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VeröffentlichungsnummerWO2001016973 A1
PublikationstypAnmeldung
AnmeldenummerPCT/DE2000/002845
Veröffentlichungsdatum8. März 2001
Eingetragen21. Aug. 2000
Prioritätsdatum30. Aug. 1999
Auch veröffentlicht unterCA2379305A1, CN1258786C, CN1371522A, DE10040853A1, DE10082598D2, DE19941094A1, EP1208573A1, EP1208573B1, EP1477998A2, EP1477998A3, US6493213, US6699431, US20020075628, US20040136857
VeröffentlichungsnummerPCT/2000/2845, PCT/DE/0/002845, PCT/DE/0/02845, PCT/DE/2000/002845, PCT/DE/2000/02845, PCT/DE0/002845, PCT/DE0/02845, PCT/DE0002845, PCT/DE002845, PCT/DE2000/002845, PCT/DE2000/02845, PCT/DE2000002845, PCT/DE200002845, WO 0116973 A1, WO 0116973A1, WO 2001/016973 A1, WO 2001016973 A1, WO 2001016973A1, WO-A1-0116973, WO-A1-2001016973, WO0116973 A1, WO0116973A1, WO2001/016973A1, WO2001016973 A1, WO2001016973A1
ErfinderHelge Clasen, Willy Knabe, Klaus Gnann, Josef Gerblinger, Dieter Hahn
AntragstellerEpcos Ag
Zitat exportierenBiBTeX, EndNote, RefMan
Externe Links:  Patentscope, Espacenet
Anode für elektrolytkondensatoren, elektrolyt-kondensator und verfahren zur herstellung der anode
WO 2001016973 A1
Zusammenfassung
Die Erfindung betrifft eine Anode für einen Kondensator, bei der ein Anodenableiter (9) flächig gestaltet ist und für eine großflächige Verbindung mit einem Anodenkörper (1) sorgt. Das aus dem Anodenkörper (1) herausgeführte Ende des Anodenableiters (9) ist zu einer Anschlußlasche gebogen. Für die Herstellung des Anodenkörpers werden drei verschiedene Verfahren der Verarbeitung einer Paste (18), einer Grünfolie und eines Pulvers vorgestellt.
Ansprüche  (OCR-Text kann Fehler enthalten)
Patentansprüche
1. Anode für einen Elektrolyt -Kondensator mit einem Anodenkörper (1; 20) einer fest vorgegebenen Form und mit einem flächigen Anodenableiter (9) , bei der der Anodenkörper (1; 20) aus einem kontinuierlich verformbaren Material, das verfestigt werden kann, an den Anodenableiter (9) angeformt ist .
2. Anode nach Anspruch 1, bei der der Anodenkörper (1; 20) einen Endabschnitt des Anodenableiters (9) vollständig umschließt.
3. Anode nach Anspruch 1 oder 2 , bei der der Anodenkörper (1; 20) aus einem offenporigen Sinterkörper besteht .
4. Anode nach Anspruch 3 , bei der der Sinterkörper aus einem geeigneten Metall wie Tantal oder Niob oder einer geeigneten Metall -Legierung oder einem anderen zur Ausbildung eines Dielektrikums fähigen Material hergestellt ist.
5. Anode nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der der Anodenableiter (9) aus einem geeigneten Metall wie Tantal oder Niob oder einer geeigneten Metall- Legierung oder einem anderen zur Ausbildung eines Dielektrikums fähigen Material hergestellt ist.
6. Anode nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei der der Anodenableiter (9) die Form eines Blechstreifens mit einem Verhältnis Breite/Dicke zwischen 2 und 100 aufweist .
