Kontakte bewusst auswählen

Bringen Sie Ihren Kindern bei, keine Treffen mit Personen zu vereinbaren, die sie online "kennengelernt" haben, und keine personenbezogenen Daten mit Fremden online auszutauschen. Die Tools von Google ermöglichen es den Nutzern, nur mit den ihnen bekannten Personen online zu interagieren und andere zu meiden. Bevor Ihre Kinder mit der Nutzung von Online-Kommunikationstools wie Hangouts, Google+ und Blogger beginnen, sollten Sie mit Ihnen darüber sprechen, wie sie Kontakte gezielt auswählen und sich im Web angemessen verhalten.

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FSM

Was sind Kontaktrisiken?

Überall, wo Kinder und Jugendliche im Internet kommunizieren, können sie sowohl mit problematischen Inhalten als auch mit Personen oder Gruppen mit negativen Absichten in Kontakt geraten. Diese sogenannten Kontaktrisiken treten vor allem auch in sozialen Netzwerken auf, da hier die Kommunikation mit anderen und die Mitteilung von Informationen und Inhalten im Vordergrund steht. Diese können als Grundlage zur Kontaktanbahnung genutzt werden bzw. können deren Anlass sein. Auch bieten die verschiedenen Kommunikationsmittel in sozialen Netzwerken, z.B. Posts auf einer Pinnwand, Kommentare oder Gruppennachrichten, unterschiedliche Ansprachemöglichkeiten. Vor allem aber über Einzelnachrichten stattfindende Ansprachen können problematisch sein, da diese durch Dritte – also z.B. andere Nutzer oder Freunde im sozialen Netzwerk – nicht einsehbar sind.

Welche Formen von Kontaktrisiken gibt es?

Die Formen von Kontaktrisiken sind vielseitig. Oftmals sind sie zudem mit der Übermittlung von problematischen Inhalten verbunden. Grundsätzlich lassen sich jedoch die folgenden beiden groben Richtungen unterscheiden:

  • Beschimpfung, Bedrohung und Beleidigung (im Falle eines sich wiederholenden Vorgangs kann es sich um Cybermobbing handeln)
  • Sexuell orientierte Kommunikation (z.B. sexuelle Belästigung, Anfrage zur Zusendung erotischen oder pornografischen Materials) bis hin zur Anbahnung von sexuellem Kontakt/Missbrauch (Cybergrooming).

Welche Schutzmaßnahmen können getroffen werden?

Je nach Alter ihres Kindes sollten Eltern auf spezielle Community-Angebote zurückgreifen. In der deutschsprachigen Kinderinternetseiten-Landschaft gibt es soziale Netzwerke speziell für eine jüngere Zielgruppe, die mittels Zugangsbeschränkung (der ausschließlichen Zulassung von Benutzern mit einer bestimmten Altersspanne), Elternkontakt und Prüfung/Vormoderation aller Inhalte, einen sicheren Kommunikationsraum für Kinder bieten. Beispiele hierfür sind www.juki.de, www.helles-koepfchen.de, www.tivi.de, www.toggo.de oder www.knipsclub.de.

Diese Angebote sind jedoch kein Ersatz für eine kontinuierliche Begleitung und Kommunikation über positive und negative Erfahrungen im Internet durch die Eltern. Dabei sollten gemeinsam in der Familie Regeln für die Internetnutzung – und im Speziellen für die Nutzung sozialer Netzwerke – ausgehandelt werden. Jugendschutzprogramme können gerade für jüngere Kinder die Nutzung von nicht moderierten sozialen Netzwerken verhindern.

Mit zunehmendem Alter werden jedoch spezielle Kinderangebote eher unattraktiv. Gerade bei Jugendlichen ändert sich zudem das Nutzungsverhalten. Sie streben – wie in der realen Lebenswelt auch – zunehmend nach Autonomie und suchen/brauchen Erfahrungs- und Freiräume. Diese sollten ihnen auch zugestanden werden. Gerade soziale Netzwerke sind dabei Orte des Austausches. Die meisten sozialen Netzwerke erlauben zudem die Nutzung ihrer Angebote ab 13 Jahren. Doch auch hier sollten Eltern das Gespräch mit ihren Kindern suchen und über mögliche Gefahren und Probleme aufklären. Zudem sollten auch dann die von den Jugendlichen genutzten Angebote auf sicherheitsrelevante Aspekte überprüft und deren Anwendung eingefordert werden. Hierzu gehören z.B.

