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Nutzererfahrung bei Google

Unsere Ziele

Das Google User Experience Team arbeitet an Designs, die nützlich, schnell, einfach, ansprechend, innovativ, universell, rentabel, attraktiv, vertrauenswürdig und individuell anpassbar sind. Eine harmonische Balance dieser zehn Prinzipien zu erzielen, ist eine ständige Herausforderung. Ein Produkt, das diese Balance hält, ist ein echtes Google-Produkt, das weltweit Anklang findet und gerne genutzt wird.

Die zehn Google-Prinzipien für eine positive Nutzererfahrung

  1. Focus on people–their lives, their work, their dreams.
    Das Google User Experience Team versucht, die tatsächlichen Bedürfnisse der Nutzer zu identifizieren. Dazu gehören auch Bedürfnisse, die die Nutzer nicht immer konkret formulieren können. Anhand dieser Informationen entwickelt Google Produkte, die die Probleme des Alltags zu lösen helfen und die Kreativität einer breiten Nutzergruppe fördern. Unsere Produkte sollen die Menschen nicht bloß bei einzelnen Aufgaben unterstützen, sondern ihnen wirklich das Leben erleichtern.

    Das oberste Ziel eines gut konzipierten Google-Produkts ist es, den Nutzern den Alltag zu erleichtern. Unsere Produkte sollen die Nutzer nicht mit ausgefallener Technologie oder visuellem Design beeindrucken – auch wenn sie möglicherweise über beides verfügen. Ein gutes Produkt nötigt Nutzer nicht dazu, Funktionen zu verwenden, die sie nicht brauchen, sondern bietet Interessierten die Möglichkeit, Neues auszuprobieren. Es mischt sich nicht in persönliche Angelegenheiten ein, sondern öffnet Türen für Nutzer, die die Informationen der Welt erkunden, schneller und kreativer arbeiten oder Ideen mit Freunden oder der Welt teilen möchten.

  2. Jede Millisekunde zählt.
    Nichts ist für die Menschen so wertvoll wie ihre Zeit. Google-Seiten werden dank eines verschlankten Codes und sorgsam ausgewählter Bilddateien schnell geladen. Die wichtigsten Funktionen und Textinhalte befinden sich dort, wo sie am schnellsten gefunden werden. Auf unnötige Klicks, Eingaben und Schritte wird verzichtet. Google-Produkte fragen nur ein Mal nach einer bestimmten Information und bieten intuitive Standardeinstellungen. Funktionsabläufe greifen nahtlos ineinander.
    Geschwindigkeit ist nicht nur ein Segen für die Nutzer, sondern auch ein Wettbewerbsvorteil, den Google ohne guten Grund nicht aufgibt.
  3. Einfachheit ist effektiv.
    Ein gutes Design zeichnet sich durch Einfachheit aus, zum Beispiel im Hinblick auf Nutzerfreundlichkeit, Geschwindigkeit, visuelle Darstellung und Barrierefreiheit. Einfachheit beginnt bei den Grundfunktionen eines Produkts. Google möchte keine Produkte mit möglichst vielen Funktionen entwickeln, sondern nur die Funktionen anbieten, die unsere Nutzer für ihre Ziele benötigen. Im Idealfall sind auch die komplexesten Produkte übersichtlich und leistungsstark zugleich.

    Die Google-Teams wägen genau ab, ob sie das Prinzip der Einfachheit für eine weniger wichtige Funktion aufgeben. Unser Ziel ist es, Produkten eine neue Richtung zu geben, statt nur ihre Funktionen zu erweitern.

  4. Neueinsteiger unterstützen und erfahrene Nutzer begeistern.
    Ein Design für eine breite Zielgruppe zu entwickeln, bedeutet nicht, sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zu einigen. Die besten Google-Designs wirken zwar oberflächlich gesehen relativ einfach, bieten jedoch leistungsstarke und einfach zugängliche Funktionen. Unser Ziel ist es, sowohl Einsteiger mit einer großartigen Ersterfahrung zu beeindrucken, als auch erfahrene Nutzer anzusprechen, die das Produkt aufgrund ihrer positiven Erfahrung weiterempfehlen.

