Das App Developer Business Kit

Wie aus der Idee für eine App ein Unternehmenserfolg wird.
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Von der Idee zur App

Machen Sie sich mit den Erfolgsprinzipien vertraut und erhalten Sie Tipps von den weltweit besten App-Entwicklern.
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Wachstum

Sprechen Sie mehr Nutzer an, erschließen Sie neue Märkte und verbessern Sie Ihre App mithilfe von Analysen.
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Ehrgeizige Ziele

Entwickeln Sie mehrere Apps und bauen Sie so Ihr Unternehmen aus.
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9 Tipps

Mit diesen praktischen Tipps führen Sie Ihr App-Projekt zum Erfolg.
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Google AdMob Business Kit
Abschnitt 1 – Mobil Abschnitt 2 – Mobil Abschnitt 3 – Mobil Abschnitt 4 – Mobil Abschnitt 5 – Mobil
Hintergrundebene Mittelgrundebene
Erstellung 1 Erstellung 2 Erstellung 3

Was gehört zu einer
erfolgreichen App?

Es gibt keine Zauberformel für eine App, die Millionen Nutzer erreicht. Allerdings können Sie Ihre Erfolgschancen erhöhen, wenn Sie bestimmte Grundsätze einhalten. Hier finden Sie eine Erläuterung dieser Grundsätze sowie wertvolle Tipps von weltweit führenden App-Entwicklern.
Welche Zielgruppe möchten Sie erreichen?

Bevor Sie eine App entwickeln, sollten Sie überlegen, wie der ideale Nutzer aussieht. Erstellen Sie ein Spiel für eine bestimmte demografische Gruppe? Ist Ihre App für Nutzer in einem bestimmten Land oder einer bestimmen Region gedacht oder soll sie global ausgerichtet sein? Analysieren Sie das Profil der potenziellen Nutzer, bevor Sie eine App entwickeln, um von Anfang an fundierte strategische Entscheidungen zu treffen und somit den Entwicklungsprozess zu vereinfachen.

Wir haben mit dem polnischen App-Entwickler Szymon Klimaszewski gesprochen, dessen App Blutdruck (My Heart) zu den beliebtesten Gesundheits-Apps im Google Play Store gehört. Er hat eine benutzerfreundliche App zur Blutdrucküberwachung entwickelt. Seine Annahme, dass die App vor allem ältere Nutzer ansprechen wird, fand bei seinem Design-Ansatz Berücksichtigung.

"Mir war klar, dass die App benutzerfreundlich und leicht verständlich aufgebaut sein muss. Ich habe überlegt, welche Nutzer die App verwenden würden, und daraufhin ein einfaches Design entworfen. Auf versteckte Funktionen oder Schaltflächen habe ich bewusst verzichtet. Die App ist für die meisten Nutzer sehr intuitiv und schnell einsetzbar."

Markttrends verfolgenWenn Ihr Konzept überzeugen soll, müssen Sie wissen, welche Produkte in den App-Stores am beliebtesten sind. Natürlich geht es nicht darum, erfolgreiche Apps nachzuahmen, sondern darum, zu verstehen, in welche Richtung sich der Markt und die Vorlieben der Nutzer bewegen. Es ist wenig hilfreich, monatelang an der Entwicklung einer Spiele-App mit einem Spieletyp zu arbeiten, für den sich die Nutzer längst nicht mehr interessieren. Kostenlose Dienste wie App Annie bieten Einblicke in die neuesten Trends in den App-Stores und liefern Informationen über viele App-Unterkategorien sowie die Downloadcharts in den einzelnen Ländern. So können Sie beispielsweise die Beliebtheit von Puzzlespielen im Vergleich zu Ego-Shootern einschätzen. Die eigenen Ideen wirken zuweilen am überzeugendsten, deshalb werden Apps oft unter Berücksichtigung eigener Vorlieben und Abneigungen entwickelt. Sie sollten jedoch darauf achten, die Bedürfnisse der Nutzer nicht zu vernachlässigen.

Tuyen Nguyen, Mobile Developer Advocate bei Google, betont, wie wichtig es ist, den Markt zu kennen:

Entwickler sollten vorab überlegen, was an ihrer Idee einzigartig ist und welches Problem sie lösen möchten. Wenn sie sich auf diese beiden Aspekte konzentrieren, können sie eine hochwertige App erstellen, die den Nutzern einen echten Mehrwert bietet. Tuyen Nguyen Mobile Developer Advocate bei Google
Bietet Ihre App etwas Neues?

Es ist wichtig, Ihre App von den Millionen anderen Apps abzuheben. Mit diesem Aspekt sollten Sie sich vor der Entwicklung der App intensiv beschäftigen. Eine sorgfältige Marktanalyse kann helfen, eine Nische zu finden.