7. Kondensator mit einer Anode nach Anspruch 1 bis 6, bei dem der Anodenkörper (1; 20) von einem Dielektrikum (2) umgeben ist, bei dem auf dem Dielektrikum (2) eine Schichtkathode (3) vorgesehen ist, bei dem ein weiterer Endabschnitt des Anodenableiters (9) zu einer ersten Anschlußlasche geformt ist und bei dem die Schichtkathode (3) mit einer zweiten Anschlußlasche verbunden ist.
8. Verfahren zur Herstellung einer Anode nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei ein kontinuierlich verformbares Material, das verfestigt werden kann, unter gleichzeitiger äußerer Formge- bung an einen flächigen Anodenableiter (9) angeformt und anschließend zur Bildung eines Anodenkörpers (1; 20) verfestigt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8 , wobei eine Paste (18) aus einem Bindersystem und einem
Pulver auf den Anodenableiter (9) aufgetragen und sodann getrocknet und gesintert wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei die Paste (18) unter Verwendung einer Schablone
(11) durch Drucken aufgetragen wird.
11. Verfahren nach Anspruch 9, wobei die Paste (18) durch Siebdrucken aufgetragen wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, wobei die Paste (18) beidseitig auf den Anodenableiter (9) aufgetragen wird.
13. Verfahren nach Anspruch 9, wobei die Paste (18) mittels zweier Masken, von denen jede jeweils einer Seite des Anodenableiters (9) zugeordnet ist, auf den Anodenableiter (9) aufgetragen wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, wobei ein einen Rand eines Loches der Maske überragendes Ende des Anodenableiters (9) mit einem Abstandhalter (17) abgestützt wird.
15. Verfahren nach Anspruch 9, wobei die Paste (18) durch Umspritzen, Umpressen oder Umgießen auf den Anodenableiter (9) aufgetragen wird.
16. Verfahren nach Anspruch 9, wobei aus der Paste (18) eine Grünfolie gefertigt wird, die zugeschnitten und mit dem Anodenableiter (9) verklebt wird.
17. Verfahren nach Anspruch 8, wobei der Anodenableiter (9) mit einem Pulver umpreßt wird, so daß ein Preßling entsteht, aus dem der Anodenableiter (9) an einer Seite herausragt, und wobei der Preßling anschließend gesintert wird.
18. Verfahren nach Anspruch 17, wobei der flächige Anodenableiter (9) vor dem Pressen in eine Pulverschüttung des Pulvers eingeschoben wird.
19. Verfahren nach Anspruch 17 oder 18, wobei für den Anodenableiter (9) ein streifenförmiges Blech mit einem Verhältnis Breite/Dicke zwischen 2 und 100 verwendet wird.
20. Verfahren nach Anspruch 17 bis 19, wobei für den Anodenableiter (9) eine Tantalfolie oder ein Tantalblech (10) vorgesehen wird.
21. Verfahren nach Anspruch 17 bis 20, wobei für das Pulver ein Tantalpulver vorgesehen wird.
22. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 21, wobei dem Pulver ein Additiv mit Schmierwirkung, insbesondere Campher, beigefügt wird.
23. Verfahren nach Anspruch 22, wobei das Additiv vor dem Sintern entfernt wird.
Beschreibung  (OCR-Text kann Fehler enthalten)

