Meinungsfreiheit und ihre Grenzen

Meinungsfreiheit ist eine wichtige Stütze einer freien und demokratischen Gesellschaft und das Internet ist ein besonderer Ort zur gesellschaftlichen Teilhabe für alle Menschen.

Nicht aktzeptabel jedoch sind Hassreden, die eine Gruppe aufgrund von Rasse oder ethnischer Herkunft, Religion, Behinderung, Geschlecht, Alter, Veteranenstatus oder sexueller Orientierung/Geschlechtsidentität angreifen oder erniedrigen. Nutzen Sie die Meldefunktion in YouTube, Google+ oder Blogger, wenn Sie Inhalte finden, die diskriminierend, beleidigend oder rassistisch sind.

Tipps von unseren Partnern

NO-NAZI.NET

Was machen Neonazis im Netz?

Neonazis verbreiten ihre hasserfüllte Ideologie über Wortbeiträge in Kommentaren, mit professionellen Videos, rechter Musik und tragen zur scheinbaren Normalisierung von Menschenfeindlichkeit bei.

Neonazis vernetzen sich online untereinander, suchen neue Kontakte, bilden Gruppen, mobilisieren für Veranstaltungen und fördern internationale Netzwerke. Sie bedrohen Andersdenkende oder Anderslebende und zeigen starke Präsenz. Neonazis haben früh das Potential des Internets erkannt und sind auf Videoplattformen, mit eigenen Websites/Blogs und in sozialen Netzwerken aktiv, dies zum Teil sehr professionell, mit unterschiedlichen Auftrittsformen und nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Über speziell aufgebaute Angebote versuchen Rechtsextreme vor allen Dingen politisch noch nicht gefestigte Nutzerinnen und Nutzer zu erreichen. Mit neonazistischen Kampagnen und WebTV-Sendern sollen Aufmerksamkeit und Zustimmung, mit humorvollen Angeboten Interesse und Sympathie erzeugt werden. Dabei besetzen Neonazis häufig emotionale Themen wie Kindesmissbrauch, Umweltschutz, Heimat oder Debatten um Meinungsfreiheit. Sie zelebrieren so ihre eigene Weltanschauung und versuchen Schwankende zu überzeugen.

Warum ist es ein Problem, wenn Neonazis im Netz aktiv sind?

Neonazistische Inhalte können in einem Umfeld präsentiert werden, das zunächst keinen Rechtsextremismus zeigt – zwischen Hobbies und Familienbildern. So wirkt Neonazismus wie eine harmlose private Vorliebe und die Gefahren bleiben verschleiert. Neonazistische, rassistische, antisemitische Argumente scheinen „normaler“, wenn sie überall stehen und ihnen nicht widersprochen wird. Nicht-rechte User/innen werden durch Präsenz oder Attacken der Neonazis, Rassist/innen, Antisemit/innen oder Islamfeind/innen eingeschüchtert. Ziel ist das Anwerben weiterer Sympathisant/innen – nirgendwo ist der Kontakt so einfach. Denn Neonazis verfolgen eine Wortergreifungsstrategie: Sie wollen Meinung bilden und mit Menschenfeindlichkeit punkten. Sie sorgen für eine schnelle Weiterverbreitung von rassistischen Inhalten – die dann weiterverteilt von anderen User/innen ohne neonazistischen Kontext akzeptabler erscheinen. Der Austausch mit Gleichgesinnten steigert das Selbstbewusstsein der neonazistischen Szene und suggeriert Spaß am rechtsextremen Lifestyle.

Wie erkennt man Neonazis im Netz?

Hinweise auf eine neonazistische, rassistische, antisemitische oder andere menschenfeindliche Gesinnung können sich überall finden, z.B. im Profilbild durch einschlägige Kleidung und entsprechende Buttons am Bild oder durch Profilnamen mit Zahlencodes oder passenden Szene-Ausdrücken, die stets neu entstehen, um nicht sofort erkannt zu werden: Verbotene Symbole wie Hakenkreuz, SS-Totenkopf, Gauwinkel und die Reichskriegsfahne werden abgewandelt, Bezüge zu Gruppen und Organisationen des Nationalsozialismus wie „GruSS“ = SS/Schutzstaffel, Zahlencodes wie 18 für Adolf Hitler, 88 für Heil Hitler, 28 für das internationale Neonazi-Netzwerk "Blood & Honour" oder 168:1 für den Anschlag eines Neonazis in Oklahoma, bei dem 168 Menschen ums Leben kamen, hergestellt. Oft lassen sich Neonazis durch ihre Profilangaben zu rechtsextremen Bands, Parteien, Organisationen, Veranstaltungen oder ihre Unterstützung von Internet-Kampagnen gegen Kindesmissbrauch, gegen den Euro, für Umweltschutz, Heimat oder gegen „Multikulti-Wahn“ entlarven. Häufig lassen sich Slogans und Zitate – gern von „unverdächtigen“ Autor/innen, die im Nazi-Sinn uminterpretiert werden, auf Neonazi-Profilen entdecken.

