Wir haben ein umweltfreundliches Transportsystem eingerichtet, das u. a. mit Biodiesel betriebene Shuttle-Busse sowie die größte unternehmenseigene Infrastruktur für das Aufladen von Elektrofahrzeugen in den USA umfasst. Dank unserer Shuttle-Busse können jeden Tag Tausende Google-Mitarbeiter das eigene Auto stehenlassen und so die die Umwelt schonen. Und GFleet – unser Car-Sharing-Programm für Google-Mitarbeiter innerhalb unserer Niederlassung – umfasst die neuste Generation an Elektrofahrzeugen. Wir versuchen, jeden möglichen Grund zu beseitigen, der unsere Mitarbeiter veranlassen könnte, mit einem kraftstoffbetriebenen Auto zur Arbeit zu fahren.
Unsere Shuttle-Busse und GFleet sorgen jährlich für Nettoeinsparungen von mehr als 5400 Tonnen CO2. Das sind ungefähr die Einsparungen, die erreicht werden, wenn 3000 Autos nicht mehr genutzt oder 65 Millionen Fahrzeugkilometer pro Jahr vermieden werden!
Da das Shuttle-Bussystem, mit dem die Pendler zu unseren Büros in der San Francisco Bay Area befördert werden, so praktisch und benutzerfreundlich ist, lassen Google-Mitarbeiter ihre Autos oft zu Hause oder besitzen gar kein Auto. Ungefähr 4500 Google-Mitarbeiter nutzen den Shuttle-Bus täglich für den Weg zur Arbeit und im Jahr 2012 wird unser Shuttle-Programm voraussichtlich 1,8 Millionen Fahrten erreichen.
Neben der äußerst bequemen Beförderung, Standortinformationen in Echtzeit und WLAN verfügen unsere Shuttle-Busse über die saubersten Dieselmotoren, die je gebaut wurden. Google ist das erste und größte Unternehmen mit einer unternehmeneigenen Busflotte, das die Busemissionsstandards der EPA von 2010 übertroffen hat. Die Busse werden mit 5 % Biodiesel betrieben und sind mit Filtersystemen ausgestattet, die viele schädliche Emissionen, einschließlich Stickstoffoxid, beseitigen.
Video: Unsere Flotte aus Elektrofahrzeugen
In den letzten Jahren sind neue Technologien für Elektro- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge auf den Markt gekommen und wir haben uns bemüht, an unserem Hauptsitz in Mountain View eines der fortschrittlichsten unternehmenseigenen Car-Sharing-Programme der USA auf die Beine zu stellen. Dieses Programm namens GFleet dient zwei Zwecken. Erstens bietet es Google-Mitarbeitern eine Transportmöglichkeit mit geringen CO2-Emissionen, wenn sie alternative Transportmöglichkeiten für ihren Weg zur Arbeit nutzen, z. B. Fahrten mit dem Google-Shuttle-Bus, dem Fahrrad oder als Fahrgemeinschaft oder den Weg zu Fuß gehen. Zweitens möchten wir in vielversprechende, neue, nachhaltige Technologien investieren und sie wo immer möglich an unseren Niederlassungen in Pilotprojekten einsetzen.
Zur GFleet gehören Chevrolet Volt, Nissan LEAF, Mitsubishi iMiEV, Ford Focus Electrics, Ford Transit Connect Electrics und Honda Fit EV. Die Google-Mitarbeiter haben mit unserer Flotte aus Elektrofahrzeugen mehr als 350.000 Kilometer zurückgelegt und wir werden Modelle anderen Hersteller hinzufügen, sobald sie erhältlich sind. Um unsere GFleet-Autos zu verbessern, mehr Lademöglichkeiten für Elektroautos fahrende Google-Mitarbeiter zu bieten und noch mehr Google-Mitarbeiter zu ermutigen, auf Elektrofahrzeuge umzusteigen, haben wir uns mit Coulomb Technologies zusammengeschlossen, um die größte unternehmenseigene Infrastruktur für das Aufladen von Elektrofahrzeugen in den USA zu schaffen. Unsere 400 Ladestationen für Elektrofahrzeuge verwenden die aktuellen Level-2-Schnellladegeräte.
Hunderte von Google-Mitarbeitern weltweit kommen zu Fuß, per Fahrrad, Einrad, Skateboard oder Roller und sogar mit dem Kajak zur Arbeit. Das Fahrrad ist ein Transportmittel, das wir sehr unterstützen. Dieses Jahr haben 3000 Google-Mitarbeiter in über 50 Niederlassungen am Google Bike to Work Day teilgenommen. So würdigen wir Fahrrad fahrende Pendler und motivieren andere zur Nutzung dieser Transportmöglichkeit.