Beschreibung

Anode für Elektrolytkondensatoren, Elektrolyt-Kondensator und Verfahren zur Herstellung der Anode

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anode für Elektrolyt- kondensatoren mit einem Anodenkörper und einem Anodenableiter. Ferner betrifft die Erfindung einen Elektrolyt- Kondensator mit der Anode, einem die Anode umgebenden Dielek- trikum, einer auf dem Dielektrikum vorgesehenen Schichtkathode, einer aus dem Anodenableiter geformten ersten Anschlußlasche und einer mit der Schichtkathode verbundenen zweiten Anschlußlasche. Ferner betrifft die vorliegende Erfindung Verfahren zur Herstellung der Anode.

Bei dem Kondensator handelt es sich vorzugsweise um einen Chipkondensator. Jedoch ist die vorliegende Erfindung ohne weiteres auch auf andere Kondensatoren, wie beispielsweise gehäuselose Kondensatoren, anwendbar. Ein gehäuseloser Kon- densator hat eine geringe Bauhöhe und wird beispielsweise in eine Hybridschaltung integriert. Im folgenden soll jedoch davon ausgegangen werden, daß der erfindungsgemäße Kondensator ein Chipkondensator ist .

Chipkondensatoren, insbesondere Tantal-Chipkondensatoren zeichnen sich durch ein hohes volumenspezifisches Kapazitäts- Spannungs-Produkt, auch "CV-Produkt" genannt, aus. Das heißt, bei diesen Kondensatoren ist der Wert des auf das Volumen bezogenen Produktes aus Kapazität und an den Kondensator anleg- barer Spannung besonders groß. Weitere vorteilhafte Eigenschaften von Chipkondensatoren liegen in einem stabilen Temperatur- und Frequenzverhalten, einem niedrigen Reststrom und einem kleinen Verlustfaktor.

Infolge dieser hervorragenden Eigenschaften werden speziell Tantal -Chipkondensatoren für eine Vielzahl von Anwendungen auf den verschiedensten Gebieten eingesetzt. Neue Anwendun- gen, anspruchsvolle Einsatzbedingungen und eine zunehmende Miniaturisierung in der Elektronik lassen die Anforderungen an Chipkondensatoren ständig größer werden.

Fig. 24 zeigt den Aufbau eines herkömmlichen Tantal -Chipkondensators in einem schematischen Schnitt, während in Fig. 25 der Anodenkörper dieses Chipkondensators in seitlicher Ansicht und in Fig. 26 der Anodenkörper in Draufsicht gezeigt ist .

Dieser herkömmliche Chipkondensator besteht aus dem Anodenkörper 1, einem Dielektrikum 2 und einer Schichtkathode 3, die ein eigentliches Kondensatorelement bilden.

Außerdem ist ein Gehäuse 4 vorgesehen, das wichtige Schutzfunktionen für das Kondensatorelement übernimmt.

Zu dem Kondensatorelement aus dem Anodenkörper 1, dem Dielektrikum 2 und der Schichtkathode 3 führt ein Tantaldraht 5, der im Inneren des Gehäuses 4 mit einer ersten Metallasche 6 verbunden ist. Mittels eines Leitklebers 8 ist die Schichtkathode 3 an eine zweite Metallasche 7 angeschlossen, die wie die Metallasche 6 aus dem Gehäuse 4 herausgeführt ist.

Derartige Chipkondensatoren werden in unterschiedlichen Größen des Gehäuses 4 mit meist genormten Grundflächenmaßen und Bauhöhen gefertigt. Folglich muß zur Erzielung eines höheren CV-Produktes der Volumenanteil des Kondensatorelementes bzw. des in diesem enthaltenen Anodenkörpers 1 gesteigert werden.

Aufgrund der Verwendung des Tantaldrahtes 5 im Anodenkörper 1 (vgl. hierzu insbesondere auch die Fig. 25 und 26) als an- odenseitigem Abieiter kann die Gehäuseausnutzung kaum noch gesteigert werden. Das freie Ende des Tantaldrahtes 5 wird nämlich an die Metallasche 6 geschweißt, die beim fertigen

Chipkondensator den elektrischen Anschluß an eine elektronische Schaltung auf einer Leiterplatte zusammen mit der ande- ren Metallasche übernehmen soll. Bei einer derartigen Bauweise ist speziell plusseitig der Abstand zwischen dem Kondensatorelement und der Gehäusewand besonders groß. Der durch den Tantaldraht 5 gebildete Abstand zwischen der plusseitigen Me- tallasche 6 und dem Kondensatorelement bzw. dem Anodenkörper 1 kann fertigungsbedingt kaum weiter verringert werden. Mit anderen Worten, bei dem bekannten Chipkondensator wird das Gehäusevolumen nur unzureichend ausgenutzt.

Aus der Druckschrift DD-PS 215 420 ist ein Tantal-Chip- Kondensator bekannt, bei dem ein Anodenableiter in einen zweiteiligen, durch Strangpressen vorgefertigten Anodenkörper eingebettet wird. Anschließend wird der Anodenkörper mit dem Anodenableiter gesintert. Die Verwendung von zwei vorgepress- ten Teil -Anodenkörpern hat den Nachteil, daß aufgrund fertigungsbedingter Toleranzen keine exakte Formschlüssigkeit des Anodenkörpers mit dem Anodenableiter erreicht werden kann. Dadurch verschlechtert sich der elektrische Kontakt zwischen Anodenkörper und Anodenableiter.