    Ein gut konzipiertes Google-Produkt ist offen für Neueinsteiger, bietet wenn nötig Hilfe und ermöglicht eine mühelose und intuitive Nutzung der wichtigsten Funktionen. Ein schrittweises Angebot erweiterter Funktionen ermutigt die Nutzer, das Produkt auf noch vielfältigere Weise zu verwenden. Google bietet bei Bedarf auch praktische Funktionen für Nutzer mit komplexeren Ansprüchen, zum Beispiel für diejenigen, die über verschiedene Geräte und Computer auf Daten zugreifen, online und offline arbeiten oder sich mehr Speicherplatz wünschen.

  5. Mut zu Innovationen.
    Ein einheitliches Design bildet die Grundlage von Google-Produkte, vermittelt den Nutzern Sicherheit und beschleunigt die Interaktion. Der entscheidende Unterschied zwischen einem durchschnittlichen und einem guten Design ist ein gewisses Maß an Fantasie und Kreativität.

    Google unterstützt innovative, gewagte Designs, sofern diese auf die Bedürfnisse unserer Nutzer zugeschnitten sind. Unsere Teams experimentieren immer wieder mit neuen Ideen. Statt bloß die Funktionen vorhandener Produkten zu kombinieren, sucht Google nach ganz neuen Konzepten.

  6. Ein Design für die ganze Welt.
    Das World Wide Web hat den Menschen auf der ganzen Welt das Internet eröffnet. So entdecken beispielsweise viele Nutzer die Google-Produkte unterwegs auf ihrem Mobilgerät und nicht vom heimischen PC aus. Unser Ziel ist es, Produkte zu entwickeln, die kontextrelevant sind und über nutzerorientierte Medien und Methoden zugänglich sind. Google unterstützt falls möglich auch langsamere Verbindungen und ältere Browser und lässt den Nutzer entscheiden, in welcher Bildschirm- und Schriftgröße er Informationen anzeigen möchte und wie er Informationen eingeben möchte (intelligente Anfragenanalyse). Das User Experience-Team untersucht die wichtigsten Unterschiede bei den Nutzererfahrungen weltweit und versucht, die richtigen Produkte für jede Zielgruppe, jedes Gerät und jede Kultur zu konzipieren. Mit einer einfachen Übersetzung oder einer "Graceful Degradation" von Funktionen werden die Bedürfnisse der Nutzer nicht erfüllt.

    Google arbeitet darüber hinaus intensiv an der Verbesserung der Zugänglichkeit und der Eingabehilfen für seine Produkte. Wir wünschen uns einfache Produkte für alle und unser Unternehmensziel, die Informationen der Welt universell zugänglich zu machen, erfordert Produkte, die Hilfstechnologien unterstützen und allen Nutzern, auch Nutzern mit körperlichen und geistigen Behinderungen, eine angenehme Erfahrung bieten.

  7. Produktplanung, die auf den langfristigen Nutzen zielt und nicht auf den schnellen Gewinn.
    Google-Produkte, mit denen Geld verdient werden kann, müssen gleichzeitig auch nutzerfreundlich sein. Zum Erreichen dieses ambitionierten Ziels arbeiten unsere Designer mit den Produktteams zusammen, um geschäftliche Überlegungen und die Bedürfnisse der Nutzer unter einen Hut zu bringen. Unsere Teams achten darauf, dass Anzeigen relevant, nützlich und klar als Anzeigen erkennbar sind. Google wahrt darüber hinaus die Interessen von Inserenten und anderen, die ihren Lebensunterhalt über Google verdienen.

    Google versucht nicht, ein Produkt umsatzkräftiger zu machen, wenn hierdurch die Anzahl der Google-Nutzer sinken würde. Sollte ein Konzept zwar rentabel sein, den Nutzern aber nicht gefallen, muss es überarbeitet werden. Nicht jedes Produkt muss Geld bringen und keines darf dem Geschäft abträglich sein.