Zur Förderung des Pendelns mit Muskelkraft spenden wir basierend darauf, wie oft Google-Mitarbeiter mit dem Fahrrad oder zu Fuß zur Arbeit kommen, für ihre bevorzugten karitativen Projekte. Jedes Mal, wenn Mitarbeiter mit Muskelkraft zur Arbeit kommen, erhalten sie einen digitalen Stempel. Die Stempel werden in US-Dollar umgerechnet, die Google an ein karitatives Projekt nach Wahl des Google-Mitarbeiters spendet. Google-Mitarbeiter können bis zu 140 US-Dollar pro Quartal spenden und mehr als 2000 Google-Mitarbeiter spendeten allein 2011 für fast 1200 karitative Projekte.
Nachhaltig und biologisch in der Region hergestellte, saisonale, wohlschmeckende Lebensmittel. Wir bemühen uns, den Mitarbeitern in allen unseren Niederlassungen weltweit kostenlos gesunde Lebensmittel anzubieten. Durch unser Lebensmittelprogramm teilen wir unseren Mitarbeiter mit, wo und wie die Lebensmittel angebaut und geerntet werden. Wie bei vielen unseren Initiativen zur Unterstützung einer nachhaltigen Arbeitsumgebung ist es auch geschäftlich von Vorteil, sich für die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Mitarbeiter einzusetzen.
Google mag ein globales Unternehmen sein, aber wenn es um Lebensmittel geht, orientieren wir uns lokal. Lokal bedeutet für uns innerhalb von etwa 300 Kilometern von unseren Niederlassungen. Die Lebensmittel sind frischer, wir unterstützen die lokale Wirtschaft und kleine Unternehmen und schonen die Umwelt durch einen geringeren Transportaufwand.
Wir nehmen uns Zeit, um zu erfahren, wie unsere Lieferanten die Lebensmittel herstellen, und wir kaufen oft direkt bei Farmen in der Nähe unserer Niederlassungen ein. Unser Geflügel wird lokal und natürlich aufgezogen und viele unserer Lebensmittel wachsen auf kleinen Farmen wie Alba Organics in Watsonville, Ecopia Farms in Campbell und Knoll Farm in Petaluma. Wir schätzen es auch, dass einige Farmen wie Alba anderen Landwirten zeigen, wie Nahrungsmittel biologisch angebaut werden können. Wir kaufen lokale, biologisch hergestellte Milchprodukte von Straus Family Creamery in Marshall. Lebensmittel wie Kaffee, die nicht innerhalb von 300 Kilometern angebaut werden, aber gewissermaßen unverzichtbar sind, werden so verantwortungsbewusst wie möglich eingekauft. Wir erwerben den Kaffee von vier lokalen Röstereien, die alle bei zertifizierten Fair Trade-Kaffeebauern einkaufen.
Wir haben das Glück, dass unser Hauptfirmensitz im Norden Kaliforniens liegt, wo Biolebensmittel ganzjährig erhältlich sind. Dies macht es für uns einfacher und kostengünstiger, biologisch angebaute und nach dem Prinzip "vom Erzeuger zum Verbraucher" bereitgestellte Lebensmittel zu unterstützen. Wir arbeiten intensiv daran, dieselben Prinzipien der gesundheitsbewussten Ernährung an allen unseren Niederlassungen einzuführen.
Das Google Green Seafood-Pogramm setzt Maßstäbe in Bezug auf das Angebot lokaler, frischer und saisonaler Fische und Meeresfrüchte in unseren Cafeterias. Dieses Programm folgt noch strengeren Richtlinien als jenen, die vom Monterey Bay Aquarium empfohlen werden. Wir schließen uns mit Großhändlern zusammen, um Fische und Meeresfrüchte als Google Green zu kennzeichnen, und maximieren unsere Ausgaben zur Unterstützung lokaler Fischereibetriebe und der lokalen Fischergemeinschaft. Was Wildfisch betrifft, kaufen wir nur bei gut geführten Fischereien ein, die wissenschaftlich vorgeschriebene Fangquoten einhalten. Wir erforschen und finanzieren auch die Aufzucht von Fischen und Meeresfrüchten mit Rücksicht auf die Natur. Unsere ausführlichen Richtlinien zu Fischen und Meeresfrüchten helfen uns, uns darauf zu konzentrieren, wo und wie die Fische gefangen werden und welche Fischarten in unseren Cafeterias angeboten werden. Dies fördert das Umweltbewusstsein der Google-Mitarbeiter und gewährleistet frischere und schmackhaftere Fische und Meeresfrüchte in unseren Cafeterias.