Was kann man gegen Hassrede & Nazi-Propaganda im Netz tun?

Man kann neonazistische Webseiten, Nutzer/innen oder Kommentare melden. Darüber hinaus ist es jedoch vor allen Dingen wichtig, neonazistische Statements nicht unwidersprochen stehen zu lassen. Es gilt, Zeichen zu setzen, damit alle gleichwertig leben und mitsprechen können!

In Kommentardiskussionen kann man Nazi-Strategien entlarven: Parolen- und Themenwechsel aufzeigen, neonazistische Quellen und Verallgemeinerungen benennen, nach Möglichkeit rechtsextreme Provokateur/innen in Kommentarspalten ausbremsen und zur eigentlichen Diskussion zurückkehren. Opfer von Diskriminierung und Herabsetzungen kann man unterstützen und Solidarität signalisieren. Und nicht zuletzt kann man Gruppen beitreten oder eigene gründen, die sich gegen Nazis engagieren. Es gibt nie genug Engagement gegen Nazis im Netz!

Wie kann man neonazistische Seiten oder Inhalte melden?

Man kann neonazistische Webseiten, Nutzer/innen oder Kommentare entweder bei den Webseitenhostern, direkt bei den Betreibern sozialer Netzwerke oder bei http://hass-im-netz.info melden. Sollten die Inhalte strafrechtlich relevant sein, hilft eine Meldung an die (Internetwache der) Polizei.

In sozialen Netzwerken wie Google+ oder YouTube kann man jegliche Form von Inhalten melden bzw. flaggen. Das geht unter jedem Video, im Kommentar, auf jeder Seite, auf jedem Profil/Kanal. Alle Meldungen sind anonym, d.h. man muss keine Angst zu haben, dass man dabei erkannt wird oder der/die Gemeldete davon erfährt.

Erfahren Sie mehr über die Meldemöglichkeiten in Google Diensten.

Was können Eltern tun, um Kinder vor rassistischen, hetzenden Inhalten zu schützen?

Das Wichtigste ist ein Umfeld, in dem Fragen erlaubt und Diskussionen möglich sind. Fragen Sie nach und lassen sich von Ihren Kindern zeigen, auf welchen Seiten sie unterwegs sind und welche Videos sie sich anschauen. Neonazistische Inhalte können zum Teil sehr verstörend wirken. Informieren Sie sich selbst zu dem Thema und unterstützen Sie Ihr Kind bei der Aufklärung rassistischer Vorurteile. Setzen Sie sich mit den Positionen Ihres Kindes auseinander. Falls Sie es noch nicht getan haben: Machen Sie Ihrem Kind Ihre persönliche Meinung zur neonazistischen Szene deutlich und erklären Sie Ihren Standpunkt. Wenn Ihr Kind falsche „Fakten“ aus dem Internet zitiert oder gewaltverherrlichende Musik abspielt, bieten Sie Alternativen zu neonazistischen Quellen und Verschwörungstheorien und helfen Sie Ihrem Kind bei der Nutzung von Meldungen. Weitere Informationen finden Sie bei www.netz-gegen-nazis.de oder http://no-nazi.net.

Rat bieten auch mobile Beratungsteams gegen Rechtsextremismus vor Ort oder die Onlineberatung gegen Rechtsextremismus.

Wo gibt es mehr Informationen zum Thema „Nazis im Netz“?

Netz-gegen-Nazis.de ist Teil der aufklärenden Öffentlichkeitsarbeit der Amadeu Antonio Stiftung: Journalistisch aufgearbeitete Informationen zu den Themen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus werden zur Verfügung gestellt und Diskussionsforen angeboten.

Das Projekt no-nazi.net – für soziale Netzwerke ohne Nazis – wendet sich speziell an jugendliche Userinnen und User von 13 bis 18 Jahren und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die mit Jugendlichen arbeiten. Jugendliche in Deutschland sind zu 63 % täglich im Internet – und davon 70 % täglich auf sozialen Netzwerken. no-nazi.net spricht die Jugendlichen also dort an, wo sie ihre Freunde treffen, ihre Freizeit verbringen und sich entsprechend auch positionieren und engagieren wollen. no-nazi.net ist das erste Projekt, das diesen methodisch neuen Ansatz versucht: über die sozialen Netzwerke mit Jugendlichen für eine demokratische Kultur zu arbeiten.