Artavazd Mehrabyan ist Gründer von PicsArt, einem App-Entwicklungsunternehmen mit einer Leidenschaft für die Fotografie. Die App PicsArt Fotostudio des Unternehmens ist die beliebteste App zur Fotobearbeitung unter Android und hat mehr als eine Million Bewertungen zu bieten. Artavazd Mehrabyan wollte eine Foto-App erstellen, die viele Funktionen bietet und sich von anderen Apps abhebt – das barg natürlich auch Risiken.
"Unser Team diskutierte darüber, dass es keine guten Apps zur Fotobearbeitung auf Mobilgeräten gab. Mobilgeräte wurden als eingeschränkte Plattform mit eingeschränkten Funktionen wahrgenommen. Zum damaligen Zeitpunkt waren Foto-Apps recht einfach gestrickt und darauf ausgelegt, ein oder zwei Aufgaben zu bewältigen. Wir waren jedoch überzeugt, dass derartige Apps schon bald leistungsstärker werden würden, und begannen im Jahr 2011 mit der Entwicklung unserer Foto-App. Die Kombination mehrerer Tools in einem einzelnen Fotostudio war riskant, da sich dadurch die Downloadzeit der App verlängerte und wir nicht davon ausgehen konnten, dass die Nutzer dies tolerieren würden. Aber die App bot den Nutzern etwas Neues, und das führte letzten Endes zu Downloads im zweistelligen Millionenbereich."

Marktstatistiken

72 % der Befragten sind der Meinung, eine schnelle Ladezeit ist ein wichtiges Merkmal einer hochwertigen App.

Mobile Apps Consumer Study, AdMob und Parks Associates, Oktober 2013

Bietet Ihre App eine positive Nutzererfahrung?

Viele der erfolgreichen App-Entwickler, mit denen wir im letzten Jahr gesprochen haben, legen größten Wert darauf, die bestmögliche Nutzererfahrung zu bieten.

Toni Fingerroos ist Gründer und CEO von Fingersoft, dem Unternehmen hinter Hill Climb Racing, einem weltweit beliebten Rennspiel mit mehr als 100 Millionen Downloads auf allen Plattformen. Als er damit begann, ein Rennspiel zu entwickeln, war es ihm äußerst wichtig, eine herausragende Nutzererfahrung zu schaffen. Er konzentrierte sich darauf, das Modul zu optimieren, das die Bewegungen und Reaktionen der Fahrzeuge steuert.

"Wir konzentrieren uns in erster Linie auf Spiele-Apps. Bei der Entwicklung von Hill Climb Racing wurde mir etwas Wichtiges klar: Apps sollten einfach gehalten sein. Ab diesem Zeitpunkt lief alles besser. Deshalb mein Rat: Halten Sie Ihre App möglichst einfach. Den Nutzern muss Ihr Produkt gefallen, das ist der Schlüssel für eine erfolgreiche App."

Neben dem spielerischen Aspekt ist vor allem entscheidend, dass die App problemlos funktioniert. Nicht getestete und fehlerhafte Apps werden keinen Erfolg haben, da die Nutzer innerhalb von Sekunden Apps deinstallieren und eine Alternative herunterladen können. Eine positive Nutzererfahrung entscheidet über Erfolg und Misserfolg. Eine unserer Studien zu AdMob hat ergeben, dass 72 % der Smartphone-Nutzer in den USA eine schnelle Ladezeit für ein wichtiges Merkmal einer hochwertigen App halten. 70 % waren der Ansicht, dass eine unkomplizierte Navigation für den Gesamteindruck der App wichtig ist.[7]

Finanzierung der App

Es gibt viele Möglichkeiten, eine App zu finanzieren, von denen einige Sie vielleicht überraschen. In diesem Kapitel werden etablierte Methoden und etwas unkonventionellere Möglichkeiten vorgestellt.

Muss die App finanziert werden? Ob eine Finanzierung Ihrer App notwendig ist, hängt vom Typ der entwickelten App und von Ihrer persönlichen Situation ab. Natürlich sollten potenzielle Kosten Sie nicht daran hindern, Ihre App zu entwickeln. Deshalb sollten Sie schon früh überlegen, welche Kosten anfallen können. Einige Beispiele:

Beispiele
Finanzierung
  • Produktivitäts-Apps, soziale Apps oder Spiele-Apps, für die die Arbeit, die Kommunikation oder der Level eines Nutzers abgefragt werden müssen, könnten eine Cloud-Speicherungslösung erfordern.
  • Bei standortbasierten Apps, die Wegbeschreibungen oder Informationen zu Entfernungen bereitstellen (z. B. die Entfernung eines Nutzers von einem Ladengeschäft), fallen möglicherweise Lizenzgebühren für Karten an.
  • Für Apps, die auf urheberrechtlich geschützte Software zugreifen, z. B. APIs oder Entwicklungsmodule (für Spiele), könnten Lizenzgebühren anfallen. Bei einer plattformübergreifenden App müssen Sie möglicherweise mehrere Pakete erwerben.
  • Wenn Sie eine sehr umfangreiche App erstellen, die eine fortlaufende Weiterentwicklung erfordert, sollten Sie unter Umständen langfristig Entwickler beauftragen oder einstellen.
  • Berücksichtigen Sie auch die Kosten für die Hardware. Für Tests ist es eventuell sinnvoll, sich Geräte für die Plattformen anzuschaffen, für die Sie die App konzipieren.
Welche Finanzierungsarten gibt es?

