Borderline........
Ich kenne eine betroffene Person die viele dieser verschiedenen Symtome einer
Persönlichkeitsstörung besitzt.
Es ist nicht einfach mit so einen Menschen zusammen zu Leben,
es macht einen selbst Krank und man ist machtlos dem Gegenüber.
Die Betroffene Person hält sich für normal, nur andere sind Krank und unnormal.
Die Person hat nur ein schwarz weiß Denken, entweder ist man gut oder schlecht,
Kritik an so einen Menschen auszuüben bedeutet DU BIST SEIN FEIND...
bläßt du mit in's Horn oder bist mit der betroffenen Person einer Meinung, egal ob Gerecht oder ungerecht
und bejast jede Einstellung, bist du GUT...
Nach außen hin kann sich der Betroffene geschickt verstellen,
er kann einer anderen Person sehr gut ein falsches Bild von sich selbst vorspielen,
vor allen bei neuen Kontakten zu Personen.
Der Betroffene kann auch nicht allein sein,
er beendet eine Beziehung erst wenn der nächste Partner schon ausgesucht wurde.
Dazu ist er noch Beziehungsunfähig, wenn der andere Partner nicht nach seinen Vorstellungen FUNKTIONIERT.
Auch ist der Freundeskreis klein oder garnicht vorhanden,
ständig wechselt er die Angeblichen Freunde.
Meist geht es eine Zeit lang gut, dann sind die Freunde ohne Grund auf einmal falsch oder hinterlistig in seinen Augen,
vor allen dann wenn der betroffenen Person gegenüber Kritik ausgeübt wurde.
Die Person wechselt auch ständig Ihren eigenen Typ, er kann sein eigenes ICH nicht annehmen.
Auch nimmt die Person gern die Identität von Gruppen an die in der Gesellschaft
eine Anerkennung haben,
und ordnet sich gern zu diesen Gruppen ein (minderwertigkeitskomplex).
Die Person ist sehr beeinflußbar, vor allem von fremden Personen.
Um selbst nicht Krank zu werden, (weil man sich auch ganz nach
den wünschen der betroffenen Person richtet und ihm alles Recht machen will,
indem man sein eigenes Leben selbst hinten anstellt),
die Person überreden zu einer Terapie zu gehen.
(was sie meist nicht annehmen da sie sich ja für normal halten, genau wie der Alkoholiker der nicht einsieht das er Alkoholkrank ist)
Wer für so eine Beziehung mit einem Borderline nicht Stark genug ist, am besten die Beziehung beenden
den lieber ein Ende ohne schrecken als ein schrecken ohne Ende
solche Menschen sind Beziehungsunfähig.....
Wer mit so einen Menschen zusammen lebt oder kennt sollte dies hier durch lesen
oder hilfe für sich selbst suchen.
im unteren Bereich meiner Seite findet ihr die Borderline Persönlichkeitsstörung
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
das hier hab ich im net gefunden:
die 19 gebote der borderliner
1. Errichte um dich herum eine Mauer aus Beton, Stahl oder was auch immer, hauptsache es kann niemand darüber gucken.
Du kannst gern ein Fenster einbauen um jemanden Einblick zu gewähren. Natürlich sind die anderen Schuld wenn du daraufhin Angst bekommst und Amok läufst.
2. Zeige keine Gefühle, egal ob Trauer oder Freude, aber bestehe darauf, dass dein Gegenüber das tut.
3. Nimm alles für bare Münze und reite stundenlang, wahlweise auch wochenlang, auf gesagtem herum und frage gelegentlich nochmal den Wortlauf ab.
4. Mach dich über alles und jeden lustig, nimm auf keinen Fall andere Menschen, oder Gefühle anderer ernst. Erwarte aber, dass dich selbst alle ernst nehmen.
5. Sei immer in der Lage, deine Gefühle blitzartig zu ändern, das sorgt für Abwechslung und dafür, die andere Person zu verwirren, was im Weiteren für deine Unterhaltung sorgt.
6. Ändere deine Meinung, vorzugsweise von Minute zu Minute.
7. Vergöttere einen Menschen, vergiss aber auf keinen Fall, ihn dann plötzlich aus irgendwelchen nichtigen Gründen zu hassen. Bitte lasse ihn das dann auch wissen und spüren.
8. Vergiss nie, dass ein neuer Tag auch ein neues Opfer deines Zynismus fordert.
9. Wenn dir etwas nicht passt, sprich es auf keinen Fall an. Dafür solltest du bei nächster unpassender Gelegenheit wegen einer Kleinigkeit total ausrasten.
