamisch laden, basierend auf der Position des Betrachters. Regionen werden unter anderem in den folgenden KML-Dateien verwendet:

KML-Logo Animation "NASA Blue Marble 2004" (OnEarth-Website)

KML-LogoOverlay des Global Connection Project, bestehend aus NOAA-Bildern nach dem Hurrikan Katrina

"David Rumsey – Historische Karten", verfügbar im Ordner "Empfehlungen" im Google Earth-Fenster "Ebenen"

Zum Erstellen von Regionen gibt es keine Benutzeroberfläche in Google Earth. Daher wird in dieser Anleitung erläutert, wie eine Region durch Ändern einer weiteren KML-Funktion mit ähnlicher Struktur – dem Boden-Overlay – erstellt wird.

 

Bevor Sie beginnen

Voraussetzungen für das Durcharbeiten dieser Anleitung:

Bild-Overlays

Falls Sie bereits Bild-Overlays in Google Earth gesehen haben, ist Ihnen eventuell aufgefallen, dass diese normalerweise rechteckig sind. Sie legen die Größe und Position eines Bild-Overlays fest, indem Sie die Nord-, Süd-, Ost- und Westkanten des Bildes angeben.

Hinweis: Bild-Overlays werden in Google Earth in KML mithilfe des Tags <GroundOverlay> erstellt. In dieser Anleitung werden beide Begriffe verwendet.

Ansichtsbegrenzung in einem Beispiel für ein Bild-Overlay ermitteln

KML-Logo Beispiel für ein Bild-Overlay
  1. Klicken Sie auf den obigen Link, um ein Beispiel für ein Bild-Overlay herunterzuladen.
  2. Doppelklicken Sie auf die heruntergeladene Datei, um Sie in Google Earth zu öffnen.
  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Image Overlay unterhalb von "Image Overlay Example" im Fenster "Orte" und wählen Sie Eigenschaften im Kontextmenü.
  4. Wählen Sie die Registerkarte Position.
    In dieser Registerkarte sind die Nord-, Süd-, Ost- und Westkanten des Bildes zu sehen.

    Screenshot – Beispiel für ein Bild-Overlay

Bild-Overlay anpassen

  1. Schieben Sie das Dialogfeld "Bild-Overlay bearbeiten" zur Seite, damit Sie das Bild-Overlay auf der Karte sehen können.
  2. Passen Sie die Größe und Form des Bild-Overlays an, indem Sie auf die grünen Seiten und Ecken, so genannte Ziehpunkte, klicken und diese ziehen. Bewegen Sie den Cursor langsam über die grünen Ziehpunkte, bis er sich in einen doppelseitigen Pfeil verändert. Anschließend können Sie klicken und an den Ziehpunkten ziehen.
  3. Verschieben Sie das Bild-Overlay, indem Sie auf das Kreuz in der Mitte des Overlays klicken und ziehen. Bewegen Sie den Cursor langsam über das grüne Kreuz in der Mitte, bis er sich in einen zeigenden Finger verändert. Anschließend können Sie das Bild-Overlay verschieben.

    Screenshot – Rechteck auf der Karte

Zum originalen Bild-Overlay zurückkehren

Regionen

Regionen steuern die Sichtbarkeit von Ortsmarken und anderen KML-Features durch die Definition zweier Parameter:

Geografische Breite, geografische Länge und Höhenbox

Regionen definieren entweder ein flaches Rechteck (zweidimensionale Fläche) oder eine 3D-Box (dreidimensionaler Körper) auf der Karte. Da Regionen nicht sichtbar sind, sehen Sie sich das rechteckige KML-Polygon unten links und das extrudierte Polygon bzw. die 3D-Box unten rechts an, die eine Region visualisieren. Beide haben dieselben Nord-, Süd-, Ost- und Westbegrenzungen, bei der "Regionsbox" wurde jedoch noch ein Höhenwert angegeben, wodurch die Region eine Höhe erhält.

Screenshot – Rechteck auf der Karte Screenshot – Rechteck auf der Karte

Detailstufe (Level of Detail, LOD)

Regionen geben auch an, wie groß ihr Rechteck bzw. ihre Box auf dem Bildschirm dargestellt werden muss, damit die Region als aktiv oder inaktiv angesehen wird. Als Maß wird hierzu die Quadratwurzel der Fläche herangezogen, die die Region auf dem Bildschirm belegt, gemessen in Pixeln.