Wir berücksichtigen etablierte und neue Finanzierungsmethoden. Zu den etablierten Finanzierungsmethoden gehören die traditionellen Quellen wie Eigenfinanzierung oder Unternehmenskredite. Zu den neueren Methoden zählt Crowdfunding.

Eigenfinanzierung
Wenn Ihre App nur minimale Kosten verursacht, kann die Eigenfinanzierung eine passende Option sein. Falls Sie die App in Vollzeit entwickeln, sollten Sie den Zeitaufwand für die Entwicklung im Rahmen des Projektmanagements effizient planen, um nicht das Budget zu überschreiten, das Sie für Ihren Lebensunterhalt eingerechnet haben.

Viele Entwickler sind auch ohne externe Investitionen erfolgreich. Ein Beispiel ist Park Young Ok, Entwickler von Bouncy Ball, einem Spiel mit mehr als 10 Millionen Downloads im Google Play Store. Nach dem College-Abschluss nahm Park eine Arbeitsstelle an, ohne sich seinen Traum, ein Videospiel zu entwickeln, zu erfüllen. Eines Tages sagte einer seiner Vorgesetzten zu ihm: "Sie können nur erfolgreich sein, wenn Sie das tun, was Ihnen liegt." Park kündigte und konzentrierte sich auf die Spieleentwicklung: "Ich erhielt keinerlei Investitionen von Dritten. Man könnte sagen, die impulsive Entscheidung, meinen sicheren Arbeitsplatz aufzugeben, war eine Art von Investition." Seine Entscheidung zur Eigenfinanzierung erklärt er so: "Jede Investition von Dritten birgt ein Risiko in sich. Das kann Entwickler oder Entwicklungsteams stark unter Druck setzen. Aus diesem Grund habe ich nie ernsthaft erwogen, mich um eine Fremdfinanzierung zu bemühen."

Eine weitere Option besteht in der Partnerschaft mit anderen App-Entwicklern, deren Kenntnisse die eigenen ergänzen (z. B. Grafikdesign, Programmierung auf anderen Plattformen), um ein Unternehmen zu gründen, dasselbe Projekt zu bearbeiten und die Kosten aufzuteilen.

Jede Investition von Dritten birgt ein Risiko in sich. Das kann Entwickler oder Entwicklungsteams stark unter Druck setzen. Aus diesem Grund habe ich nie ernsthaft erwogen, mich um eine Fremdfinanzierung zu bemühen.
Park Young Ok
Gründer von Raon Games,Bouncy Ball

Bankkredite
Der traditionelle Weg für kleine Unternehmen ist für App-Entwickler unter Umständen eher unüblich. Ein Grund hierfür könnte darin liegen, dass die App-Branche noch in den Kinderschuhen steckt und Banken möglicherweise nicht mit den verschiedenen Geschäftsmodellen vertraut sind. Das bedeutet jedoch nicht, dass diese Methode nicht infrage käme. Banken unterstützen Unternehmen mit einer guten Strategie: Sie müssen einen Geschäftsplan vorlegen, der unter anderem den prognostizierten Return on Investment angibt.

Freunde und Verwandte
Wie könnten Sie die Tauglichkeit Ihres Konzepts besser auf den Prüfstand stellen, als Freunde und Verwandte um Investitionen zu bitten? Natürlich wird dieser Personenkreis Ihnen ohnehin vertrauen, doch die Bereitschaft, dieses Vertrauen durch finanzielle Unterstützung zu untermauern, spricht in jedem Fall für Ihre Idee. Bei den üblichen Modellen erhalten die Investoren eine Gewinnbeteiligung oder Sie bezahlen das Privatdarlehen zu einem günstigeren Zinssatz zurück als bei einem Finanzinstitut.

Private Investoren
Private Investoren bieten normalerweise nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch Marktkenntnis. Suchen Sie Investoren, die auf die App-Entwicklung spezialisiert sind. Die Erfahrung und die Kontakte dieser Geldgeber können Ihnen auch in anderen Bereichen nützlich sein, z. B. bei der Vermarktung der App. Darüber hinaus können Sie regelmäßig um Feedback bitten. In einer derartigen Geschäftsbeziehung besitzt der Investor höchstwahrscheinlich einen Anteil am Unternehmen und bringt sich vielleicht aktiv in wichtige Entscheidungen ein.

RisikokapitalgeberApp-Entwickler, die neu einsteigen, berücksichtigen diese Finanzierungsoption unter Umständen nicht, doch für Risikokapitalfonds gelten App-Entwickler seit einiger Zeit als seriöse Investition. Die Investmentbank Digi-Capital berichtete, dass sich die Finanzierung mobiler Spiele-Apps im Jahr 2013 bis zum 3. Quartal auf 876 Millionen $ belief.[14]

Für den Entwickler ist es ein größerer Aufwand, Zugang zu den richtigen Netzwerken zu erhalten, um Meetings zu vereinbaren. Darüber hinaus wird oft davon ausgegangen, dass Investoren nur interessiert sind, wenn ein Produkt kurz vor dem Durchbruch steht. Das trifft jedoch nicht immer zu.