10. Jede negative Äusserung solltest du sofort auf dich beziehen. Auch, oder gerade erst recht, wenn es fremde Personen gesagt haben.
11. Bemerke in Gegenwart anderer immer wieder wie unliebenswert du doch bist. Betone deine schlimmen Seiten und verleugne alles Gute an dir. Vergiss aber nicht, in der nächsten Sekunde dein eigenes Genie zu betonen und euphorisch deine Vorzüge hervorzuheben.
12. Nutze das Wochenende, um dich von der Welt total abzukapseln. Lasse nichts und niemanden an dich ran. So erreichst du hundertprozentig ein Gefühl der inneren Leere.
13. Vergiss nie, dass du Dinge entweder garnicht, oder nur zu 200 % tun sollst. Erwarte von anderen Menschen, dass sie sich dir anschliessen.
14. Sei prinzipiell anderer Meinung, egal worum es geht.
15. Egal um was es auch gehen mag: Übertreibe es schamlos, oder verteufel es.
16. Vergiss niemals, wenn dir jemand Schaden zugefügt hat. Warte bis sich die Gelegenheit ergibt, es demjenigen heimzuzahlen. Wenn es sein muss, warte ein ganzes Leben lang.
17. Wenn du schlecht gelaunt bist, mach die Menschen in deiner Umgebung dafür verantwortlich. Bestehe darauf, dass es ihre Pflicht ist dich aufzumuntern. Quittiere jedoch jede dieser Bemühungen nur mit eisigem Schweigen.
18. Mach überhaupt dir nahestehende Menschen für alles verantwortlich, was nicht unter ihrer Kontrolle steht. Aber sei kreativ, die Verantwortung für schlechtes Wetter wird sich keiner aufbürden lassen. Nörgele stattdessen an Äusserlichkeiten herum, die zur Behebung ein chirurgischen Eingriff erfordern würden.
19. Ein sehr dankbares Opfer für deine Nörgeleien und Beschuldigungen sind Kinder, da diese noch nicht über ein gefestigtes Ich-Bewusstsein verfügen.
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Persönlichkeitsstörungen
Kombinierte Persönlichkeitsstörung
Eine kombinierte Persönlichkeitsstörung wird diagnostiziert, wenn den Symptomen der Betroffenen
keine bestimmten Persönlichkeitsstörungen zuzuordnen sind, sondern die Symptome sich aus
verschiedenen Symptomen unterschiedlicher Persönlichkeitsstörungen zusammensetzen.
So kann die betroffene Person beispielsweise paranoide, schizoide und emotional-instabile
Verhaltensweisen gleichzeitig aufweisen, ohne aber in eines der Schemen zu passen.
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Die paranoide Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.0) ist gekennzeichnet durch Misstrauen
(bis hin zur häufigen Annahme von Verschwörungen, um Ereignisse zu erklären), Streitsucht,
dauernden Groll und starke Selbstbezogenheit. Handlungen bzw.
Äußerungen anderer Personen werden häufig als feindlich missdeutet.
Im ICD-10 wird die schizoide Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.1) (nicht zu verwechseln
mit schizotypische Persönlichkeitsstörung) so beschrieben: „Eine Persönlichkeitsstörung,
die durch einen Rückzug von affektiven, sozialen und anderen Kontakten mit übermäßiger Vorliebe für Phantasie,
einzelgängerisches Verhalten und in sich gekehrte Zurückhaltung (alone in the dark) gekennzeichnet ist.
Es besteht nur ein begrenztes Vermögen Gefühle auszudrücken und Freude zu erleben.“
In der wissenschaftlichen Diskussion wird auch der Begriff der "Secret Schizoid" (Heimlich Schizoide) behandelt.
„Es gibt viele fundamental schizoide Personen, die (nach außen) einen verbindlichen, interaktiven Persönlichkeitsstil zeigen.
Diese Patienten gehören zur Kategorie, die ich als 'heimlich schizoid' bezeichne“, schreibt Ralph Klein in Disorders of the self.
Typisch für die dissoziale Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.2) sind Verantwortungslosigkeit und Missachtung sozialer Normen,
Regeln und Verpflichtungen, fehlendes Schuldbewusstsein sowie geringes Einfühlungsvermögen in andere.