Aus der Druckschrift DE 36 34 103 AI ist ferner ein Tantalkondensator bekannt, bei dem ein drahtförmiger Anodenableiter von einem Tantalpulver umpresst ist. Dieser Kondensator hat den Nachteil einer geringen Kontaktfläche zwischen dem draht- förmigen Anodenableiter und dem Anodenkörper. Daraus resultiert ein erhöhter ohmscher Widerstand des Kondensators, der die elektrischen Werte des Kondensators negativ beeinflussen kann. Dieser Effekt ist unerwünscht.

Es ist ferner aus der Druckschrift US 3,903,589 ein Tantalkondensator bekannt, dessen Anode durch Eintauchen des Anodenableiters in eine metallpulverhaltige Dispersion hergestellt wird. Beim Herausziehen des Anodenableiters aus der Dispersion bleibt ein Tropfen auf dem Anodenableiter hängen, der danach getrocknet und gesintert wird. Dieser Tantalkondensator hat den Nachteil, daß der Anodenkörper nicht mit einer definierten Geometrie herstellbar ist. Der bekannte Kon- densator hat aufgrund der fehlenden optimierten Anodengeometrie und der weiten Toleranzen eine schlechte Volumenausnutzung.

Ziel der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Anode anzugeben, die eine große Kontaktfläche zwischen dem Anodenableiter und dem Anodenkorper aufweist, deren Anodenkörper eine fest vorgegebene Form hat und bei der ein guter elektrischer Kontakt zwischen dem Anodenkörper und dem Anodenableiter be- steht.

Die Erfindung gibt eine Anode für einen Elektrolyt- Kondensator an mit einem Anodenkörper einer fest vorgegebenen Form und mit einem flächigen Anodenableiter, bei der der An- odenkörper aus einem kontinuierlich verformbaren Material, das verfestigt werden kann, an den Anodenableiter angeformt ist .

Ferner gibt die Erfindung einen Kondensator an, bei dem der Anodenkörper von einem Dielektrikum umgeben ist, bei dem auf dem Dielektrikum eine Schichtkathode vorgesehen ist, bei dem ein weiterer Endabschnitt des Anodenableiters zu einer ersten Anschlußlasche geformt ist und bei dem die Schichtkathode mit einer zweiten Anschlußlasche verbunden ist.

Die erfindungsgemäße Anode hat den Vorteil, daß durch Anfor- men des gesamten Anodenkörpers in Form eines kontinuierlich verformbaren Materials an den Anodenableiter ein homogener Anodenkörper mit einer guten Formschlüssigkeit zum Anodenab- leiter sowie mit einem guten elektrischen Kontakt zum Anodenableiter gestaltet werden kann.

Ferner hat die erfindungsgemäße Anode den Vorteil, daß durch die Formgebung des Anodenkörpers mit Hilfe eines kontinuier- lieh verformbaren Materials eine beliebige Formgebung mit

Hilfe entsprechender Formen, die vor oder nach dem Verfestigen des Anodenkörpers entfernt werden, erfolgen kann. Das Ma- ω ω to t M

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Es ist darüber hinaus eine Anode vorteilhaft, bei der der Anodenkörper einen Endabschnitt des Anodenableiters vollständig umschließt. Dadurch kann eine optimale Ausnutzung der Oberfläche des Anodenableiters zur Kontaktierung des Anodenkör- pers erzielt werden. Des weiteren ist dadurch eine hohe mechanische Stabilität der Anode gewährleistet.

Ferner gibt die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Anode an, wobei ein kontinuierlich verform- bares Material, das verfestigt werden kann, unter gleichzeitiger äußerer Formgebung an einen flächigen Anodenableiter angeformt und anschließend zur Bildung eines Anodenkörpers verfestigt wird. Durch das gleichzeitige Anformen des Materials an den Anodenableiter und das Definieren der äußeren Form des Anodenkörpers mit Hilfe eines kontinuierlich verformbaren Materials entfallen aufwendige Nachbearbeitungsprozesse zur Formgebung des Anodenkörpers .