Interview
Marvin Paul 2010 veröffentlichte Marvin Paul gemeinsam mit anderen Entwicklern die App "Out of Milk". Wir haben mit ihm über seinen Weg zur Risikokapitalfinanzierung gesprochen.

Wann haben Sie entschieden, einen Investor für Ihre App zu suchen? "Wir haben die App im August 2010 veröffentlicht und im September 2011 entschieden, uns um eine Fremdfinanzierung zu kümmern. Zu dem Zeitpunkt lief so weit alles gut. Wir hatten feste Jobs, konnten die Server bezahlen und arbeiteten abends im Homeoffice. Aber wir hatten Probleme, unsere Jobs und die Arbeit an der App zu vereinbaren. Der mit der App erzielte Umsatz reichte nicht aus, um uns alle zu finanzieren. Hätten wir unsere Jobs gekündigt, hätten wir unsere laufenden Kosten über unsere Kreditkarten bestreiten müssen. Wir wollten mehr Sicherheit und zogen daher andere Möglichkeiten in Betracht."

Out of Milk Mit "Out of Milk" haben Sie Ihre Einkaufsliste immer dabei und im Supermarkt stets griffbereit.

Wann wurde die Risikokapitalfinanzierung zu einer realistischen Option? "Ich bin nach San Francisco geflogen, um einige Leute zu treffen, die ebenfalls ein Start-up gegründet hatten. Ihr Unternehmen war Teil eines Gründerzentrums und sie ermunterten mich, ebenfalls an dem Programm teilzunehmen und mir eine Finanzierung zu sichern. Bis dahin war ich der Meinung, dass eine Risikokapitalfinanzierung nur für Großprojekte infrage käme, aber nach dieser Geschäftsreise wurde mir klar, dass alle Arten von Apps finanziert werden können. Als wir den Prozess für das Gründerzentrum durchliefen, meldete sich ein Akquisitionsexperte bei uns, der viele Investoren kannte. Er stellte uns Risikokapitalgebern vor und wir bauten Beziehungen zu Personen auf, die später unsere Investoren wurden."

Welche Vorteile hat die Risikokapitalfinanzierung? "Investoren sind in der Regel gut vernetzt und können Kontakte zu Start-ups herstellen, die andernfalls vielleicht nicht zustande kommen. Daraus entwickeln sich möglicherweise Partnerschaften und es ergeben sich Gespräche mit erfahrenen, klugen Menschen, die fundierte unternehmerische Ratschläge geben. Neben dem Aspekt der Sicherheit ermöglicht eine Finanzierung auch schnelleres Arbeiten und eine selbstbewusstere Planung."

Interview lesen Interview schließen

CrowdfundingCrowdfunding wird immer beliebter und bietet die Möglichkeit, Geldmittel von mehreren Personen zu erhalten, die im Vorfeld oder zu einem späteren Zeitpunkt in eine großartige Idee investieren möchten. Das funktioniert normalerweise so: Sie bewerben Ihre App auf einer Crowdfunding-Website und geben an, welchen Betrag Sie benötigen. Dabei beschreiben Sie Ihre App, zeigen ggf. eine Demo und erläutern, wie Sie die Gelder einsetzen werden. Unter Umständen müssen Sie außerdem die Investitionsbedingungen darlegen und in manchen Fällen wird den Investoren ein prozentualer Anteil am Gewinn angeboten.

Crowdfunding
Vorteile
  • Praktikable Möglichkeit, größere Geldmittel in kurzer Zeit zu erhalten.
  • Crowdfunding ermöglich Ihnen, kreativ zu sein und die Bedingungen zwischen Ihnen und den Investoren flexibel zu gestalten. Ausschlaggebend ist natürlich, was Sie anbieten können. Eine Option wäre das Angebot eines lebenslangen App-Abonnements anstelle einer Gewinnbeteiligung oder auch – bei geringerem Finanzierungsbedarf – das Verschenken von T-Shirts mit Logo. Zweifellos gilt: Je attraktiver das Angebot, desto mehr Unterstützung erhalten Sie am Markt.
  • Die Einträge auf Crowdfunding-Websites sind meist kostenlos oder erfolgsbasiert. Betrachten Sie dies als erste Werbeaktion (und vielleicht Überprüfung) für Ihre App und als Möglichkeit, Betatester zu rekrutieren.
  • Wenn Sie Ihr Projekt auf einer Crowdfunding-Plattform präsentieren, die auf Apps ausgelegt ist, z. B. AppStori oder AppBackr, verfügt die Community bereits über gute Kenntnisse in diesem Bereich und Sie erhalten mit höherer Wahrscheinlichkeit relevantes Feedback.
Crowdfunding
Herausforderungen
  • Niemand kann vorhersagen, ob Ihre App finanziert wird oder wie lange es dauert, bis der gewünschte Betrag erreicht ist. In manchen Fällen müssen Sie den gesamten Betrag absichern, bevor Sie die Finanzierung erhalten, ganz nach dem Motto "alles oder nichts".
  • Wenn Sie Erfolg haben, erhebt der Crowdfunding-Dienst in der Regel eine Gebühr. Zusätzlich könnten weitere Gebühren für die Bearbeitung der Finanzierung anfallen.
  • Nicht alle Apps werden in den Programmen zugelassen. Dies kann jedoch auch ein Vorteil sein, da auf die hohe Qualität der Apps geachtet wird.
Interview
Arie Abecassis Arie Abecassis ist Mitbegründer von AppStori und hat uns erklärt, weshalb Crowdfunding eine geeignete Option für Entwickler ist.