Oft besteht eine niedrige Schwelle für aggressives bzw. gewalttätiges Verhalten,
eine geringe Frustrationstoleranz sowie mangelnde Lernfähigkeit aufgrund von Erfahrung.
Beziehungen zu anderen Menschen werden eingegangen, sind jedoch nicht stabil.
Menschen mit dissozialer Persönlichkeitsstörung kommen häufig mit dem Gesetz in Konflikt.
Der ältere Begriff Psychopathie für diese Störung wird in der aktuellen deutschsprachigen Literatur nicht mehr verwendet.
Die wesentlichen Merkmale der emotional instabilen Persönlichkeitsstörung sind impulsives Handeln ohne Rücksicht auf die Konsequenzen,
ständig wechselnde, unvorhersehbare und launenhafte Stimmungsschwankungen, Unfähigkeit zur Vorausplanung,
gestörte zwischenmenschliche Beziehungen, mangelndes Selbstvertrauen,
heftige Zornesausbrüche mit teilweise gewalttätigem Verhalten gegen andere oder gegen sich selbst:
autoaggressive Verhaltensweisen und mangelnde Impulskontrolle,
welche ein überdauerndes Erlebens- und Verhaltensmuster darstellen.
Ferner besteht eine Tendenz zu streitsüchtigem Verhalten und Konflikten mit anderen,
insbesondere wenn impulsive Handlungen durchkreuzt oder behindert werden.
Ein wichtiges Kennzeichen dieser Störung ist auch die große Angst vor dem Alleinsein.
Menschen mit dieser Erkrankung haben manchmal riesige Trennungsängste oder Verlustängste, bzw. Angst vor Isolation, obwohl kein konkreter Grund dazu gegeben ist.
Sollte sich aber wirklich eine Trennung einer Person ergeben,
tendieren Menschen mit diesem Krankheitsbild oftmals zu extremen Stalkingverhalten,
weil sie die Trennung als persönliche Niederlage betrachten.
Diese Seite steht konträr zur oftmals vorhandenen Angst vor Nähe.
Die ICD-10 unterscheidet zwei Erscheinungsformen dieser Störung: ein impulsiver Typus (F60.30),
vorwiegend gekennzeichnet durch emotionale Instabilität und mangelnde Impulskontrolle,
und der Borderline-Typus (F60.31).
Der Merkmalskatalog der American Psychiatric Association (DSM-IV)
spricht dagegen von einer Borderline-Persönlichkeitsstörung (Diagnose-Nr. 301.83) ohne solche Unterformen.
Die anankastische (zwanghafte) Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.5),
ist gekennzeichnet durch Gefühle von Zweifel, Perfektionismus,
übertriebene Gewissenhaftigkeit, ständige Kontrollen,
allgemein große Vorsicht und Starrheit in Denken und Handeln, die sich als Unflexibilität, Pedanterie und Steifheit zeigt.
Typisch ist des Weiteren die übermäßige Beschäftigung mit Details und Regeln,
so dass die eigentliche Aktivität oftmals in den Hintergrund tritt.
Es können beharrliche und unerwünschte Gedanken oder Impulse auftreten,
die nicht die Schwere einer Zwangsstörung erreichen.
Die Fähigkeit zum Ausdruck von Gefühlen ist häufig vermindert.
In zwischenmenschlichen Beziehungen wirken Betroffene dementsprechend kühl und rational.
Die Anpassungsfähigkeit an die Gewohnheiten und Eigenheiten der Mitmenschen ist eingeschränkt.
Vielmehr wird die eigene Prinzipien- und Normentreue auch von anderen erwartet.
Menschen mit zwanghafter Persönlichkeitsstörung sind meist übermäßig leistungsorientiert und perfektionistisch.
Daher erweisen sie sich im Arbeitsleben als fleißig, übermäßig gewissenhaft und übergenau,
wobei der überstrenge Perfektionismus die Aufgabenerfüllung mitunter verhindert.
Ihre Angst vor Fehlern behindert die Entscheidungsfähigkeit der Betroffenen.
Etwa 1 Prozent der Gesamtbevölkerung sind von einer anankastischen Persönlichkeitsstörung betroffen.
Kennzeichnend für die histrionische Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.4),
früher als hysterische Persönlichkeitsstörung bezeichnet, sind Übertreibung, theatralisches Verhalten,
Tendenz zur Dramatisierung, Oberflächlichkeit, labile Stimmungslage, gesteigerte Beeinflussbarkeit,
dauerndes Verlangen nach Anerkennung und der Wunsch, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen,
erhöhte Kränkbarkeit, sowie ein übermäßiges Interesse an körperlicher Attraktivität.