Sicherheitstools

Lernen Sie Sicherheitsfunktionen von Google kennen, mit denen Sie festlegen können, welche Inhalte online zu sehen sind.

Google-Suche

Unangemessene SafeSearch-Ergebnisse melden

Wenn SafeSearch ein nicht jugendfreies Ergebnis enthält, melden Sie es uns bitte. Wir optimieren unsere Inhaltsfilter ständig weiter. Durch Ihr Feedback tragen Sie dazu bei, dass SafeSearch für alle noch sicherer wird.

Weitere Informationen

Klicken Sie auf das anstößige Bild, das Sie in den Suchergebnissen sehen, um eine Seite mit weiteren Optionen zu öffnen.

Klicken Sie unten rechts im Ergebnisfeld auf Feedback geben.

YouTube

Fragwürdige Inhalte melden

Unsere Richtlinienspezialisten setzen sich rund um die Uhr dafür ein, dass Sie und Ihre Familie auf YouTube sicher surfen können. Wenn Ihnen Inhalte oder Handlungen auffallen, die Ihrer Meinung nach die Community-Richtlinien von YouTube verletzen, können Sie uns das melden. Videos, die unsere Richtlinien verletzen, entfernen wir von der Website. Wenn ein Video unseren Richtlinien entspricht, es jedoch nicht für alle Zuschauer geeignet ist, erhält es eine Altersbeschränkung, sodass jüngere Nutzer es nicht ansehen können.

Weitere Informationen

Um ein Video zu melden, klicken Sie unter dem Videoplayer auf die Schaltfläche "Melden".

Klicken Sie auf den Grund für die Meldung. Wählen Sie dabei die am ehesten zutreffende Richtlinienverletzung aus.

Geben Sie zusätzliche Details an, die für das Prüfungsteam bei der Entscheidung hilfreich sein könnten.

Das Melden von Videos erfolgt anonym, allerdings müssen Sie zur Verwendung der Meldetools angemeldet sein.

Wie Sie Kommentare oder Kanäle melden können, erfahren Sie in der Hilfe.

Google+

Anstößige Inhalte melden

Wenn jemand einen unangemessenen Kommentar oder Beitrag auf Google+ postet, können Sie uns das melden – auch über ein Mobilgerät. In den Inhaltsrichtlinien von Google+ ist klar festgelegt, welches Verhalten auf der Website angemessen ist und welches nicht. Wenn Ihnen Inhalte oder Handlungen auffallen, die unsere Richtlinien verletzen, können Sie durch Ihre Meldung eine Überprüfung einleiten. Wir überprüfen gemeldete Inhalte rund um die Uhr und entfernen sie gegebenenfalls. Nutzer, die gegen unsere Richtlinien verstoßen, erhalten möglicherweise nur noch eingeschränkten Zugriff auf ihr Konto oder wir sperren es.

Weitere Informationen

Um einen Beitrag zu melden, klicken Sie auf den Pfeil rechts oben im Beitrag. Klicken Sie dann auf "Spam oder Missbrauch melden".

Ein Pop-up-Fenster erscheint, in dem Sie den Grund für die Meldung angeben können.

Wenn Sie fertig sind, erscheint neben dem Beitrag ein rotes Flaggensymbol. Sie können die Meldung rückgängig machen, indem Sie auf die rote Flagge klicken.

Um einen Kommentar zu melden, bewegen Sie die Maus darüber und klicken Sie auf das eingeblendete graue Flaggensymbol.

Google+

Sicherheit für Hangouts

In Hangouts soll sich jeder wohlfühlen. Wenn Ihnen Inhalte oder Handlungen auffallen, die gegen die Inhalts- und Verhaltensrichtlinien von Google+ verstoßen, können Sie uns das melden. Die Richtlinien spielen eine wichtige Rolle für die Sicherheit und angenehme Atmosphäre auf Google+. Bei Verstößen werden die Inhalte entfernt. Möglicherweise erhalten die Nutzer auch nur noch eingeschränkten Zugriff auf ihr Konto oder wir sperren es. Sie können Hangout-Nutzer, die Sie nicht mehr sehen oder hören möchten, auch blockieren.

Weitere Informationen

Um einen Hangout-Nutzer zu blockieren, bewegen Sie die Maus über die Video-Miniaturansicht der Person.

Klicken Sie auf das Symbol "Ignorieren".

Um einen Hangout-Nutzer dauerhaft zu blockieren, klicken Sie das Kästchen neben "Dauerhaft blockieren" an und wählen Sie anschliessend "Fertig" aus.