"Immer wieder sind App-Unternehmer auf mich zugekommen, die wissen wollten, ob ihre App Erfolg versprechend ist und ob ich ihnen bei der Finanzierung helfen kann. Irgendwann habe ich schließlich über eine Onlineplattform nachgedacht, die es der der "Crowd" [Öffentlichkeit] ermöglicht, App-Ideen zur Marktreife zu verhelfen.

Also habe ich gemeinsam mit einem Mitbegründer AppStori ins Leben gerufen. Mitte 2012 erfolgte der Soft-Launch mit einer Pilotgruppe von Entwicklern auf unserer Plattform. Wir entschieden, nicht jede App zu akzeptieren, die auf der Plattform eingereicht wurde, und die Apps wie ein Unternehmensberater nach Kriterien wie dem Team, der Produktidee und dem Engagement zu prüfen."

Wenn Sie ein kostenloses Spiel anbieten und einige Funktionen einschränken, wirkt sich dies möglicherweise negativ auf die Downloads aus, weil die Nutzer denken könnten, sie müssten alles kaufen. Wenn die Nutzer nicht spielen können, ohne weitere Funktionen zu erwerben, verlieren sie die Lust am Spiel. Toni Fingerroos Gründer und CEO von Fingersoft

Nach unserem Start erhielten wir als Feedback, dass der Hauptvorteil von AppStori für die App-Entwickler vor allem darin besteht, dass sie vor dem Produktstart Hilfe beim Marketing (und bei Betatests) erhalten. Das ist ein Problem, das angesichts der Flut von neuen Apps auf dem Markt immer akuter wird: Die Aufmerksamkeit zu gewinnen und positiv beurteilt zu werden, ist eine echte Herausforderung.

Es wurde deutlich, dass die Finanzierung nur eines der Probleme von App-Entwicklern ist. Darum betrachten wir AppStori nicht nur als Plattform für Crowdfunding, sondern auch für Crowdsourcing. Man entwickelt eine Marke sowie die Position am Markt und erhält echtes Feedback vom Markt. Ich denke, angesichts des heutigen Überangebots müssen App-Entwickler ihre Ideen viel früher auf weiter gefassten Märkten bekannt machen und Marketingstrategien entwickeln. Dabei stehen wir unterstützend zur Seite.

Bei der Entwicklung eines Produkts muss man das Marketing von Anfang an einbeziehen. Daher zwingen wir die Entwickler, schon früh daran zu arbeiten, indem wir sie auffordern, ein Werbevideo zu drehen. So müssen sie darüber nachdenken, wie sie sich auf dem breiten Markt präsentieren möchten und wie sie das Produkt und seine Vorteile beschreiben.

Die Nutzer von AppStori helfen Entwicklern bereits im Entwicklungsprozess der App.
Sie können auf der Plattform Freunde unterstützen und andere Apps entdecken, die in der Pipeline sind. Es ist eine Kombination aus Entdecken, Beteiligung und Prämien. Die Preise sind meistens T-Shirts oder andere Extras, die mit der App in Zusammenhang stehen. Mit unserer Plattform wollten wir Hindernisse aus dem Weg räumen, um Entwickler und Verbraucher zusammenzubringen. Darum entschieden wir uns für ein erfolgsbasiertes Modell anstelle der Gewinnbeteiligung, die für die Entwickler Umsatzeinbußen zur Folge hätte und außerdem wesentlich schwieriger umzusetzen wäre. Der Angebot sollte übersichtlich sein und eine qualitativ hochwertige Grundlage für Projekte bieten, die von den Nutzern unterstützt werden können.

Wir konnten schon einige Erfolge verzeichnen, bei denen Apps mit dem gewünschten Betrag voll finanziert wurden. Zum Beispiel gibt es bei die App "Sooligan", die es Nutzern ermöglicht, in fremden Städten nach interessanten Aktivitäten zu suchen. Die App-Entwickler waren Teil eines Gründerzentrums und durchliefen gerade den entsprechenden Prozess, als sie sich bei AppStori registrierten. Sie erhielten mehr als 2.500 $, um ihre mobile App zu optimieren und auf den Markt zu bringen. Viele glauben, dass Innovationen Orten wie New York oder der San Francisco Bay Area vorbehalten sind, aber interessante Ideen sind auf der ganzen Welt zu finden und unsere Plattform überwindet alle geografischen Barrieren.