Personen mit diesem Krankheitsbild verfügen oftmals über hohes schauspielerisches Talent,
sie schreiben sich für viele Lebenslagen eigene Rollen zu, die sie dann perfekt über die Bühne bringen,
um sich in der jeweiligen Situation am besten darzustellen.
Falls sie aber einmal nicht die gewünschte Aufmerksamkeit bekommen sollten,
stellt dies eine extrem bedrohliche Situation für jene dar, da sie sich plötzlich völlig hilflos und ausgeschlossen fühlen.
Besonders in größeren Gesellschaften kann dies verheerende Reaktionen hervorrufen,
denn oftmals greifen diese Betroffenen zu drastischen, (fast gewollt) schockierenden Mitteln,
die unter Umständen auch gefährlich oder abartig sein können.
Menschen mit histrionischer Persönlichkeitsstörung haben die Tendenz zu lügen,
erfinden besonders extreme Geschichten oder "selbst erlebte Abenteuer", um die Aufmerksamkeit anderer zu erzwingen.
Von ihrem Umfeld werden diese Personen manchmal sogar als unglaubwürdig eingeschätzt.
Die ängstliche Persönlichkeitsstörung (auch: ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung,
ICD-10: F60.6) ist gekennzeichnet durch übermäßige Sorge bis hin zur Überzeugung,
abgelehnt zu werden, unattraktiv oder minderwertig zu sein. Folgen sind andauernde Angespanntheit und Besorgtsein,
der Lebensstil ist wegen des starken Bedürfnisses nach Sicherheit starken Einschränkungen unterworfen.
Teilweise sind Betroffene überempfindlich gegenüber Ablehnung oder Kritik.
Die abhängige Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.7) ist geprägt durch mangelnde Fähigkeit zu eigenen Entscheidungen,
ständiges Appellieren an die Hilfe anderer, Abhängigkeit von und unverhältnismäßige Nachgiebigkeit gegenüber anderen,
Angst, nicht für sich selbst sorgen zu können und der Angst, von einer nahestehenden Person verlassen zu werden und hilflos zu sein.
Die narzisstische Persönlichkeitsstörung zeichnet sich aus durch mangelndes Selbstbewusstsein und Ablehnung
der eigenen Person nach innen, wechselnd mit übertriebenem und sehr ausgeprägtem Selbstbewusstsein nach außen.
Daher sind diese Personen immer auf der Suche nach Bewunderung und Anerkennung,
wobei sie anderen Menschen wenig echte Aufmerksamkeit schenken. Sie haben ein übertriebenes Gefühl von Wichtigkeit,
hoffen eine Sonderstellung einzunehmen und auch zu verdienen. Sie zeigen ausbeutendes Verhalten und einen Mangel an Empathie.
Es können wahnhafte Störungen mit Größenideen auftreten.
Zudem zeigen Betroffene eine auffällige Empfindlichkeit gegenüber Kritik, die sie nicht selten global verstehen,
was in ihnen Gefühle der Wut, Scham oder Demütigung hervorruft.
Einige Tiefenpsychologen meinen, dass bei Betroffenen die ideale Vorstellung von sich selbst mit
dem realen Selbst in gewisser Weise verschmolzen ist.
Weiter ist das Selbst gespalten in Ideal-Selbst und entwertetes Selbst.
Diese Selbstrepräsentanzen werden dann auf äußere Objekte projiziert.
Häufigkeit in der Gesamtbevölkerung: etwa 1,0 Prozent, wobei beachtet werden muss,
dass verschiedene Klassifizierungsverfahren und unterschiedliche Diagnosen diesen Wert zwischen 0,5 und 2,5 Prozent schwanken lassen.
Die narzisstische Persönlichkeitsstörung wird im ICD 10 nur unter der Rubrik
„Andere spezifische Persönlichkeitsstörungen (F 60.8)“ aufgeführt,
jedoch nur im Anhang I der Ausgabe „Forschungskriterien“ weiter charakterisiert,
obwohl sie als Persönlichkeitsdiagnose häufig gebraucht wird. Im anderen großen multiaxialen Klassifikationssystem,
dem DSM-IV der American Psychatric Association, wird die narzisstische Persönlichkeitsstörung auf Achse-II verortet,
genauer im Cluster B, der die „launisch, dramatisch, emotionalen“ Persönlichkeitsstörungen beinhaltet,
so auch zum Beispiel unter anderem die Borderline-Persönlichkeitsstörung.