Wenn Sie beispielsweise eine flache Region wie unten links mit minLodPixels gleich 128 definieren, muss die Region mindestens in einer Größe von 128 × 128 Pixeln in Google Earth angezeigt werden, bevor sie aktiv ist. Beachten Sie, dass die 3D-Box unten rechts auch ungefähr mit 128 × 128 Pixeln in Google Earth angezeigt wird, wodurch sie ebenfalls aktiv ist.

Screenshot – Rechteck auf der Karte mit einem 128-Pixel-Overlay Screenshot – Rahmen auf der Karte mit einem 128-Pixel-Overlay

Warum 3D-Boxen verwenden?

Warum sollten Sie Regionen verwenden, die nicht flach sind? 3D-Boxen sind nützlich, wenn Regionen auf dreidimensionale SketchUp-Modelle angewendet werden. Regionen werden verwendet, um Features ein- oder auszuschalten, abhängig von Ihrer Entfernung zu diesen Features.

Wenn bei einem 3D-Modell wie dem Empire State Building (Abbildung unten) die Kamera in Richtung Horizont geneigt ist, können Sie sehr nahe an ein Modell mit einer flachen Region herangehen, ohne dass sie auf dem Bildschirm groß genug dargestellt wird, um die Aktivierung auszulösen. Wenn Sie eine Region als 3D-Box um das Modell legen, können Sie von der Seite auf das Modell blicken, wobei die Aktivierung dennoch bei einer sinnvollen Distanz ausgelöst wird (rechts). Weitere Informationen zum Erstellen von 3D-Regionen mit den Tags <minAltitude> und <maxAltitude> finden Sie im Abschnitt Regionen der KML 2.1-Anleitung.

Screenshot – Empire State Building innerhalb eines Rechtecks Screenshot – Empire State Building innerhalb eines Rahmens

Vergleich zwischen <GroundOverlay> und <Region>

Die KML-Codes für <GroundOverlay> und <Region> sind sich sehr ähnlich. Beide nutzen eine Ansichtsbegrenzung zur Festlegung der Nord-, Süd-, Ost- und Westkanten. Hier sind die KML-Codes eines einfachen Boden-Overlays (links) und einer Region (rechts) gegenübergestellt:

GroundOverlay
 
Region
<GroundOverlay>
<name>Example Ground Overlay</name>
<Icon>
<href>white_square.png</href>
</Icon>
 

<Region>
<Lod>
<minLodPixels>128</minLodPixels>
</Lod>
<LatLonBox>
<north>45</north>
<south>0</south>
<east>90;/east>
<west>0</west>
</LatLonBox>
 
<LatLonAltBox>
<north>45</north>
<south>0</south>
<east>90</east>
<west>0</west>
</LatLonAltBox>
</GroundOverlay>
 
</Region>

Bei einem Boden-Overlay wird die Ansichtsbegrenzung <LatLonBox> genannt. Bei einer Region heißt sie <LatLonAltBox>. Indem optional die Tags <minAltitude>
und <maxAltitude> zur LatLonAltBox einer Region hinzugefügt werden (oben nicht gezeigt), erstellen Sie eine 3D-Region zur Nutzung mit 3D-SketchUp-Modellen.

Eine Region durch Ändern eines Boden-Overlays (GroundOverlay) erstellen

Nachdem Sie jetzt die Ähnlichkeiten zwischen Boden-Overlays und Regionen kennengelernt haben, erfahren Sie im Folgenden, wie Sie eine Region auf Basis eines Boden-Overlays erstellen. Laden Sie die KMZ-Datei Image Overlay Example (Beispiel eines Bild-Overlays) herunter, sofern Sie dies nicht bereits getan haben, sowie die KMZ-Dateien Brooklyn Hospitals (Krankenhäuser in Brooklyn) und Region Size Guide (Hilfslinien für Regionsgrößen):

KML-Logo Beispiel für ein Bild-Overlay

KML-Logo Brooklyn Hospitals

KML-Logo Hilfslinien für Regionsgrößen (standardmäßig deaktiviert)

Laden Sie alle obigen Dateien in Google Earth. Nachdem die Datei Brooklyn Hospitals geladen wurde, zoomen Sie von New York City weg. Sie sehen dann, wie sich alle Symbole und Beschriftungen überlappen und aus großen Höhen nicht gut sichtbar sind. Sie können diesen Eindruck mithilfe einer Region verbessern, mit der Sie steuern, wann diese Ortsmarken sichtbar sind.