Über
Arie Abecassis
Arie Abecassis ist Mitbegründer der neuen Plattform AppStori und Venture Partner bei DreamIt Ventures.

Er ist als Investor und Unternehmer aktives Mitglied der New Yorker Technologie-Community und gehört derzeit zum Vorstand von SeatGeek, Adaptly und BiznessApps.

– arieabecassis.com
– Boulder, CO
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Technische Tipps zur Entwicklung der App

Sie haben eine geniale Idee für eine App. Nun stellt sich die Frage: Womit beginnen Sie?

Die Android-Schulungsleitfäden sind sowohl für Anfänger als auch für Experten eine hervorragende Ressource. Diese Leitfäden reichen von der Entwicklung der ersten App bis hin zur Unterstützung verschiedener Geräte. Auch Best Practices zur Verbesserung der Nutzererfahrung und zur Leistungsoptimierung sind enthalten.

Für iOS sind außerdem Designressourcen verfügbar, mit denen Sie Ihre App an die Best Practices für das Design der jeweils aktuellen Version anpassen können.

Eine ausgezeichnete Ergänzung der Leitfäden sind die Live-Präsentationen, in denen verschiedene Programmierungsdesigns und Tipps zur Entwicklung hochwertiger Apps vorgestellt werden. Insbesondere die DevBytes-Reihe bietet übersichtlich aufbereitete Informationen zu wichtigen Konzepten von Android und iOS. Die Reihe "Android Design in Action" beleuchtet Best Practices für Benutzeroberflächen anhand echter Apps und enthält Links zu Beispielen, die zeigen, wie Sie diese Best Practices in Ihrer App umsetzen können.

Best Practices zur Benutzeroberfläche
Folgende Punkte sollten Sie bei der Entwicklung der Benutzeroberfläche für Ihre App berücksichtigen.

  • Schnelle App-Ladezeit. Wenn ein Nutzer Ihre App öffnet, möchte er sofort loslegen. Laut einer Studie zu AdMob glauben 72 % der Nutzer in den USA und 78 % der Nutzer in China, dass eine schnelle Ladezeit eine gute App ausmacht. Dieses Kriterium wurde als wichtiger bewertet als andere Merkmale einer App.[15] Um die Ladezeit zu beschleunigen, sollten nur die Ressourcen geladen werden, die auf dem Hauptbildschirm benötigt werden. Weitere Ressourcen sollten in einem Hintergrundthread geladen werden.
Marktstatistiken
Merkmale einer hochwertigen App nach Land
Welche der folgenden Merkmale machen eine hochwertige App aus?
App-Nutzer gehen nicht davon aus, dass kostenlose Apps qualitativ schlechter sind. Die meisten Nutzer denken jedoch, dass Apps ohne Werbung von hoher Qualität sind.
Frage
von
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Welche der folgenden Merkmale machen eine hochwertige App aus?
1 – Kurze Ladezeit
Ausgewähltes App-Merkmal (%)
0 %
25 %
50 %
75 %
100 %
USA
USA
72
UK
UK
69
Südkorea
KR
63
China
China
78
Japan
Japan
42
Welche der folgenden Merkmale machen eine hochwertige App aus?
2 – Keine übermäßige Akkubeanspruchung
Ausgewähltes App-Merkmal (%)
0 %
25 %
50 %
75 %
100 %
USA
USA
68
UK
UK
67
Südkorea
KR
64
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China
63
Japan
Japan
60
Welche der folgenden Merkmale machen eine hochwertige App aus?
3 – Hochwertige Grafiken
Ausgewähltes App-Merkmal (%)
0 %
25 %
50 %
75 %
100 %
USA
USA
62
UK
UK
55
Südkorea
KR
50
China
China
66
Japan
Japan
35
Welche der folgenden Merkmale machen eine hochwertige App aus?
4 – Leichte Navigation
Ausgewähltes App-Merkmal (%)
0 %
25 %
50 %
75 %
100 %
USA
USA
72
UK
UK
67
Südkorea
KR
23
China
China
65
Japan
Japan
27
Welche der folgenden Merkmale machen eine hochwertige App aus?
5 – Häufige Aktualisierungen
Ausgewähltes App-Merkmal (%)
0 %
25 %
50 %
75 %
100 %
USA
USA
50
UK
UK
49
Südkorea
KR
38
China
China
48
Japan
Japan
20
Welche der folgenden Merkmale machen eine hochwertige App aus?
6 – Vollständige Offenlegung der Datenschutzerklärung
Ausgewähltes App-Merkmal (%)
0 %
25 %
50 %
75 %
100 %
USA
USA
35
UK
UK
37
Südkorea
KR
28
China
China
30
Japan
Japan
31
Welche der folgenden Merkmale machen eine hochwertige App aus?
7 – Integration in soziale Netzwerke
Ausgewähltes App-Merkmal (%)
0 %
25 %
50 %
75 %
100 %
USA
USA
17
UK
UK
12
Südkorea
KR
21
China
China
33
Japan
Japan
10

Wenn beim Öffnen der App eine Interstitial-Anzeige im Vollbildmodus eingeblendet werden soll, sollte die Wartezeit nur wenige Sekunden betragen. Wenn die Interstitial-Anzeige nicht schnell genug geladen wird, sollte die App ohne diese Anzeige fortgesetzt werden.

