Websites mit Spam-Inhalten versuchen, sich an die Spitze der Suchergebnisse zu tricksen, indem sie Techniken wie sich ständig wiederholende Keywords verwenden, Links kaufen, die PageRank weitergeben, oder unsichtbaren Text einfügen. Das hat negative Auswirkungen auf die Suche, da themenrelevante Websites dabei untergehen, und es ist auch schlecht für Inhaber legitimer Websites, da deren Websites schwieriger zu finden sind. Die gute Nachricht ist, dass die Algorithmen von Google den Großteil der Spam-Inhalte erkennen und automatisch abwerten. Für den übrigen Spam haben wir Teams, die Websites manuell überprüfen.

Identifikation von Spam

Spam-Websites gibt es in allen möglichen Variationen. Einige Websites enthalten automatisch generierte unsinnige Inhalte, die unmöglich zu entziffern sind. Es gibt aber natürlich auch Websites mit subtileren Spam-Techniken. Im Folgenden finden Sie einige Beispiele für "reinen Spam". Dabei handelt es sich um die Websites mit den aggressivsten Spam-Techniken. In diesem Live-Stream von Spam-Screenshots sehen Sie Spam, den wir manuell identifiziert und vor Kurzem aus den Suchergebnissen entfernt haben.

* Wir haben einige pornografische Inhalte und Malware aus diesem Demo entfernt. Bei den restlichen Inhalten handelt es sich jedoch um einen ungefilterten Stream von Beispielen in englischer Sprache für Entfernungen der Kategorie "Reiner Spam".

Arten von Spam

Neben den oben erwähnten Spam-Sorten gibt es noch weitere Arten von Spam, die wir erkennen und gegen die wir vorgehen.

Cloaking und irreführende Weiterleitungen

Die Website scheint entweder Cloaking einzusetzen (d. h. Nutzern und Suchmaschinen werden jeweils unterschiedliche Inhalte angezeigt) oder sie leitet Nutzer nicht zu der Seite weiter, die Google erkannt hat.

Gehackte Website

Einige Seiten auf dieser Website wurden eventuell von Dritten gehackt, um Spam oder Links anzuzeigen. Website-Inhaber sollten unverzüglich Maßnahmen ergreifen, um Spam zu entfernen und alle Sicherheitslücken zu beheben.

Verborgender Text und überflüssige Keywords

Einige Seiten enthalten möglicherweise verborgenen Text und/oder überflüssige Keywords.

Geparkte Domains

Geparkte Domains sind Platzhalter-Websites mit wenig eigenem Inhalt, daher nimmt Google diese Domains in der Regel auch nicht in die Suchergebnisse auf.

Reiner Spam

Die Website verwendet scheinbar aggressive Spam-Techniken wie automatisch generierte unsinnige Inhalte, Cloaking und von anderen Websites kopierte Inhalte bzw. andere Praktiken, die wiederholt oder massiv gegen die Richtlinien für Webmaster von Google verstoßen.

Spam von kostenlosen Hosting- und Dynamic DNS-Anbietern

Die Website wird von einem kostenlosen Hosting-Dienst oder einem dynamischen DNS-Anbieter betrieben, der einen erheblichen Anteil an Spam-Inhalten enthält.

Inhalte von geringer Qualität mit geringem oder gar keinem Mehrwert

Die Website scheint aus Seiten von geringer Qualität ohne nützliche Inhalte zu bestehen, die Nutzern keinen großen Mehrwert bieten, beispielsweise Partnerseiten ohne eigene Inhalte, Brückenseiten, "Cookie-Cutter"-Websites und automatisch generierte oder kopierte Inhalte.

Künstliche Links von einer Website

Google hat auf dieser Website künstliche, betrügerische oder manipulative externe Links entdeckt. Dies ist möglicherweise auf den Verkauf von Links, die PageRank weitergeben, oder eine Teilnahme an Linktauschprogrammen zurückzuführen.

Künstliche Links zu einer Website

Google hat unnatürliche, betrügerische oder manipulative Links erkannt, die auf die Website verweisen. Dies ist möglicherweise auf den Kauf von Links, die PageRank weitergeben, oder eine Teilnahme an Linktauschprogrammen zurückzuführen.

Nutzergenerierter Spam

Die Website enthält offenbar durch den Nutzer generierten Spam. Die problematischen Inhalte können auf Forenseiten, in Gästebucheinträgen oder Nutzerprofilen erscheinen.