Es ist ein Verfahren besonders vorteilhaft, wobei eine Paste, die ein Bindersystem und ein Pulver enthält, auf den Anodenableiter aufgetragen und sodann getrocknet und gesintert wird. Die Paste kann dabei mittels unterschiedlicher Methoden mit dem Anodenableiter zu einer Anode gestaltet werden. Es kann beispielsweise eine aus der Druckschrift DE 199 27 909 AI bekannte Paste, bestehend aus einer diskreten Phase mit einem Metallpulver und einer kontinuierlichen Phase mit organischen Verbindungen verwendet werden.

Der erfindungsgemäße Kondensator ist SMD-fähig (SMD = Surface Mounted Device) . Durch die Verwendung einer Paste ist die

Verarbeitung von hoch- und höchstkapazitiven Tantalpulvern vereinfacht .

Ferner gibt die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Anode an, wobei ein flächiger Anodenableiter mit einem Pulver umpresst wird, aus dem der Anodenableiter an einer Seite herausragt. Anschließend wird der Preßling gesintert. Das erfindungsgemäße Verfahren kann vorteilhaft so durchgeführt werden, daß ein Anodenableiter in Form eines streifenförmigen Blechs in eine in einer Preßmatrize befindlichen Schüttung aus dem Pulver eingeschoben wird und danach der Preßvorgang erfolgt .

Das für den Anodenableiter bevorzugt verwendete Material Tantal ist sehr teuer, so daß der für das Verfahren verwendete Streifen möglichst dünn sein sollte. Andererseits muß das verwendete Tantalblech eine ausreichende mechanische Stabilität aufweisen, so daß es in die Pulverschüttung eingeschoben und später zu einer mechanisch stabilen Lasche gebogen werden kann. Unter diesen Randbedingungen haben sich streifenförmige Anodenableiter einer Breite zwischen 0,3 und 5 mm und einer Dicke zwischen 50 und 150 μm als geeignet erwiesen. Diese Anodenableiter weisen ein Verhältnis Breite/Dicke zwischen 2 und 100 auf.

Das Pressen des Pulvers kann besonders vorteilhaft durch Querpressen erfolgen, d. h. durch Pressen quer zu der Richtung, in der sich der streifenförmige Anodenableiter erstreckt .

Die weiteren Fertigungsschritte entsprechen der konventionel- len Tantal-Chipkondensatorfertigung . So wird in der Formierung genannten Prozedur auf der inneren und äußeren Oberfläche des gesinterten Anodenkörpers das Dielektrikum aus Tan- talpentoxid gebildet. Nach dem Aufbringen der Kathodenschichten folgt die Herstellung von Kathodenanschluß und Gehäuse. Die dem plusseitigen elektrischen Anschluß dienende Anodenlasche aus Tantal kann in der erfindungsgemäßen Ausführung zum Zwecke der Löt- oder Verklebbarkeit nachbehandelt werden, was auch für die anderen Ausführungsbeispiele gilt.

In Abwandlung der obigen erfindungsgemäßen Ausführung des

Tantal -Chipkondensators wird das Tantalpulver noch mit einem Additiv versetzt, das aufgrund seiner Schmierwirkung den Preßvorgang leichter gestaltet und das Preßwerkzeug schont. Auch werden die Rieselfähigkeit des Pulvers und die mechanische Stabilität des Preßlings durch die Bindewirkung des Additivs verbessert. Ein übliches Additiv ist Campher. Es soll- te vor dem Sintern des Preßlings nach Möglichkeit rückstandsfrei entfernt werden.

