Ja, unsere CO2-Bilanz wurde von Cameron-Cole geprüft. Sie können sich die Prüfungserklärung hier ansehen.
Biogene Emissionen sind Emissionen aus biologischen Quellen wie Pflanzen, Tieren oder Abfall. Wir produzieren und erfassen weiterhin eine kleine Menge dieser Emissionen (weniger als 1 % unserer Bilanz), die von der Einrichtung zur Nutzung von Mülldeponiegas an unserer Niederlassung in Mountain View sowie durch den Biodieselkraftstoff zum Betrieb unserer Shuttle-Busse verursacht werden. Diese werden jedoch oft nicht als Teil der Ökobilanz einer Organisation betrachtet (siehe zum Beispiel die Bestimmungen von Kalifornien), weil sie Teil des natürlichen CO2-Zyklus sind, bei dem im Gegensatz zur Verwendung fossiler Brennstoffe zunächst CO2 der Atmosphäre entnommen wird und Emissionen verursacht werden, die ohnehin entstanden wären. Das Mülldeponiegas zum Beispiel, mit dem wir Energie erzeugen, wäre andernfalls abgefackelt worden, was zu denselben Emissionen geführt hätte, oder es wäre sogar direkt als Methan emittiert worden, was sich noch stärker auf den Treibhauseffekt auswirken würde. Wir erfassen also weiterhin unsere biogenen Emissionen, führen sie aus den genannten Gründen aber nicht mehr in unserer Bilanz auf.
Beachten Sie, dass wir um der Konsistenz willen biogene Emissionen auch aus unserer Bilanz des Jahres 2010 entfernt haben.
Unsere Bilanz des Jahres 2010 beinhaltete 1.449.825 Tonnen CO2.
Beachten Sie, dass diese Zahl aus zwei Gründen ein wenig von der Zahl abweicht, die wir ursprünglich auf unserer Google Green-Website veröffentlicht haben. Erstens haben wir, wie oben erläutert, die biogenen Emissionen aus unserer Gesamtbilanz entfernt. Zweitens haben wir eine Änderung an unserer Scope 3-Gesamtbilanz vorgenommen: Nach Abschluss des Bilanzprüfungsprozesses haben sich unsere Scope 3-Emissionen von 207.065 auf 212.349 Tonnen erhöht.
2011 betrug unsere CO2-Bilanz pro Millionen Dollar Umsatz 44,3 Tonnen. Damit setzt sich der Abwärtstrend fort. Seit 2009 hat sich diese Zahl um ungefähr 10 % pro Jahr verringert, was bedeutet, dass unsere CO2-Bilanz langsamer wächst als unser Geschäft.
Wir haben festgestellt, dass wir global ungefähr so viel Strom verbrauchen wie 220.000 Personen, basierend auf dem Pro-Kopf-Stromverbrauch in den USA. Würden wir unseren Stromverbrauch etwa mit einer Stadt in den USA vergleichen, entspräche er jenem des Ballungsgebiets von Sioux Falls in South Dakota.
Wir haben den Stromverbrauch unserer Büros und Rechenzentren weltweit mit dem Anteil erneuerbarer Energien am jeweiligen Standort multipliziert. Dann haben wir die Gesamtenergie in Kategorien zusammengefasst und angegeben, welcher Teil der Summe erneuerbar war. Für Standorte in den USA stammen unsere Daten zu erneuerbarer Netzenergie aus eGRID von EPA. Für alle anderen Standorte stammen sie von derInternationalen Energieagentur oder von unserem lokalen Dienst.
Die nominale Gesamtkapazität aller unserer Investitionen im Rahmen des Projekts für erneuerbare Energien beträgt über 1,8 GW. Es wird erwartet, dass durch diese Projekte 4,5 Milliarden kWh pro Jahr erzeugt werden – weit mehr Strom, als wir selbst verbrauchen. Diese Strommenge entspricht dem, was mehr als 350.000 Haushalte benötigen. Dabei wird angenommen, dass ein durchschnittlicher Haushalt 12.773 kWh pro Jahr verbraucht [GPE-Rechner].