Bei allen unseren Anstrengungen hinsichtlich der Lebensmittelbeschaffung bemühen wir uns gleichzeitig, Verschwendung zu vermeiden:
Datengesteuerter Einkauf: Wir analysieren, was in unseren Cafeterias beliebt ist und was Saison hat, um die richtigen Mengen für erforderliche Zutaten zu bestimmen. Dies hilft uns, Verschwendung zu vermeiden und sicherzustellen, dass wir stets gesunde, vielfältige Mahlzeiten anbieten.
Richtiges Besteck und Geschirr: In unseren Cafeterias verwenden Mitarbeiter im Allgemeinen kein Einmalbesteck und -geschirr. Wenn sie an ihren Schreibtischen essen müssen, können sie das benutzte Geschirr in einer nahe gelegenen Miniküche hinterlassen. Durch diese Vorgehensweise können wir die Verwendung von Wegwerfprodukten deutlich verringern.
Kompostierung und Recycling: Überall in unseren Niederlassungen gibt es klar gekennzeichnete Abfallbehälter für Recycling und Kompostierung und alle Behältnisse und Bestecke zum Mitnehmen sind kompostierbar. 20 % der Cafeteria-Abfälle werden recycelt und der Rest wird kompostiert.
Nicht verbrauchte Lebensmittel spenden: Nicht verbrauchte Lebensmittel gehen an Unterkünfte für Bedürftige in unseren Kommunen, wie z. B. das Homeless Veterans Emergency Housing Shelter und das Shelter Network.
Wir arbeiten intensiv daran, den Google-Mitarbeitern weltweit eine möglichst gesunde und produktive Arbeitsumgebung zu bieten. Dazu betrachten wir Gebäude als lebendige Systeme, integrieren bei der Konstruktion natürliches Licht und saubere Luft, verzichten auf schädliche Chemikalien und verwenden natürliche Ressourcen noch durchdachter. Unser Ansatz steht im Einklang mit unseren Bemühungen um das Entwerfen von Gebäuden, die aus Sicht der lokalen und globalen Ökosysteme nachhaltig sind.
Wir sind der Ansicht, dass eine gesunde Arbeitsumgebung und eine nachhaltige Welt mit Transparenz und Kooperation beginnen. In allgemein verwendeten Baumaterialien wird eine überraschend hohe Zahl von Chemikalien eingesetzt, ohne dass vorher ihre Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit untersucht wurden. Wir haben viele dieser Chemikalien in unseren Gebäuden vermieden und verwenden nur Farben, Dichtungsmittel, Klebstoffe, Teppiche und Möbel mit den geringsten Mengen an flüchtigen organischen Verbindungen und Formaldehyd. Wir vermeiden außerdem giftige Elemente wie Blei und Quecksilber. Wir suchen aktiv nach nachhaltigen Materialien, die lokal hergestellt werden, einen hohen Anteil an Recycling-Material enthalten und biologisch abbaubar sind.
In den Google-Niederlassungen weltweit unterwerfen wir alle Baumaterialien einem strengen Prüfprozess, um festzustellen, ob sie unseren Standards für gesundes Bauen entsprechen, und kaufen dann jene Materialien, die unsere strengen Kriterien am besten erfüllen.
Wir erwarten von unseren Anbietern volle Transparenz. Sie müssen uns für jeden Punkt der Versorgungskette umfassende Informationen zu den Produktbestandteilen bereitstellen.
Bei Produkten, die in Nordamerika verkauft werden, müssen die Anbieter diese Informationen außerdem über das Pharos Project, ein Open-Source-Materialbewertungssystem, bereitstellen. Dadurch stehen diese Informationen allen anderen Pharos-Mitgliedern zur Verfügung, die ein Wohn-, Büro- oder Wirtschaftsgebäude errichten oder umbauen möchten, und noch mehr Menschen können informierte Produktentscheidungen treffen.
Wir arbeiten mit Forschungseinrichtungen, Regierungbehörden und öffentlichen Organisationen zusammen und nutzen öffentlich verfügbare Datenquellen wie z. B. die EPA-Liste "Chemicals of Concern" und die Rote Liste von Living Building Challenge, um uns darüber zu informieren, welche Materialien vermieden werden sollten. Google war außerdem einer der ersten Unterstützer der Health Product Declaration, dem ersten offenen Meldestandard für Produktinhalte und zugehörige Gesundheitsinformationen bei Baumaterialien. Jeden Tag kommen wir unserem Ziel, alle bekannten Giftstoffe in unseren Gebäuden zu 100 % zu vermeiden, einen weiteren Schritt näher.