Anstelle von Tantal können auch andere geeignete Metalle, wie beispielsweise Niob, oder auch Legierungen von geeigneten Me- tallen oder auch andere Materialien, die die Fähigkeit zur Ausbildung eines Dielektrikums besitzen, verwendet werden.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 bis 3 schematische Darstellungen zur Erläuterung eines ersten Ausführungsbeispiels der Erfindung,

Fig. 4 bis 6 schematische Darstellungen zur Erläuterung eines zweiten Ausführungsbeispiels der Erfindung,

Fig. 7 bis 13 schematische Darstellungen zur Erläuterung eines ersten Verfahrens zum Herstellen eines

Anodenkörpers ,

Fig. 14 und 15 schematische Darstellungen zur Erläuterung einer Abwandlung des Verfahrens nach den Fig. 7 bis 13,

Fig. 16 bis 23 schematische Darstellungen zur Erläuterung eines zweiten Verfahrens zum Herstellen eines Anodenkörpers und

Fig. 24 bis 26 schematische Darstellungen zur Erläuterung eines herkömmlichen Chipkondensators. Die Fig. 24 bis 26 sind bereits eingangs beschrieben worden. In den Figuren werden einander entsprechende Bauteile jeweils mit den gleichen Bezugszeichen versehen.

Fig. 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Chipkondensator mit einem eigentlichen Kondensatorelement aus einem Anodenkörper 1, einem Dielektrikum 2, einer Schichtkathode 3 und einem flächigen Anodenableiter 9, der in den Anodenkörper 1 hinein- reicht. Der Anodenkörper 1 besteht aus einem porösen Metallsinterkörper, der, wie weiter unten noch näher erläutert werden wird, aus einer metallpulverhaltigen Paste, die getrocknet und gesintert ist, aufgebaut wird und dabei eine feste und großflächige Verbindung mit dem Anodenableiter 9 her- stellt.

Der Anodenableiter 9 wird vorzugsweise aus Tantal hergestellt, das in vorteilhafter Weise auch als Metall für das Metallpulver der Paste verwendet wird.

Die Schichtkathode 3 ist wie bei dem herkömmlichen Chipkondensator der Fig. 24 über einen Leitkleber 8 mit der Metallasche 7 verbunden.

Der Anodenableiter 9 erfüllt die Funktionen des Tantaldrahtes 5 sowie der Metallasche 6 des herkömmlichen Chipkondensators von Fig. 24: er ist hierzu zu einer Kontaktlasche gebogen bzw. ausgebildet (vgl. insbesondere Fig. 2 und 3), wodurch plusseitig der Abstand zwischen dem Kondensatorelement und dem Rand des Gehäuses 4 verringert werden kann. Das Volumen des Gehäuses 4 des Bauelementes wird somit besser ausgenutzt, um in vorteilhafter Weise ein höheres CV-Produkt zu erzielen. Auch kann bei gleichbleibendem Volumen des Anodenkörpers 1 eine kleinere Größe für das Gehäuse 4 gewählt werden. Bei gleicher Größe des Gehäuses 4 kann durch die Erfindung das Kondensatorelement bzw. der Anodenkörper 1 größer gestaltet werden als beim Stand der Technik nach den Figuren 24 bis 26. Der erfindungsgemäße Chipkondensator mit dem flächigen Anodenableiter 9 im Anodenkörper 1 erlaubt die Herstellung äußerst flacher Kondensatorelemente, wie dies schematisch aus den Fig. 4 bis 6 zu ersehen ist. Die Fig. 5 zeigt dabei wie die Fig. 2 eine seitliche Ansicht des Anodenkörpers 1 mit dem Anodenableiter 9, während in der Fig. 6, ähnlich wie in der Fig. 3, eine Draufsicht auf den Anodenkörper 1 mit dem Anodenableiter 9 dargestellt ist. Allerdings ist in den Fig. 3 und 6 der Anodenableiter 9 in seiner gesamten Ausdehnung dargestellt, obwohl er an sich teilweise durch den Anodenkörper 1 abgedeckt ist .

Durch die flache Ausführung entsprechend dem Ausführungsbei- spiel der Fig. 4 bis 6 wird eine besonders große Mantelfläche erhalten, was kurze Strompfade ermöglicht und eine Verbesserung der elektrischen Eigenschaf en bewirkt. Auch können die äußerst flachen Kondensatorelemente gegebenenfalls ohne Gehäuse in Hybridschaltungen integriert werden.