Bildschirm-Overlay anpassen

Das Overlay ist etwas zu groß und für unsere Krankenhäuser etwas falsch platziert. Daher ist der erste Schritt, die Platzierung und Größe des Bild-Overlays anzupassen.

  1. Doppelklicken Sie auf Image Overlay im Beispieldokument "Image Overlay Example", um wieder heranzuzoomen.
  2. Zur Unterstützung beim Verschieben und Ändern der Größe können Sie die Ortsmarkierung Bounding Box Guides unterhalb von Image Overlay einschalten, indem Sie auf das Kästchen neben dem Namen im Fenster "Orte" klicken. Es werden vier gelbe Pfeile angezeigt, die die vorgeschlagenen Nord-, Süd-, Ost- und Westkanten markieren.
  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Bild-Overlay im Fenster "Orte" und wählen Sie Eigenschaften im Kontextmenü aus.
  4. Halten Sie die Umschalttaste gedrückt und ziehen Sie eine der Ecken des Bild-Overlays, um es etwas zu verkleinern.
    Hinweis: Durch das Halten der Umschalttaste wird das Seitenverhältnis des Bildes beibehalten. Das Overlay behält so seine quadratische Form. Ihre Regionen müssen nicht quadratisch sein, diese Form wurde lediglich für diese Anleitung gewählt.
  5. Klicken Sie auf das Kreuz in der Mitte des Bildes und ziehen Sie es an eine Position, an der das Overlay alle Krankenhaussymbole abdeckt.
  6. Ändern Sie erneut die Größe des Overlays, falls erforderlich.
  7. Wenn Sie mit dem Anpassen fertig sind, klicken Sie im Dialogfeld "Bild-Overlay bearbeiten" auf OK.
  8. Falls Sie die Ortsmarke Bounding Box Guides verwendet haben, klicken Sie auf das Kästchen neben ihrem Namen, um sie auszuschalten.

Screenshot – Größe eines Bild-Overlays ändern

Detailstufe angeben

  1. Aktivieren Sie im Fenster "Orte" das Kontrollkästchen neben Region Size Guide, um die Hilfslinien einzuschalten.
    Es werden verschiedene gelbe Rahmen auf dem Bildschirm angezeigt. Dieses Bildschirm-Overlay bietet Hilfslinien, unabhängig davon, wo Sie sich in Google Earth befinden.
  2. Drücken Sie R, um sicherzustellen, dass die Ansicht eingenordet ist und Sie senkrecht auf die Erde blicken (ohne Neigung).
  3. Vergrößern oder verkleinern Sie das Bild-Overlay, sodass es einem der gelben Rahmen entspricht.
    Diese Hilfslinien unterstützen Sie dabei, die passende Detailstufe für Ihre Ortsmarken zu finden. Beachten Sie, dass die Hilfslinien für Regionsgrößen nur eine Näherung darstellen. Die Rahmen sind zwar beschriftet, jedoch ist die Berechnung der Bildschirmdarstellungsgröße einer Region komplex und hängt von vielen Faktoren ab, z. B. der Erdkrümmung und der Kameraneigung. Wenn Sie eine Größe wählen, denken Sie daran, dass die Region ungefähr ab dieser Erdentfernung sichtbar wird.
  4. Zoomen Sie heraus, bis das Bild-Overlay etwa die gleiche Größe wie der 256 × 256 Pixel große gelbe Rahmen hat.
  5. Wenn Sie für diese Ortsmarken eine Detailstufe von 256 Pixeln angeben, bleiben die Ortsmarken unsichtbar, bis die Region, die wir anhand des von Ihnen angepassten Bild-Overlays erstellen werden, mindestens diese Größe auf dem Bildschirm hat.