Manuelle Maßnahmen

Unsere Algorithmen erfassen die überwiegende Mehrheit des Spams, wir setzen für Spam jedoch auch manuelle Maßnahmen ein, um Auswirkungen auf die Qualität der Ergebnisse zu verhindern. In dieser Grafik wird die Anzahl der Domains je nach Spam-Typ angezeigt, für die bereits manuelle Maßnahmen vorgenommen wurden. Die Zahlen wirken auf den ersten Blick hoch, aber das Web ist auch sehr umfangreich. Eine vor Kurzem erstellte Momentaufnahme unseres Index zeigte, dass etwa 0,22 % der Domains manuell zum Entfernen gekennzeichnet wurden.

Manuelle Maßnahmen pro Monat

Meilensteine bei der manuellen Spam-Bekämpfung

Februar 2005

Wir erweiterten unser Team zur Spam-Bekämpfung mit einem neuen Google-Büro in Hyderabad, Indien.

März 2005

Wir erweiterten unser Team zur Spam-Bekämpfung mit einem neuen Google-Büro in Dublin.

April 2006

Wir erweiterten unser Team zur Spam-Bekämpfung mit einem neuen Google-Büro in Tokio.

Juni 2006

Wir erweiterten unser Team zur Spam-Bekämpfung mit einem neuen Google-Büro in Peking.

Oktober 2007 – Alt

Im Herbst des Jahres 2007 ändern wir unser Klassifizierungssystem dahingehend, dass die Daten jetzt nach der Art des Webspam-Verstoßes strukturiert werden. Daraus ist dieses Diagramm entstanden. Maßnahmen, die im neuen System nicht entsprechend kategorisiert werden konnten, werden im neuen System in der Kategorie "Alt" zusammengefasst. Wir ergreifen weiterhin Maßnahmen gegen Spam-Sorten wie Partnerseiten ohne eigenen Inhalt oder Cloaking, diese älteren Daten sind jedoch nicht nach Spam-Art strukturiert.

Oktober 2009 – Unnatürliche Links von Ihrer Website

Dank Verbesserungen unseres Systems konnten wir die Anzahl der Maßnahmen bei Websites mit unnatürlichen ausgehenden Links verringern.

November 2009 – Gehackte Websites

Wir verzeichneten einen Anstieg bei den gehackten Websites und leiteten deswegen zusätzliche Schritte ein, um Auswirkungen auf die Suchergebnisse zu vermeiden.

Februar 2011 – Freehosts und dynamische DNS-Anbieter, die überwiegend Spam hosten

Wir beginnen, bei kostenlosen Hosting-Diensten und dynamischen DNS-Anbietern verstärkt eine Richtlinie zur Ergreifung von Maßnahmen durchzusetzen, wenn der Großteil der Websites und Seiten gegen unsere Richtlinien für Webmaster verstößt. Damit können wir unsere Nutzer vor Spam schützen, wo Maßnahmen für einzelne Spam-Konten nicht praktikabel sind.

Oktober 2011 – Cloaking und/oder irreführende Weiterleitungen

Wir ändern unser Klassifizierungssystem dahingehend, dass die meisten Cloaking-Vorgänge oder irreführenden Weiterleitungen jetzt als "Reiner Spam" eingestuft werden. Maßnahmen im Zusammenhang mit weniger schwerwiegenden Verstößen werden weiterhin separat gekennzeichnet.

Oktober 2011 – Geparkte Domains

Wir schränkten unsere Bemühungen zur manuellen Identifizierung geparkter Domains aufgrund von verbesserten Algorithmen zur Erkennung dieser Websites ein.

April 2012

Wir aktualisieren den Algorithmus mit dem Codenamen Penguin, der das Ranking von Websites herabsetzt, die Webspam-Techniken verwenden.

Benachrichtigung von Website-Inhabern

Wenn wir für eine Website manuelle Maßnahmen vornehmen, versuchen wir Website-Inhaber darauf aufmerksam zu machen, um sie dabei zu unterstützen, die Probleme der Website zu lösen. Wir möchten, dass Website-Inhaber alle notwendigen Informationen haben, um ihre Websites zu bereinigen. Daher haben wir im Laufe der Zeit viele Ressourcen in die Kommunikation mit Webmastern investiert. Das folgende Diagramm zeigt die Anzahl der Spam-Benachrichtigungen, die über die Webmaster-Tools an Website-Inhaber gesendet wurden.

Nachrichten pro Monat

Kommunikation mit Webmastern

Mai 2007

Früher haben wir Benachrichtigungen nur per E-Mail versendet. Im Jahr 2007 berichten Webmaster jedoch darüber, gefälschte Benachrichtigungen zu Verstößen gegen die Richtlinien für Webmaster erhalten zu haben. Wir setzen die Benachrichtigungen aus diesem Grund vorübergehend aus, bis wir ein neues Benachrichtigungssystem entwickelt haben.

Juli 2007

Nachdem das Versenden von Benachrichtigungen aufgrund von E-Mail-Fälschungen im Mai 2007 eingestellt wurde, können mit der Einführung des Nachrichten-Centers in den Webmaster-Tools im Juli 2007 wieder Benachrichtigungen gesendet werden.