  • Einstellungen zur Privatsphäre und zum Datenschutz: Wer das eigene Profil sehen kann, kann vom Nutzer selbst bestimmt werden. Sinnvoll ist es, die Einsicht der Profilinhalte auf Freunde zu beschränken. Gleichzeitig kann bei jeder neu eingestellten Information bestimmt werden, wer diese sieht (z.B. über die Erstellung von Freundeslisten). Auch der Zugang zu bestimmten persönlichen Daten kann so weiter eingeschränkt werden.
  • Sicherheitstools: Findet eine negative Kontaktanbahnung statt, kann der jeweilige belästigende Nutzer blockiert werden. Somit ist das gesamte Profil des Jugendlichen für ihn nicht sichtbar – weder in der Suchfunktion noch in Kommentaren, Gruppen oder Freundeslisten.
  • Meldefunktion: Problematische Inhalte und/oder risikobehaftete Kontaktanbahnung können mit der Meldefunktion dem Betreiber des Netzwerkes gemeldet werden. Dieser sorgt dann im Falle eines Verstoßes gegen die Nutzungsbedingungen für Sanktionen, die bis hin zur Löschung des jeweiligen Nutzers führen können. Gleichzeitig kann auch eine Meldung über die www.internet-beschwerdestelle.de erfolgen.

Neben Schutzmaßnahmen können bestimmte Verhaltensweisen der Jugendlichen selbst ein höheres Maß an Sicherheit aufbauen. So sollten Freundschaftsanfragen nur dann angenommen werden, wenn diese von bekannten Personen stammen. Ebenso sollte die Preisgabe von persönlichen Daten wie z.B. Anschrift und Handynummer nicht öffentlich im Profil, sondern – und nur dann, wenn unbedingt nötig – per persönlicher Nachricht an bereits bekannte und vertrauenswürdige Personen erfolgen. Bei Fremden bzw. wenig bekannten Kontakten sollten Jugendliche in der Kommunikation und insbesondere mit der Preisgabe der eigenen Daten vorsichtig sein.

Kommt es trotzdem zu einem gefährdenden Kontakt, sollten Jugendliche unverzüglich ihre Eltern informieren und die belästigende Person blockieren und dem sozialen Netzwerk melden. Dies unterstreicht, wie wichtig es ist, dass Jugendliche ihre Eltern als Ansprechpartner bei der Internetnutzung begreifen. Dies kann durch regelmäßige, gemeinsame Gespräche zur Mediennutzung erreicht werden. Bei besonders schweren Fällen – also z.B. der wiederholten sexuellen Belästigung – sollte eine Anzeige erfolgen.

Vor allem aber sollten Eltern im Falle von Belästigungen, sei es Mobbing oder Grooming, in einem sozialen Netzwerk ihr Kind bei der Bewältigung des Erlebten unterstützen. Gleichzeitig sollte klargemacht werden, dass nicht der/die jeweilige Jugendliche Schuld am Erlebten ist, sondern das Fehlverhalten eindeutig auf der anderen Seite liegt.

Eine generelle Verbannung von sozialen Netzwerken bei Jugendlichen ist nicht zu empfehlen, da mit der Kommunikation auch positive Aspekte verbunden sind. Studien haben gezeigt, dass der produktive Umgang mit sozialen Netzwerken gleichzeitig den Aufbau von Abwehr- und Verhaltensmechanismen im Falle des Auftretens von Kontaktrisiken unterstützt. Das Verhindern des Zugangs zu sozialen Netzwerken, z.B. durch Einstellungen in Jugendschutzprogrammen, ist aus diesem Grund für Jugendliche nicht angezeigt, da mit dieser Maßnahme nicht nur negative Inhalte verhindert werden, sondern in höherem Maße ebenso positive Inhalte und Kommunikationsformen.

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Lernen Sie Sicherheitstools von Google kennen, mit denen sich das eigene Image im Web überwachen lässt.

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