    Screenshot – Hilfslinien für Regionsgrößen

Bild-Overlay in einen Texteditor kopieren

  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Image Overlay Example im Fenster "Orte" und wählen Sie Kopieren im Kontextmenü.
  2. Öffnen Sie einen Texteditor wie Notepad oder Notepad++ für Windows, TextPad oder BBEdit für Mac OS X oder jEdit für alle Plattformen (empfohlen).
  3. Fügen Sie den KML-Code für das Bild-Overlay in ein leeres Dokument ein.

<GroundOverlay>-Tag bearbeiten:

  1. Delete everything except the and

    tag pair and its contents.

    <LatLonAltBox>
    <north>40.708019</north>
    <south>40.596643</south>
    <east>-73.895570</east>
    <west>-74.042349</west>
    </LatLonAltBox>

  2. Ändern Sie <LatLonBox> und </LatLonBox> in <LatLonAltBox> und </LatLonAltBox>.
  3. Wenn Sie eine 3D-Region erstellen möchten, finden Sie im Abschnitt Höhe der KML 2.1-Anleitung Informationen dazu, welche zusätzlichen Tags hinzugefügt werden müssen (<min/maxAltitude> und <altitudeMode>).
  4. Specify 256 as the minimum LOD size by adding the Lod> and minLodPixels> tags as follows after the AltBox> tag.

    <Lod>
    <minLodPixels>256</minLodPixels>
    </Lod>

  5. Add the opening and closing and

    tag pair above and below the KML code you have so far.
    When you are done, it should look something like this:
    <Region>
    <LatLonAltBox>
    <north>40.708019</north>
    <south>40.596643</south>
    <east>-73.895570</east>
    <west>-74.042349</west>
    </LatLonAltBox>
    <Lod>
    <minLodPixels>256</minLodPixels>
    </Lod>
    </Region>

  6. Speichern Sie die Datei auf Ihrem Desktop unter region.kml.

Fügen Sie die neue Region zum Ordner "Brooklyn Hospitals" folgendermaßen hinzu:

  1. Klicken Sie in Google Earth im Fenster "Orte" mit der rechten Maustaste auf Brooklyn Hospitals und wählen Sie Kopieren im Kontextmenü.
  2. Öffnen Sie ein neues, leeres Dokument im Texteditor und fügen Sie den KML-Code für den Ordner "Brooklyn Hospitals" ein.
  3. Speichern Sie die Datei auf Ihrem Desktop unter hospitals_region.kml, aber schließen Sie sie nicht.
  4. Öffnen Sie die Datei region.kml, wählen Sie den gesamten KML-Code der Region aus und kopieren Sie ihn.
  5. Rufen Sie die Datei hospitals_region.kml auf, platzieren Sie den Cursor an den Anfang der Datei und suchen Sie nach dem öffnenden Tag .
    <Folder>
    <name>Brooklyn Hospitals</name>

    PASTE REGION HERE ... other KML tags <Placemark>

  6. Paste the region you just copied on the line after the tag. The beginning of the area of the
    hospitals_region.kml
    file should now look something like this:

    <Folder>
    <name>Brooklyn Hospitals</name>
    <Region>
    <LatLonAltBox>
    <north>40.708019</north>
    <south>40.596643</south>
    <east>-73.895570</east>
    <west>-74.042349</west>
    </LatLonAltBox>
    <Lod>
    <minLodPixels>256</minLodPixels>
    </Lod>
    </Region>
    ... other kml tags <Placemark>


  7. Speichern Sie die Datei hospitals_region.kml.

So testen Sie die neue KML-Datei mit einer Region:

  1. Löschen Sie in Google Earth den Originalordner Brooklyn Hospitals und öffnen Sie anschließend die neu erstellte Datei hospitals_region.kml.
  2. Zoomen Sie im Gebiet Brooklyn herein und heraus.
    Wenn das Bild-Overlay kleiner als der 256 × 256 Pixel große gelbe Rahmen wird, sollten die Ortsmarken für die Brooklyner Krankenhäuser verschwinden.

    Screenshot – Krankenhausregion interaktiv Screenshot – Krankenhausregion aktiv

    Links: Region ist inaktiv. Der Bereich auf dem Bildschirm ist kleiner als die 256-Pixel-Mindestdetailstufe.
    Rechts: Region ist aktiv. Der Bereich auf dem Bildschirm ist größer als die 256-Pixel-Mindestdetailstufe.