Nicht selten geht die Narzisstische Persönlichkeitsstörung mit der Borderline Persönlichkeitsstörung Hand in Hand.
Aus diesem Grund kann es passieren,
dass Ärzte die Narzisstische Persönlichkeitsstörung mit der Borderline Persönlichkeitsstörung gleichsetzen.
Die passiv-aggressive Persönlichkeitsstörung ist gekennzeichnet durch ein tiefgreifendes Muster
negativistischer Einstellungen und passiven Widerstandes gegenüber Anregungen und Leistungsanforderungen,
die von anderen Menschen kommen. Sie fällt insbesondere durch passive Widerstände gegenüber Anforderungen
im sozialen und beruflichen Bereich auf und durch die häufig ungerechtfertigte Annahme, missverstanden,
ungerecht behandelt oder übermäßig in die Pflicht genommen zu werden.
Ein eigener DSM-Code existiert nicht und in der ICD-10 und ihren Vorläuferinnen wird die Störung nur in F60.8 aufgeführt,
aber nur in der Ausgabe „Forschungskriterien“ im Anhang I durch Kriterien genauer beschrieben.
Borderline-Persönlichkeitsstörung
Die Borderline-Persönlichkeitsstörung (abgekürzt BPS), auch emotional instabile Persönlichkeitsstörung genannt,
ist die im psychologischen und psychiatrischen Umfeld am häufigsten diagnostizierte Persönlichkeitsstörung.
Die Bereiche der Gefühle, des Denkens und des Handelns sind beeinträchtigt,
was sich durch negatives und teilweise paradox wirkendes Verhalten in zwischenmenschlichen Beziehungen
sowie im gestörten Verhältnis zu sich selbst äußert. Die BPS wird immer von weiteren Belastungen begleitet,
darunter dissoziative Störungen, endogene Depressionen und verschiedene Formen von selbstverletzendem Verhalten (SVV).
Darüber hinaus bestehen hohe Komorbiditäten mit anderen Persönlichkeitsstörungen,
dabei am häufigsten die ängstliche Persönlichkeitsstörung und die narzisstische Persönlichkeitsstörung.
Hilfe für betroffene, Partner und Familienangehörige
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Die Borderline Persönlichkeitsstörung ist nach ICD 10 eine Unterform der emotional instabilen Persönlichkeitsstörung und die Narzisstische Persönlichkeitsstörung eine Unterform der sonstigen spezifischen Persönlichkeitsstörungen.
Häufigkeit und Kennzeichen der spezifischen Persönlichkeitsstörungen nach ICD 10 (F6)
F60.0
Paranoide Persönlichkeitsstörung
Häufigkeit in der Gesamtbevölkerung : ca. 0,5 - 2,5 %
Kennzeichen der paranoiden Persönlichkeitsstörung sind übertriebene Empfindlichkeit gegenüber Zurückweisungen, das Nachtragen von Kränkungen, Misstrauen sowie eine Neigung, Erlebtes zu verdrehen. Neutrale oder freundliche Handlungen anderer werden z. B. als feindlich oder verächtlich missgedeutet. Das Verhalten der Mitmenschen wird oftmals auch ohne ersichtlichen Grund als Bedrohung interpretiert. Daher sind die Erkrankten ständig auf der Hut vor Angriffen, also außergewöhnlich wachsam. Es kommt zu wiederkehrenden, unberechtigten Verdächtigungen hinsichtlich der sexuellen Treue des Ehegatten oder Sexualpartners, d. h. die Beziehungsmuster der Betroffenen sind typischerweise geprägt von krankhafter Eifersucht und übersteigertem Misstrauen, so dass die Treue in Freundschaften und Partnerschaften immer wieder in Frage gestellt wird.
Personen mit paranoider Persönlichkeitsstörung sind oftmals sehr verschlossen, da sie befürchten, dass preisgegebene Informationen gegen sie verwendet werden. Es besteht eine Neigung zu übermäßiger Empfindlichkeit, die durch Rechthaberei und Streitsucht kompensiert wird. Menschen mit paranoider Persönlichkeitsstruktur neigen zu überhöhtem Selbstwertgefühl und übertriebener Selbstbezogenheit. Aus tiefenpsychologischer Sicht besteht bei Personen mit paranoider Persönlichkeitsstörung die Neigung, eigene Aggressionen auf Mitmenschen zu übertragen und dann dort als Feindseligkeit wahrzunehmen und zu bekämpfen (Projektion).