Für die Herstellung eines Anodenkörpers wird eine Paste aus einem Bindersystem und einem Tantalpulver auf eine Tantalfolie oder ein Tantalblech 10 der Dicke 50 bis 150 μm unter Verwendung einer Schablone 11 gedruckt. Fig. 7 zeigt eine Draufsicht dieser Schablone 11, während in Fig. 8 eine Seitensicht des Tantalbleches 10 zusammen mit der Schablone 11 gezeigt und in Fig. 9 die Schablone 11 mit Tantalpaste 12 gefüllt ist. Das Tantalblech 10 zusammen mit der aufgerakelten bzw. aufgedruckten Tantalpaste 12 wird nach Entfernen der Schablone 11 getrocknet und gesintert, so daß die in Fig. 10 in Seitenansicht gezeigte Anordnung erhalten wird.

Die Anordnung von Fig. 10 wird schließlich längs der Punktlinien (vgl. Fig. 11) zugeschnitten, so daß auf diese Weise An- odenkörper erhalten werden, die mit dem Tantalblech 10 verbunden sind. Fig. 12 zeigt eine Seitensicht eines solchen An- odenkörpers mit einem Tantalblech 10, während in Fig. 13 eine Draufsicht hiervon dargestellt ist.

Gegebenenfalls kann das Zuschneiden in die einzelnen Anoden- körper (vgl. Fig. 11) bei ausreichender Trocknung auch vor dem Sintern erfolgen.

Die sich anschließenden Verfahrensschritte entsprechen der herkömmlichen Tantal -Chipkondensatorfertigung . So wird in ei- ner Formierung genannten Prozedur auf der inneren und äußeren Oberfläche des gesinterten Anodenkörpers 1 das Dielektrikum 2 aus Tantalpentoxid gebildet. Nach dem Aufbringen der Schichtkathode 3 folgt die Herstellung von Kathodenanschluß bzw. Metallasche 7 und Gehäuse 4. Die als plusseitiger elektrischer Anschluß dienende Anodenlasche aus dem Anodenableiter 9 aus Tantal kann zum Zwecke der Verbesserung der Löt- bzw. Ver- klebbarkeit noch nachbehandelt werden.

In Abwandlung des Ausführungsbeispiels der Fig. 7 bis 13 ist es möglich, das Tantalblech 10 beidseitig mit der Tantalpaste 12 zu bedrucken, was in einem Arbeitsgang erfolgen kann. Beim Bedrucken in zwei Schritten wird nach dem Bedrucken der ersten Seite des Tantalbleches 10 die auf diese Seite aufgetragene Paste vorgetrocknet. Unabhängig davon, ob das Bedrucken in einem Arbeitsgang oder in zwei Arbeitsgängen vorgenommen wird, wird schließlich eine Anordnung erhalten, wie diese in den Fig. 14 und 15 dargestellt ist, wobei Fig. 14 eine Seitensicht zeigt, während in Fig. 15 eine Draufsicht auf das Tantalblech 10 mit dem aus zwei Teilen bestehenden Anodenkör- per gezeigt ist.

Die Herstellung des Anodenkörpers für den Chipkondensator ist auch durch Siebdrucken möglich, wozu eine Paste aus einem Bindersystem und Tantalpulver auf eine Tantalfolie oder ein Tantalblech 10 der Dicke 50 bis 150 μm siebgedruckt wird. Das Tantalblech 10 mit der siebgedruckten Tantalpaste 12 wird wie in den vorangehenden Beispielen getrocknet und gesintert. Nach dem Sintern wird das Tantalblech 10 zugeschnitten. Auf diese Weise werden einzelne Anodenkörper mit einem Anodenableiter aus Tantalblech 10 oder Tantalfolie entsprechend den Fig. 12 und 13 erhalten. Auch hier kann das Zuschneiden bei ausreichender Trocknung vor dem eigentlichen Sintern erfolgen.

Die weiteren Verfahrensschritte werden in der oben erläuterten Weise ausgeführt.