März 2010

Wir führen ein neues Benachrichtigungssystem ein, über das wir im Fall von Spam-Funden einfacher Nachrichten an das Nachrichten-Center in den Webmaster-Tools senden können. Die erste Spam-Kategorie in diesem neuen System ist Gehackte Websites.

Juli 2010

Durch einen Fehler in unserem Benachrichtigungssystem für gehackte Websites wurden weniger Nachrichten zu gehackten Websites versendet.

November 2010

Wir führten ein Upgrade unseres Benachrichtigungssystems durch. Hierdurch konnten wir den Fehler bei Benachrichtigungen zu gehackten Websites beheben und probeweise damit beginnen, Nachrichten zu weiteren Spam-Arten wie etwa unnatürlichen Links von einer Website zu versenden.

Februar und März 2011

Wir weiten die Benachrichtigung aus, um zusätzliche Typen von unnatürlichen Links zu einer Website abzudecken.

Juni 2011

Wir erhöhten die Anzahl der Sprachen, in denen wir Nachrichten versenden.

September 2011

Wir änderten unser Klassifizierungssystem für Spam. Während wir Meldungen für neue Kategorien erstellten und übersetzten, wurden Nachrichten für einige Spam-Kategorien nicht gesendet.

November 2011

Durch einen Fehler in unserem Benachrichtigungssystem für gehackte Websites wurden weniger Nachrichten zu gehackten Websites versendet.

Dezember 2011

Wir erweiterten die Kategorien für Spam-Benachrichtigungen um reinen Spam und Inhalte minderer Qualität.

Februar 2012

Der Fehler bei den Benachrichtigungen zu gehackten Websites wurde behoben.

Feedback

Manuelle Maßnahmen halten nicht ewig vor. Website-Inhaber, die den Spam von ihrer Website entfernt haben, können uns auffordern, die Website erneut zu überprüfen, indem Sie einen Antrag auf erneute Überprüfung einreichen. Wir bearbeiten alle Anträge auf erneute Überprüfung, die wir erhalten, und teilen den Website-Inhabern den Bearbeitungsstatus mit.

Bisher waren die meisten Websites, die Anträge auf erneute Überprüfung einreichten, nicht tatsächlich von manuellen Spam-Maßnahmen betroffen. Oft handelte es sich lediglich um die natürlichen Schwankungen beim Online-Traffic, eine algorithmische Veränderung oder ein technisches Problem, das Google am Zugriff auf die Inhalte einer Website hinderte. Dieses Diagramm zeigt die wöchentliche Anzahl von Anträgen auf erneute Überprüfung seit 2006.

Anträge auf erneute Überprüfung pro Woche

Wichtige Ereignisse bei Anträgen auf erneute Überprüfung

Dezember 2006

Aufgrund eines Fehlers konnten wir Anträge auf erneute Überprüfung etwa eine Woche lang nicht ordnungsgemäß speichern. Am 25. Dezember sendeten wir Anträge zu Websites, die von dem Fehler betroffen waren. Deswegen kam es zu Jahresende zu einem geringfügigen Mehraufkommen.

Mai/Juni 2007

Viele Webmaster erhalten gefälschte Benachrichtigungen bezüglich Verstößen gegen die Richtlinien für Webmaster, was eine ungewöhnlich hohe Zahl von Anträgen auf erneute Überprüfung nach sich zieht.

Dezember 2007

Die Anzahl der von Webmastern zum Jahresende gesendeten Anträge auf erneute Überprüfung sinkt von Jahr zu Jahr.

April 2009

Wir veröffentlichen ein Video mit Tipps, wie man einen Antrag auf erneute Überprüfung stellt.

Juni 2009

Wir beginnen mit der Beantwortung von Anträgen auf erneute Überprüfung, um den Webmastern mitzuteilen, dass ihre Anträge bearbeitet wurden.

Oktober 2010

Wir aktualisieren unser Benachrichtigungssystem und beginnen, mehr Nachrichten zu senden.

April 2011

Wir führen den Panda-Algorithmus weltweit ein. Zuvor reichten Websites Anträge auf erneute Überprüfung oft bei Traffic-Änderungen ein, die nicht mit manuellen Maßnahmen zusammenhingen.

April bis September 2011

Wir beginnen, Antworten mit mehr Informationen über die Resultate von Anträgen auf erneute Überprüfung zu senden.

Juni 2012

Wir begannen mit dem Senden von Nachrichten für ein breiteres Spektrum von Problemen mit Webspam. Nun senden wir Benachrichtigungen bei allen manuellen Maßnahmen des Webspam-Teams, die das Ranking einer Website in den Websuchergebnissen direkt beeinflussen können.