  3. Falls die Ortsmarkierungen beim Herauszoomen nicht verschwinden, laden Sie diese bereits mit einer Region versehene KML-Datei KML-Logo. Sie können diese Datei mit der von Ihnen erstellten vergleichen, um die Fehlerursache zu finden.

Wozu eignen sich Regionen außerdem?

Regionen funktionieren nicht nur zusammen mit Ordnern. Sie können sie zu jedem Feature in Google Earth hinzufügen, z. B. zu 3D-Modellen, Ortsmarken, Bild-Overlays, Polygonen und Pfaden. Fügen Sie einfach eine Region in das KML-Tag des Features ein. Berücksichtigen Sie dabei, dass eine Region, die innerhalb eines Features wie einer Ortsmarke oder einem Modell definiert wurde, Vorrang vor einer Region hat, die im übergeordneten Ordner definiert wurde. Dies ermöglicht Ihnen, eine einzelne Region für viele weniger wichtige Ortsmarken in einem Ordner zu definieren, während eine einzelne, wichtige Ortsmarke auch aus größeren Entfernungen sichtbar ist.

FAQ

Frage: Wann sollte ich Regionen verwenden?

Es gibt viele Anwendungsfälle für Regionen, die meisten davon würden den Rahmen dieser Anleitung sprengen. Hier sind einige wenige Beispiele:

Frage: Was sind gute Pixelwerte für min/maxLodPixels?

Aufgrund der Art und Weise, wie Google Earth das Zoomen von Bildkacheln und anderen Features handhabt, ist ein Wert von 128 Pixeln ideal, aber für Ihre Anforderungen nicht immer praktikabel. Die besten Werte für minLodPixels sind Zweierpotenzen: 64, 128, 256, 512, 1024, 2048 usw. (2^6 = 64, 2^7 = 128), andere Zahlen funktionieren jedoch auch, z. B. 100, 500 und 1000.

Frage: Kann ich es einrichten, dass ein Feature ausgeblendet, wenn ich näher herankomme?

Ja. Verwenden Sie statt <minLodPixels> in Ihrer Region <maxLodPixels>. Wenn der Bildschirmbereich der Region den angegebenen Pixelwert erreicht, wird das Feature bzw. der Ordner ausgeblendet. Diese Methode ist praktisch, wenn Sie beispielsweise Karten mit geringer Auflösung oder historische Satellitenbilder zeigen möchten, die bei großer Entfernung sichtbar sind, aber ausgeblendet werden, wenn man heranzoomt, da sie ansonsten die Satellitenbilder mit hoher Auflösung verdecken würden.

Frage: Was passiert, wenn ich sowohl <minLodPixels> als auch <maxLodPixels> angebe?

Wenn Sie sowohl eine minimale als auch eine maximale Detailstufe für Ihre Region angeben, wird das Feature angezeigt, wenn dessen Größe <minLodPixels> erreicht, und wieder ausgeblendet, wenn es <maxLodPixels> erreicht. Stellen Sie dabei sicher, dass der Maximalwert immer größer als der Minimalwert ist.

Diese Methode ist nützlich, wenn Ihre KML-Datei mehrere Detailstufen enthalten soll. Sie könnten beispielsweise das 3D-SketchUp-Modell einer Pyramide aus großer Höhe lediglich als einfache Ortsmarke darstellen. Wenn der Betrachter näherkommt, wechseln Sie zu einem einfachen Grundriss der Pyramide, der durch ein flaches Polygon realisiert wird. Im Nahbereich lassen Sie schließlich das eigentliche 3D-Modell anzeigen. Für diesen Anwendungsfall benötigen Sie drei Regionen mit demselben Wert für <LatLonAltBox> und verschiedenen überlappenden <Lod>-Werten:

Frage: Wie kann ich Features sichtbar machen, unabhängig davon, wie weit ich heran- oder herausgezoomt habe?

Wenn Sie keine maximale Detailstufe angeben, ist der Standardwert -1. Dies bedeutet, dass das Feature sichtbar bleibt, unabhängig davon, wie weit Sie heranzoomen. Wenn Sie keine maximale Detailstufe angeben, ist der Standardwert <maxLodPixels>-1</maxLodPixels>.

Wenn Sie keine minimale Detailstufe angeben, ist der Standardwert 0. Dies bedeutet, dass das Feature sichtbar bleibt, unabhängig davon, wie weit Sie herauszoomen. Wenn Sie diesen Wert explizit angeben möchten, verwenden Sie <minLodPixels>0</minLodPixels>.