Das Siebdrucken auf das Tantalblech 10 ist auch beidseitig möglich, was gegebenenfalls in einem Arbeitsgang erfolgen kann. Wird das Drucken in zwei Schritten vorgenommen, so kann nach dem Bedrucken der ersten Seite des Tantalbleches 10 mit der Paste ein Vortrocknen vorgenommen werden. Auf diese Weise wird schließlich die in den Fig. 14 und 15 gezeigte Anordnung mit dem Tantalblech 10 und den zu Anodenkörpern gesinterten Tantalpasten 12 erhalten.

Bei einem anhand der Fig. 16 bis 23 erläuterten Ausführungsbeispiel der Erfindung wird ein Anodenableiter von einer Metallpulverpaste komplett eingefaßt, so daß der Anodenableiter nur auf einer Seite aus einem aus der Metallpulverpaste durch Trocknen und Sintern erzeugten Anodenkörper 20 herausragen kann, wie dies zunächst in den Fig. 22 und 23 in Seitensicht bzw. Draufsicht gezeigt ist. Für die Herstellung einer solchen Anordnung kann ein mehrstufiges Schablonenverfahren eingesetzt werden, bei dem zunächst zwischen zwei Lochmasken 13, 14 Streifen 15 aus Tantalfolie oder Tantalblech mit einer Dicke von 50 bis 150 μm plaziert werden. Fig. 16 zeigt eine Draufsicht auf die Lochmaske 13 mit den Streifen 15, während in Fig. 17 eine Seitensicht der Lochmasken 13, 14 mit den Streifen 15 auf einer ersten Basisplatte 16 dargestellt ist. Der Anteil des Streifens 15, der in das Loch der Lochmasken 13, 14 hineinragt, kann durch einen Abstandhalter 17 abgestützt werden (vgl. Fig. 17) . Dieser Abstandhalter 17 kann gegebenenfalls auch Teil der Basisplatte 16 sein oder auf ihr fixiert werden.

Nach dem Vortrocknen einer eingerakelten Paste 18 (vgl. Fig. 18) wird eine weitere Basisplatte 19 aufgelegt (vgl. Fig.

19) , die erste Basisplatte 16 mit den Abstandhaltern 17 wird entfernt (vgl. Fig. 20), und es wird ein zweites Mal Metallpulverpaste eingerakelt (vgl. Fig. 21) . Nach dem Ausformen werden ein Trocknen und Sintern vorgenommen. Auf diese Weise können die Anordnungen der Fig. 22 und 23 mit dem Anodenkörper 20 erhalten werden.

Alternativ ist es für die Herstellung eines Chipkondensators auch möglich, einen Streifen aus Tantalfolie oder Tantalblech mit einer Dicke von 50 bis 150 μm mit einer Paste aus einem

Bindersystem und einem Tantalpulver zu umspritzen, zu umpres- sen oder zu umgießen. Nach einem Ausformen wird der so erhaltene Anodenkörper getrocknet und gesintert. Auf diese Weise werden einzelne Anodenkörper mit einem Anodenableiter aus Tantalfolie oder Tantalblech entsprechend den Fig. 22 (Seitensicht) und 23 (Draufsicht) erhalten, welche in der oben erläuterten Weise weiterbehandelt werden.

Schließlich kann zur Herstellung eines Anodenkörpers auch aus einer Paste, die aus einem Bindersystem und Tantalpulver besteht, eine elastische, folienartige Masse (Grünfolie) vorgefertigt werden, welche zugeschnitten und mit der Tantalfolie oder dem Tantalblech mit einer Dicke von 50 bis 150 μm verklebt wird. Nach einem Trocknen und Sintern werden einzelne Anodenkörper mit einem Anodenableiter aus Tantalfolie oder

Tantalblech erhalten, wie diese in den Fig. 22 und 23 dargestellt sind.

Die durch das weiter oben beschriebene Preßverfahren mit Pul- ver hergestellten Anodenkörper sehen genauso aus, wie die in Fig. 22 und Fig. 23 dargestellten.

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UnternehmensklassifikationH01G9/052, H01G9/15, H01G9/042, H01G9/012
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