Blogger

Sicherheit für Blogger

In den Blogger-Richtlinien ist klar geregelt, welche Inhalte gepostet werden dürfen. Wenn Sie Inhalte sehen, die gegen die Inhaltsrichtlinien von Blogger verstoßen, können Sie uns das melden. Bestätigt sich der Verstoß bei unserer Prüfung, entfernen wir die Inhalte. Wenn Inhalte den Richtlinien entsprechen, jedoch nicht für alle Nutzer angemessen sind, schalten wir eine Seite mit einer Warnung davor.

Weitere Informationen

Wie Sie Inhalte melden, erfahren Sie in unserem Hilfeartikel.

Wählen Sie am unteren Seitenende die Art des Missbrauchs aus, um auf das zugehörige Kontaktformular zuzugreifen.

Füllen Sie das Formular aus und klicken Sie dann auf "Senden".

Um einen Blog zu melden, auf dessen Seite Sie sich gerade befinden, klicken Sie oben auf das Drop-down-Menü "Mehr".

Klicken Sie dann auf "Missbrauch melden" und folgen Sie den angezeigten Schritten, um Inhalte der Seite an das Blogger-Team zu melden.

Google Play

Apps mithilfe der Jugendschutzeinstellungen nach der Inhaltseinstufung filtern

Mithilfe der Jugendschutzeinstellungen können Sie die Inhalte einschränken, die bei Google Play heruntergeladen oder gekauft werden können. So finden Sie leichter geeignete Inhalte für sich und Ihre Familie.

Weitere Informationen

Öffnen Sie die Play Store App auf Ihrem Gerät.

Tippen Sie links oben auf das Menüsymbol.

Tippen Sie auf "Einstellungen".

Tippen Sie auf "Jugendschutzeinstellungen".

Aktivieren Sie die Jugendschutzeinstellungen.

Erstellen Sie eine PIN.

Tippen Sie auf "Apps & Spiele".

Wählen Sie die Altersebene aus.

YouTube

Schutzfilter für unangemessene Inhalte

Wenn beim Surfen auf YouTube nur jugendfreie Inhalte ohne Altersbeschränkung angezeigt werden sollen, scrollen Sie auf einer beliebigen YouTube-Seite nach ganz unten und aktivieren Sie den sicheren Modus. Im sicheren Modus werden potenziell unangemessene Inhalte aus der Suche, verwandten Videos, Playlists, Sendungen und Filmen weitgehend ausgeschlossen.

Weitere Informationen

Scrollen Sie auf einer beliebigen YouTube-Seite nach ganz unten und klicken Sie auf das Drop-down-Menü "Sicherer Modus".

Wählen Sie die Option "An" oder "Aus", um den sicheren Modus zu aktivieren oder zu deaktivieren.

Um diese Einstellung für Änderungen zu sperren, melden Sie sich in Ihrem Google-Konto an.

Sobald Sie angemeldet sind, wird die Option zum Sperren der Einstellung gegen Änderungen angezeigt.

Google-Suche

Dauerhafte Sicherheit: sicheren Modus für Änderungen sperren

Wenn Sie den sicheren Modus dauerhaft beibehalten möchten, können Sie ihn für Änderungen sperren. Dann werden Sie bei jedem Zugriff auf YouTube über diesen Browser automatisch im sicheren Modus angemeldet.

Weitere Informationen

Wählen Sie die Option "An" oder "Aus", um den sicheren Modus zu aktivieren oder zu deaktivieren.

Um diese Einstellung für Änderungen zu sperren, melden Sie sich in Ihrem Google-Konto an.

Sobald Sie angemeldet sind, wird die Option zum Sperren der Einstellung gegen Änderungen angezeigt.

Google Play

Versehentliche oder unerwünschte Käufe verhindern

Sie können dazu beitragen, versehentliche Käufe bei Google Play zu verhindern, indem Sie festlegen, dass bei einem Einkauf bestimmte Informationen wie z. B. ein Passwort eingegeben werden müssen.

Weitere Informationen

Öffnen Sie die Play Store App auf Ihrem Gerät.

Tippen Sie links oben auf das Menüsymbol.

Tippen Sie auf "Einstellungen".

Tippen Sie auf "Authentifizierung für Käufe erforderlich".

Wählen Sie die für Sie am besten passende Option aus. Wenn Sie ein Elternteil sind oder Ihr Gerät möglicherweise mit anderen gemeinsam nutzen werden, ist die Option "Für alle Käufe bei Google Play auf diesem Gerät" zu empfehlen.

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