  • Verwenden Sie hochwertige Grafiken. Die Nutzer wissen Apps mit hochwertigen Grafiken zu schätzen. Auf fünf wichtigen Märkten stuften tägliche App-Nutzer die Qualität der Grafiken als wichtigstes Merkmal des Spieldesigns ein.[16] Eine einfache Verbesserung besteht darin, für Geräte mit höherer Dichte Bilder mit einer höheren Auflösung zu verwenden, sodass die Darstellungen auf jedem Gerät gestochen scharf sind.
Marktstatistiken
Bedeutung von Spieldesign und Funktionen für Tablets nach Land
Denken Sie an die Spiele-App, die Sie am häufigsten auf Ihrem Tablet nutzen: Wie wichtig sind folgende Punkte für das Spielerlebnis insgesamt?
Tablet-Besitzer in jedem Markt, die mindestens monatlich Spiele auf ihrem Mobilgerät spielen
Frage
von
Frage auswählen
Denken Sie an die Spiele-App, die Sie am häufigsten auf Ihrem Tablet nutzen: Wie wichtig sind folgende Punkte für das Spielerlebnis insgesamt?
1 – Qualität der Grafiken
Bewertung als "sehr wichtig" (%)
0 %
25 %
50 %
75 %
100 %
USA
USA
58
UK
UK
54
Südkorea
KR
53
China
China
77
Japan
Japan
40
Denken Sie an die Spiele-App, die Sie am häufigsten auf Ihrem Tablet nutzen: Wie wichtig sind folgende Punkte für das Spielerlebnis insgesamt?
2 – Spieldesign und Ästhetik
Bewertung als "sehr wichtig" (%)
0 %
25 %
50 %
75 %
100 %
USA
USA
55
UK
UK
50
Südkorea
KR
40
China
China
71
Japan
Japan
37
Denken Sie an die Spiele-App, die Sie am häufigsten auf Ihrem Tablet nutzen: Wie wichtig sind folgende Punkte für das Spielerlebnis insgesamt?
3 – Fortsetzung des Spiels auf unterschiedlichen Geräten
Bewertung als "sehr wichtig" (%)
0 %
25 %
50 %
75 %
100 %
USA
USA
46
UK
UK
35
Südkorea
KR
42
China
China
64
Japan
Japan
24
Denken Sie an die Spiele-App, die Sie am häufigsten auf Ihrem Tablet nutzen: Wie wichtig sind folgende Punkte für das Spielerlebnis insgesamt?
4 – Punkte, Prämien und Erfolge
Bewertung als "sehr wichtig" (%)
0 %
25 %
50 %
75 %
100 %
USA
USA
44
UK
UK
33
Südkorea
KR
44
China
China
66
Japan
Japan
24
Denken Sie an die Spiele-App, die Sie am häufigsten auf Ihrem Tablet nutzen: Wie wichtig sind folgende Punkte für das Spielerlebnis insgesamt?
5 – Ansprechendes Symbol und Logo
Bewertung als "sehr wichtig" (%)
0 %
25 %
50 %
75 %
100 %
USA
USA
30
UK
UK
22
Südkorea
KR
35
China
China
56
Japan
Japan
24
Denken Sie an die Spiele-App, die Sie am häufigsten auf Ihrem Tablet nutzen: Wie wichtig sind folgende Punkte für das Spielerlebnis insgesamt?
6 – Wettstreit mit Freunden
Bewertung als "sehr wichtig" (%)
0 %
25 %
50 %
75 %
100 %
USA
USA
35
UK
UK
20
Südkorea
KR
37
China
China
56
Japan
Japan
13
Denken Sie an die Spiele-App, die Sie am häufigsten auf Ihrem Tablet nutzen: Wie wichtig sind folgende Punkte für das Spielerlebnis insgesamt?
7 – Anzeige von Leaderboards
Bewertung als "sehr wichtig" (%)
0 %
25 %
50 %
75 %
100 %
USA
USA
30
UK
UK
20
Südkorea
KR
29
China
China
57
Japan
Japan
14
Denken Sie an die Spiele-App, die Sie am häufigsten auf Ihrem Tablet nutzen: Wie wichtig sind folgende Punkte für das Spielerlebnis insgesamt?
8 – Mit unbekannten Spielern spielen
Bewertung als "sehr wichtig" (%)
0 %
25 %
50 %
75 %
100 %
USA
USA
28
UK
UK
20
Südkorea
KR
33
China
China
47
Japan
Japan
15
Denken Sie an die Spiele-App, die Sie am häufigsten auf Ihrem Tablet nutzen: Wie wichtig sind folgende Punkte für das Spielerlebnis insgesamt?
9 – Nachrichten an andere Spieler senden
Bewertung als "sehr wichtig" (%)
0 %
25 %
50 %
75 %
100 %
USA
USA
27
UK
UK
17
Südkorea
KR
28
China
China
52
Japan
Japan
13
Denken Sie an die Spiele-App, die Sie am häufigsten auf Ihrem Tablet nutzen: Wie wichtig sind folgende Punkte für das Spielerlebnis insgesamt?
10 – Anmeldung mit Anmeldedaten von sozialen Netzwerken
Bewertung als "sehr wichtig" (%)
0 %
25 %
50 %
75 %
100 %
USA
USA
31
UK
UK
19
Südkorea
KR
24
China
China
49
Japan
Japan
9
  • Entwickeln Sie die App für mehrere Geräte. Überlegen Sie sich, wie Ihre App auf einem Mobiltelefon oder Tablet aussehen soll. Erwägen Sie die Verwendung verschiedener XML-Dateien für unterschiedliche Bildschirmgrößen unter Android oder separater XIB-Dateien für iPhone und iPad.
  • Entwickeln Sie die App für mehrere Versionen. Ihre App sollte zum Design der Plattform passen. Beispielsweise baut iOS 6 auf Skeuomorphismus auf (Designimitation realer Objekte), iOS 7 hingegen nutzt ein flaches Design. Apps, die für iOS 6 entwickelt wurden, sollten für Nutzer von iOS 7 gemäß den iOS 7-Designrichtlinien aktualisiert werden, um eine konsistente Nutzererfahrung für alle Apps zu gewährleisten. Unter Android sollte die Kompatibilität mit einigen älteren Versionen sichergestellt werden, um eine breitere Zielgruppe zu erreichen. Gleichzeitig sollten aber auch die neuen Designmuster genutzt werden, um neuere Geräte einzubeziehen.
  • Verwenden Sie dichteunabhängige Maßeinheiten. Unter Android haben unterschiedliche Geräte eine unterschiedliche Dichte. Verwenden Sie dichteunabhängige Pixel (dp) anstelle von Raw-Pixeln, wenn Sie die Größe der Darstellung definieren, sodass die Darstellung auf jedem Gerät dieselbe physische Größe hat.