F60.1
schizoide Persönlichkeitsstörung
Häufigkeit in der Gesamtbevölkerung : ca. 2,0 - 3,0 %
-
Bei Menschen mit schizoider Persönlichkeitsstörung besteht die Neigung zu sozialem Rückzug mit der Folge der Isolation und Vereinsamung. Ursachen für den sozialen Rückzug sind eine Kontakthemmung, eine extreme Distanz und eine emotionale Kühle. Die Erkrankten sind durch eine übermäßige Vorliebe für Phantasie sowie durch einzelgängerisches Verhalten und in sich gekehrte Zurückhaltung gekennzeichnet. Intensive zwischenmenschliche Beziehungen werden in der Regel nicht aufgebaut. Es besteht nur ein begrenztes Vermögen, Gefühle auszudrücken und Freude zu erleben. Daher ist auch die Fähigkeit zur Kommunikation von Gefühlen positiver oder negativer Art eingeschränkt. Personen mit schizoider Persönlichkeitsstörung werden von ihrer Umwelt häufig als kalt und distanziert wahrgenommen.
Unter Arbeitskollegen sowie im Verwandten- und Bekanntenkreis gelten Betroffene als Einzelgänger. Das Interesse an gemeinsamen Unternehmungen ist nicht vorhanden. Die Betroffenen bevorzugen das Alleinsein und fühlen sich in Gesellschaft unwohl. Eine erfüllende Partnerschaft wird in der Regel nicht aufgebaut.
Menschen mit schizoider Persönlichkeitsstörung haben oft große soziale Angst und übermäßiges Misstrauen gegenüber der Umwelt. Daher versuchen die Betroffenen, ungewohnte Situationen und fremde Menschen zu meiden. Die Kranken leben zunehmend in ihrer eigenen Welt mit ungewöhnlichen Denk- und Glaubensinhalten. Es besteht die Neigung, magische, esoterische oder abergläubische Überzeugungen zu entwickeln, die sich in auffälligem Erscheinungsbild und eigentümlichen Verhaltensweisen ausdrücken, die von der Umwelt als merkwürdig oder abstoßend empfunden werden.
F60.2
dissoziale Persönlichkeitsstörung
Häufigkeit in der Gesamtbevölkerung : ca. 2,0 %
Eine Persönlichkeitsstörung, die durch abnormes Sozialverhalten gekennzeichnet ist. Menschen mit dissozialer Persönlichkeitsstörung missachten soziale Verpflichtungen und zeigen ein herzloses Unbeteiligtsein an Gefühlen anderer Menschen. Häufig ist ein hohes Aggressionspotential zu beobachten. Zwischen dem Verhalten und den herrschenden sozialen Normen besteht eine erhebliche Diskrepanz. Es besteht eine geringe Frustrationstoleranz und eine niedrige Schwelle für aggressives, auch gewalttätiges Verhalten, eine Neigung, andere zu beschuldigen oder vordergründige Rationalisierungen für das Verhalten anzubieten, durch das der Betroffene in einen Konflikt mit der Gesellschaft geraten ist.
Da Menschen mit antisozialer Persönlichkeitsstörung gesellschaftliche Normen und Gesetze häufig nicht akzeptieren neigen sie zu Kriminalität und Gewalt. Im Arbeitsleben sowie in zwischenmenschlichen Beziehungen erweisen sich Betroffene in der Regel als unzuverlässig und verantwortungslos. Die Rechte anderer werden häufig missachtet und verletzt. Menschen mit dieser Störung sind wenig selbstkritisch. Meist mangelt es ihnen an Einsicht und Schuldbewusstsein bezüglich begangenen Unrechts.
F60.3
emotional instabile Persönlichkeitsstörung
Häufigkeit in der Gesamtbevölkerung : ca. 2,0 %
Menschen mit emotional instabiler Persönlichkeitsstörung zeigen eine deutliche Tendenz, Impulse ohne Berücksichtigung von Konsequenzen auszuagieren. Es besteht eine Neigung zu emotionalen Ausbrüchen und eine Unfähigkeit, impulshaftes Verhalten zu kontrollieren. Ferner besteht eine Tendenz zu streitsüchtigem Verhalten und zu Konflikten mit anderen, insbesondere wenn impulsive Handlungen durchkreuzt oder behindert werden. Zwei Erscheinungsformen können unterschieden werden: Ein impulsiver Typus, vorwiegend gekennzeichnet durch emotionale Instabilität und mangelnde Impulskontrolle; und ein Borderline-Typus, zusätzlich gekennzeichnet durch Störungen des Selbstbildes, der Ziele und der inneren Präferenzen, durch ein chronisches Gefühl von Leere, durch intensive, aber unbeständige Beziehungen und eine Neigung zu selbstdestruktivem Verhalten mit parasuizidalen Handlungen und Suizidversuchen.
Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung weisen in der Regel eine Identitätsstörung auf, die als instabile, sehr wechselhafte Selbstwahrnehmung in Erscheinung tritt. Die zwischenmenschlichen Beziehungen Betroffener erweisen sich als intensiv, aber übermäßig instabil. Typisch ist eine große Angst Betroffener, verlassen zu werden. Der Gefühlszustand von Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung ist ebenfalls instabil und wechselhaft. Betroffene sind oftmals übermäßig impulsiv, so dass ihr Verhalten von den Mitmenschen als verantwortungslos und unkontrolliert wahrgenommen wird. Charakteristisch für Betroffene ist ein immer wiederkehrendes Gefühl der Leere. Es besteht ein dauerhaftes Gefühl des Verlassenseins. Mitunter werden schwer kontrollierbare Wutausbrüche erlebt. Unter emotionaler Belastung kann es zu suizidalen oder selbstverletzenden Handlungen kommen.
F60.4
histrionische Persönlichkeitsstörung
Häufigkeit in der Gesamtbevölkerung : ca. 2,0 - 3,0 %
Eine Persönlichkeitsstörung, die durch oberflächliche und labile Affektivität, Dramatisierung, einen theatralischen, übertriebenen Ausdruck von Gefühlen, durch Suggestibilität, Egozentrik, Genusssucht und ein Mangel an Rücksichtnahme gekennzeichnet ist. Typische Merkmale der histrionischen Persönlichkeitsstörung sind auch eine erhöhte Kränkbarkeit und ein dauerndes Verlangen nach Anerkennung, äußeren Reizen und Aufmerksamkeit.
Die histrionische ( von lat. histrio = Schauspieler ) Persönlichkeitsstörung wurde früher als hysterische Persönlichkeitsstörung (Hysterie) bezeichnet. Charakteristisch für das Verhalten Betroffener ist eine Überemotionalität, die von den Mitmenschen als unangebracht und übertrieben, mitunter sogar als theatralisch empfunden wird. Der Gefühlsstatus Betroffener erweist sich dabei als instabil und wechselhaft. Menschen mit histrionischer Persönlichkeitsstörung stehen gerne im Mittelpunkt und mühen sich übermäßig um die Anerkennung der Umwelt. Sie legen daher viel wert auf ihr Äußeres und wirken oftmals unangemessen sexuell aufreizend. Es besteht ein Hang zu Unechtheit und Koketterie. In engeren zwischenmenschlichen Beziehungen erweisen sich Betroffene als egozentrisch und mitunter auch manipulativ.
F60.5
anankastische (zwanghafte) Persönlichkeitsstörung
Häufigkeit in der Gesamtbevölkerung : ca. 1,0 %
Eine Persönlichkeitsstörung, die durch Gefühle von Zweifel, Perfektionismus, übertriebener Gewissenhaftigkeit, ständigen Kontrollen, Halsstarrigkeit sowie große Vorsicht und Starrheit gekennzeichnet ist. Es können beharrliche und unerwünschte Gedanken oder Impulse auftreten, die nicht die Schwere einer Zwangsstörung erreichen.
Typisch für Menschen mit zwanghafter Persönlichkeitsstörung ist eine Starrheit im Denken und Handeln, die sich als Unflexibilität, Pedanterie und Steifheit zeigt. Es besteht eine übermäßige Beschäftigung mit Details und Regeln, so dass die eigentliche Aktivität oftmals in den Hintergrund tritt.
Die Fähigkeit zum Ausdruck von Gefühlen ist häufig vermindert. In zwischenmenschlichen Beziehungen wirken Betroffene dementsprechend kühl und rational. Die Anpassungsfähigkeit an die Gewohnheiten und Eigenheiten der Mitmenschen ist eingeschränkt. Vielmehr wird die eigene Prinzipien- und Normentreue auch von anderen erwartet.