  8. Das Auge erfreuen, ohne vom Wesentlichen abzulenken.
    Wenn der erste Gedanke von Nutzern beim Anblick eines Google-Produkts "Das sieht ja toll aus!" lautet, ist dies ein Erfolg für unser Team. Ein positiver erster Eindruck gibt Nutzern Sicherheit, vermittelt ihnen, dass das Produkt zuverlässig und professionell ist, und ermutigt sie, es zu nutzen bzw. zu kaufen.

    Für die meisten Google-Produkte ist ein minimalistisches Design sinnvoll, da eine aufgeräumte und übersichtliche Oberfläche schnell geladen wird und den Nutzer nicht unnötig ablenkt. Visuell ansprechende Bilder, Farben und Schriften müssen gegenüber dem Bedarf an Geschwindigkeit, übersichtlichem Text und einfacher Navigation abgewogen werden. Das Prinzip der "einfachen Eleganz" ist dennoch nicht für jedes Produkt geeignet. Die Zielgruppe und der kulturelle Kontext spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Das visuelle Design eines Google-Produkts muss ansprechend sein und die Nutzung vereinfachen.

  9. Dem Vertrauen der Nutzer gerecht werden.
    Gutes Design kann deutlich dazu beitragen, Vertrauen bei den Nutzern der Google-Produkte zu schaffen. Der Aufbau von Vertrauen beginnt mit grundlegenden Elementen – indem wir beispielsweise sicherstellen, dass die Benutzeroberfläche effizient und professionell ist, Handlungen leicht rückgängig gemacht werden können, Anzeigen klar als solche erkennbar sind, immer dieselbe Terminologie verwendet wird und die Nutzer nie böse Überraschungen erleben. Darüber hinaus sind Google-Produkte offen für die Umwelt, indem sie Links zu Wettbewerbern enthalten und die Nutzer zum aktiven Mitwirken aufrufen, etwa bei Community-Karten oder iGoogle-Gadgets.

    Eine größere Herausforderung ist es, unseren Respekt für das Recht der Nutzer zur Kontrolle ihrer eigenen Daten zu verdeutlichen. Google legt offen, wie Informationen verwendet werden und wie sie (falls überhaupt) an Dritte weitergegeben werden, sodass Nutzer sachkundige Entscheidungen treffen können. Unsere Produkte warnen Nutzer vor Gefahren wie unsicheren Verbindungen, Handlungen, die die Nutzer anfällig für Spam machen können, oder der Möglichkeit, dass außerhalb von Google weitergeleitete Daten an anderen Stellen gespeichert werden können. Je größer Google wird, desto wichtiger ist es, dass wir an unserem Grundprinzip festhalten, niemandem zu schaden.

  10. Produkte mit Persönlichkeit.
    Bei Google arbeiten viele verschiedene Persönlichkeiten und auch unsere Designs haben Persönlichkeit. Unsere Text- und Design-Elemente sind freundlich, ungewöhnlich und smart –·nicht langweilig, engstirnig oder arrogant. Unsere Texte sprechen die Nutzer direkt an und bieten die gleiche praktische, informelle Unterstützung, die man auch einem Nachbarn anbieten würde. Bei anderen Design-Elementen, insbesondere, wenn es um das Geld unserer Nutzer geht oder wichtige Informationen benötigt werden, treten der Spaß und die Persönlichkeit jedoch in den Hintergrund.

    Google ist nicht allwissend und unsere Designs sind nicht perfekt. Daher sind wir dankbar für jede Art von Feedback zu unseren Produkten. Bei der Umsetzung der Design-Prinzipien sucht das Google User Experience-Team für jedes Produkt nach der innerhalb des gegebenen Zeitrahmens optimalen Lösung. Dieser Entwicklung folgt dann ein Zyklus der Prüfung, Innovation und Verbesserung.