Zusätzlich zu unseren Bemühungen um die Schaffung gesunder Arbeitsumgebungen verfolgen wir Konstruktions- und Betriebsstrategien zur Verringerung des Energie- und Wasserverbrauchs. Wir setzen alles daran, für die Beheizung, Kühlung und Beleuchtung unserer Büros – und für die Stromversorgung unserer Computer – so wenig Energie wie möglich zu verbrauchen. Wir kaufen Büromaterialien mit dem Umweltzeichen Energy Star bzw. äquivalenten Zertifizierungen in anderen Ländern und nutzen hochentwickelte Gebäudesteuerungstechnologien, damit die Systeme nur dann aktiv sind, wenn sie tatsächlich benötigt werden. Wir haben auf unseren Dächern Solarmodule für die Stromerzeugung und Warmwassergewinnung installiert, bereiten Wasser vor Ort für die Wiederverwendung auf und verwenden aufbereitetes städtisches Abwasser für andere Zwecke, wie z. B. zum Spülen der Toiletten und zur Grünflächenbewässerung.
Um Ziele und Maßstäbe beim Bauen zu setzen, nutzen wir oft bewährte Branchenkonzepte wie z. B. das Zertifizierungsprogramm Leadership in Energy and Environmental Design (LEED) des US Green Building Council sowie Living Building Challenge. Außerdem haben wir ein internes Programm namens "Sustainable Pursuit" geschaffen, das auf dem beliebten Spiel ums Allgemeinwissen und dem LEED-Programm basiert, um den Betrieb unserer Gebäude zu messen und zu verbessern.
Teams in Google-Niederlassungen weltweit wetteifern um Punkte für die Umweltfreudlichkeit ihres Standorts. Über dieses Programm arbeitet unser Real Estate & Workplace Services Green-Team eng mit Verwaltungsmanagern in Google-Niederlassungen weltweit zusammen, um innovative, lokal angemessene Strategien zur Verringerung von Abfällen, zur Einsparung von Energie und Wasser und zur Verbesserung der Umgebungsqualität innerhalb der Gebäude umzusetzen. Wir legen zudem großen Wert darauf, Neuerungen von Teams zu dokumentieren und weiterzugeben, damit dieses Wissen von allen Google-Teams genutzt werden kann.
Zu den Höhepunkten unserer Bemühungen zählen die folgenden Projekte:
Solarenergie und moderne Gebäudesteuerung in Mountain View, Kalifornien: Unsere 1,7-MW-Solaranlage stellt ungefähr 30 % des maximalen Energiebedarfs der Gebäude bereit, die von ihr versorgt werden, und wir haben ein Gebäudeverwaltungssystem eingerichtet, das den Energieverbrauch der gesamten Niederlassung überwacht und steuert.
Wasseraufbereitung in Hyderabad, Indien, und Sydney, Australien: In Hyderabad werden pro Jahr ungefähr 1500 Kubikmeter Abwasser aufbereitet und in Brauchwassersystemen z. B. zum Spülen von Toiletten und zur Grünflächenbewässerung wiederverwendet. Ähnlich wird in unserer Niederlassung in Sydney, die kürzlich die Green Star-Zertifizierung vom Green Building Council of Australia erhielt, Abwasser aufbereitet und zum Spülen von Toiletten und zur Grünflächenbewässerung genutzt.
Effiziente Beheizung und Kühlung in Zürich, Schweiz: Eine Klimaanlage mit Kühlkonvektoren benötigt deutlich weniger Energie zur Regelung der Raumtemperatur und ist gleichzeitig platzsparender als herkömmliche Systeme.
Verringerung des Energieverbrauchs in New York: Wir haben Unterzähler zur Messung des Energieverbrauchs kleiner Arbeitsteams installiert. Anschließend fand ein Wettbewerb zwischen diesen Teams statt und innerhalb eines Monats ging der Energieverbrauch um 10 % zurück.
Globale LEED-Zertifizierung unserer Gebäude: Bei uns laufen 14 LEED-zertifizierte Projekte und weitere Hundertausende Quadratmeter sind dafür vorgesehen. Wir verfügen außerdem über eine Green Star-Zertifizierung, das LEED-Äquivalent in Australien. In unserer Niederlassung in San Francisco arbeiten wir zum Beispiel mit unserem Vermieter zusammen, um die Effizienz der Klimaanlage zu erhöhen – eine der Strategien, durch die die Niederlassung die LEED Gold-Zertifizierung erreichen konnte. Wir sind außerdem stolz darauf, als Erste in Mountain View die LEED Platinum-Zertifizierung (die höchstmögliche Zertifizierungsstufe) sowie die erste veröffentlichte LEED-Projektzertifizierung für gewerblich genutzte Innenräume in Argentinien erhalten zu haben.