Rechenzentren verbrauchen Energie für den Betrieb der Einrichtung sowie der Server, die die Arbeit verrichten. Die meisten Rechenzentren verbrauchen fast ebenso viel Energie für Aktivitäten, die nichts mit der eigentlichen Rechenarbeit zu tun haben, z. B. für Kühlung und Energieumwandlung, wie für den Betrieb ihrer Server. Wir bei Google haben diesen "Verwaltungsaufwand" auf nur 13 % verringert.
Außerdem verringern wir den Energieverbrauch unserer Server, indem wir unsere eigenen Server konstruieren, die wir für die vorgesehene Arbeit optimiert haben. Wir haben nicht benötigte Komponenten entfernt, wie z. B. Peripherieanschlüsse und Grafikkarten, und anschließend die erforderlichen Komponenten, wie Stromversorgung, Spannungsregelungsmodule und Sicherungssysteme der Stromversorgung im Hinblick auf Effizienz neu entworfen. Dank der Kombination unserer effizienten Server und Einrichtungen verbrauchen unsere Rechenzentren 50 % weniger Energie als ein typisches Rechenzentrum.
Durch die Kombination aus unserem Mitarbeiter-Shuttle-System und unserer Infrastruktur aus Elektrofahrzeugen kann jedes Jahr auf den Einsatz von ungefähr 3000 Autos verzichtet werden, was etwa 65 Millionen Fahrzeugkilometern entspricht. Unser Shuttle-Programm wird im Jahr 2012 voraussichtlich 1,8 Millionen Fahrten erreichen. Was die CO2-Bilanz betrifft: Die durchschnittliche Fahrstrecke betrug 43 Kilometer [NHTS, 2009], der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch betrug 10,4 l/100 km [Bureau of Transportation, 2010] und der CO2-Gehalt betrug 2,35 kg CO2 pro Liter [EIA]. Dadurch konnte der Ausstoß von über 4700 Tonnen CO2 vermieden werden. Zusammen mit den Auswirkungen unserer Ladestationen für die Elektrofahrzeuge unserer Mitarbeiter wurden durch unsere Transportprogramme über 5400 Tonnen CO2 pro Jahr vermieden.
Für eine einzelne Suche auf Google benötigen unsere Server ungefähr 0,0003 kWh Energie, was den Ausstoß von ungefähr 0,2 g CO2 zur Folge hat. Damit haben 100 Suchen auf Google etwa dieselbe Bilanz wie das Trocknen Ihrer Hände mit einem Elektrotrockner, das Bügeln eines Hemds oder die Herstellung von 1,5 Esslöffeln Orangensaft. Für den Vergleich mit dem Elektrotrockner sind wir von einem gewöhnlichen Elektrotrockner ausgegangen [The Guardian, 08/10]. Die Bilanz für das Bügeln eines Hemds beträgt im Durchschnitt 25 g CO2 [How Bad Are Bananas?: The Carbon Footprint of Everything, 04/11 ]. Die Bilanz für die Herstellung von Orangensaft beträgt 0,899 kg CO2 pro Liter [NYT, 01/09].
Ein YouTube-Stream von 1 Minute führt zum Ausstoß von 0,1 g Kohlendioxid. Damit erfordert das ununterbrochene Streamen von YouTube-Videos über 3 Wochen hinweg etwa ebenso viel Energie wie eine Ladung in der Waschmaschine. Dabei wird angenommen, dass die Wäsche bei 60 °C gewaschen und im kombinierten Wäschetrockner mit einer Bilanz von 3,3 kg getrocknet wird [How Bad Are Bananas?: The Carbon Footprint of Everything, 04/11].
Die CO2-Bilanz eines typischen Gmail-Kontos beträgt pro Jahr ungefähr 1,2 kg CO2. Dies entspricht dem Senden von 6 Briefen mit der Post. Dabei sind wir von typischen 25 g schweren Briefen aus nicht recyceltem Papier ausgegangen, deren Bilanz jeweils 200 g CO2 beträgt. Die Berechnung der CO2-Bilanz beinhaltet die Papierherstellung sowie Druck, Beförderungskosten und Entsorgung der Briefe [How Bad Are Bananas?: The Carbon Footprint of Everything, 04/11].