Frage: Was ist <min/maxFadeExtent>?

Wie in der KML-Anleitung beschrieben, können Sie den Umfang der Ausblendung für Ihre Region angeben. Damit erreichen Sie, dass ein Feature nicht schlagartig erscheint oder verschwindet, sondern langsam ein- bzw. ausgeblendet wird. Dies ist jedoch nur bei Bild-Overlays, Bildschirm-Overlays, Polygonen und Pfaden möglich. 3D-Modelle und normale Ortsmarken erscheinen und verschwinden sofort.

 

Frage: Warum erscheint meine Region bei niedrigeren Höhen, wenn ich einen kleineren Monitor verwenden?

Die Größe einer Region auf dem Bildschirm hängt von der Größe des 3D-Darstellungsbereichs von Google Earth ab. Daher erfolgt die Aktivierung bzw. Deaktivierung von Regionen je nach Bildschirmgröße bei unterschiedlichen Höhen. Sie können mit diesem Effekt experimentieren, indem Sie die Größe des Google Earth-Fensters verändern. Da die Kamerahöhe beim Ändern der Größe des Google Earth-Fensters unverändert bleibt, schrumpfen die Bilder, um dieselbe Entfernung zur Erde beizubehalten.

Aufgrund dieses unterschiedlichen Verhaltens sollten Sie Ihre Regionen auf unterschiedlich großen Monitoren testen. Die meisten Google Earth-Nutzer haben einen Monitor mit einer Auflösung von 1024 × 768 Pixeln. Um eine Vorstellung von dem Verhalten auf einem derartigen Monitor zu erhalten, reduzieren Sie den 3D-Darstellungsbereich von Google Earth auf 640 × 480 oder 800 × 600 Pixel. Sie ändern die Darstellungsgröße in Google Earth, indem Sie Ansicht > Ansichtsgröße > Computer-Wiedergabe und anschließend eine Ansichtsgröße wählen.

Laden Sie diese KMZ-Datei herunter, die Beispiele zu diesem Thema enthält:

KML-Logo Weitere Beispiel für Regionen

Leistungsfähige Tools für Regionen

Regionen können viel mehr, als nur einzelne Features je nach Zoomstufe ein- oder auszuschalten. Indem Sie Netzwerk-Links und Regionen zusammen einsetzen, können Sie ein verschachteltes System von KML-Dateien erstellen, das Ortsmarkierungen oder Bild-Overlays (Superoverlays genannt) lädt, deren Detailgrad bei Heranzoomen zunimmt.

Superoverlays sind zu komplex, als dass sie per Hand in KML erstellt werden könnten. Es gibt einige Tools, die Super-Overlays automatisch erzeugen. Diese Tools teilen in hoher Auflösung vorliegende Bildkacheln auf und generieren KML-Dateien mit Regionen, um immer detailliertere Kacheln beim Heranzoomen laden zu können. Beachten Sie bitte, dass die drei Windows-basierten Programme nicht offiziell von Google empfohlen werden.

Superoverlays erstellen

So fügen Sie Regionen zu Ortsmarkierungen hinzu

:

Die Python-Programmbibliothek "Regionator" ist auch in der Lage, Tausende Ortsmarkierungen, Polygone und Pfade für eine bessere Darstellung in verschiedene Regionen aufzuteilen. Wenn Sie beispielsweise eine KML-Ebene mit allen Krankenhäusern Europas erstellen möchten – vielleicht mehrere Zehntausend Punkte –, ohne dass bei Betrachtung aus großen Höhen ein völlig überfrachtetes Bild entsteht, wäre Regionator ein geeignetes Tool.

Regionator bietet viele weitere KML-Tools, beispielsweise ein Tool zum Überprüfen von Links, das Ihre KML-Dateien nach Hyperlinks, Bildern und Links zu anderen KML-Dateien durchsucht und fehlende Dateien und fehlerhafte URLs meldet. Bedenken Sie, dass es sich um eine Programmbibliothek in der Sprache Python handelt. Für die Nutzung benötigen Sie Erfahrung in der Programmierung und in der Verwendung der Befehlszeile.

Diskussion/Feedback

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