Menschen mit zwanghafter Persönlichkeitsstörung sind meist übermäßig leistungsorientiert und perfektionistisch. Daher erweisen sie sich im Arbeitsleben als fleißig, übermäßig gewissenhaft und übergenau, wobei der überstrenge Perfektionismus die Aufgabenerfüllung mitunter verhindert. Ihre Angst vor Fehlern behindert die Entscheidungsfähigkeit der Betroffenen.
F60.6
ängstliche (vermeidende) Persönlichkeitsstörung
Häufigkeit in der Gesamtbevölkerung :
Die ängstliche Persönlichkeitsstörung ist gekennzeichnet durch Gefühle von Anspannung und Besorgtheit, Unsicherheit und Minderwertigkeit. Es besteht eine andauernde Sehnsucht nach Zuneigung und Akzeptiertwerden, eine Überempfindlichkeit gegenüber Zurückweisung und Kritik mit eingeschränkter Beziehungsfähigkeit. Die betreffende Person neigt zur Überbetonung potentieller Gefahren oder Risiken alltäglicher Situationen bis zur Vermeidung bestimmter Aktivitäten.
F60.7
abhängige (asthenische) Persönlichkeitsstörung
Häufigkeit in der Gesamtbevölkerung : weniger als 1 %
Personen mit dieser Persönlichkeitsstörung verlassen sich bei kleineren oder größeren Lebensentscheidungen passiv auf andere Menschen. Die Störung ist ferner durch große Trennungsangst, Gefühle von Hilflosigkeit und Inkompetenz, durch eine Neigung, sich den Wünschen älterer und anderer unterzuordnen sowie durch ein Versagen gegenüber den Anforderungen des täglichen Lebens gekennzeichnet. Die Kraftlosigkeit kann sich im intellektuellen emotionalen Bereich zeigen; bei Schwierigkeiten besteht die Tendenz, die Verantwortung anderen zuzuschieben.
Menschen mit abhängiger Persönlichkeitsstörung erleben sich selbst als schwach und hilflos. Sie fühlen sich unfähig, das eigene Leben selbstständig zu führen. Die Unterstützung durch andere erscheint Menschen mit dieser Störung unverzichtbar. Es besteht ein Mangel an Selbstverantwortung. Das Vertrauen Betroffener in die eigenen Fähigkeiten und die eigene Urteilskraft ist reduziert. Dementsprechend lassen sie die wichtigen Entscheidungen auch für das eigene Leben oft von anderen treffen. In zwischenmenschlichen Beziehungen erweisen sich Betroffene in der Regel als passiv, unterwürfig und überaus anhänglich. Sie passen sich oft vollständig den Bedürfnissen und Wünschen ihrer Mitmenschen an. Oft vertreten sie keine eigene Meinung. Menschen mit abhängiger Persönlichkeitsstörung haben große Angst, verlassen zu werden. Sie können schwer allein sein. Die Beendigung einer Beziehung ist für Betroffene übermäßig schwer zu ertragen.
F60.8
sonstige spezifische Persönlichkeitsstörungen
Häufigkeit in der Gesamtbevölkerung :
Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung tendieren dazu, ihre eigenen Leistungen und Fähigkeiten zu überschätzen. Daher fühlen sich Erkrankte ihren Mitmenschen überlegen und erwarten von ihrer Umwelt übermäßige Anerkennung, Bewunderung oder Rücksichtnahme. Sie werden oftmals nicht zu Unrecht als arrogant und überheblich empfunden. In zwischenmenschlichen Beziehungen zeigt sich oft ein Mangel an Einfühlungsvermögen sowie die Tendenz, den anderen um des eigenen Vorteils willens auszunutzen. Der Aufbau eines Größenselbst dient dazu, die schwache Struktur der eigenen Persönlichkeit schützen. So werden z. B. risikoreiche Beziehungen zu anderen Menschen durch erzwungene Abwertung dieser Personen kontrolliert. Dabei stärken sich die Erkrankten durch starke Selbstidealisierung. Das Bild der eigenen Großartigkeit dient demnach der Kompensation der Identitäts- und Selbstwertzweifel. Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung strengen sich an, ihr idealisiertes Selbstbild zu verwirklichen. Dabei stehen sie unter ständiger Angst, ihr Größenselbst könne zusammenbrechen und die Minderwertigkeit und hilflose Bedürftigkeit ans Tageslicht gelangen.
hier einige Seiten über Borderline zur Info