Speichern von Anwendungsdaten
Wenn Sie Ihr Back-End-System für das Speichern der Anwendungsdaten entwerfen, sollten Sie berücksichtigen, welche Datentypen gespeichert werden sollen und welches Speichersystem für diese Daten am besten geeignet ist. Sind die Daten strukturiert? Sollen sie für andere Apps lesbar sein? Sollen nur wenige Einstellungen zwischen den Sitzungen der Nutzer gespeichert werden? Diese Fragen zu beantworten, hilft Ihnen dabei, die am besten geeigneten nativen Speichersysteme für Ihre App auszuwählen, z. B. diese für Android und diese für iOS.

Eine Alternative zum Speichern der Daten auf dem Gerät des Nutzers besteht darin, die Daten auf externen Servern zu speichern. Durch Verschieben von Daten auf einen externen Server können Sie ein einzelnes Back-End für mehrere Plattformen erstellen und den Status eines angemeldeten Nutzers auf mehreren Geräten verfolgen.

Sie können wahlweise einen eigenen Server verwenden oder die Integration in eine IaaS-Lösung (Infrastructure as a Service) wählen, um Ihre App zuverlässig zu skalieren. Ein solcher Dienst ist beispielsweise Google Compute Engine. Wenn Sie diese Skalierbarkeit nutzen möchten, ohne sich mit den Implementierungsdetails von IaaS beschäftigen zu müssen, könnten Sie eine PaaS-Lösung (Platform as a Service) wie Google App Engine verwenden. Diese Dienste erleichtern die Einrichtung einer gemeinsamen Datenspeicherungslösung für alle Versionen Ihrer App.

Berechtigungen
Stellen Sie sich vor, Sie möchten eine Notizen-App herunterladen und werden aufgefordert, den Standortzugriff oder den Zugriff auf all Ihre Kontakte zu genehmigen. Würden Sie die App herunterladen? Vermutlich nicht. Da einige Berechtigungen sensibler sind als andere, sollten Sie nur die Berechtigungen einfordern, die zum Ausführen der App absolut notwendig sind. Sie können Ihre Freunde bitten, Ihre App herunterzuladen und Ihnen mitzuteilen, ob die angeforderten Berechtigungen angemessen sind.

Standort: Apps sollten nicht den Zugriff auf den Standort anfordern, um lediglich eine bessere Anzeigenausrichtung zu ermöglichen, da dies die Nutzer davon abhalten könnte, die App herunterzuladen. Natürlich benötigt eine App, die eine Restaurantsuche im Umkreis des Nutzers anbietet, den Standortzugriff. Diese Informationen könnten dann weitergeleitet werden, um mehr Anzeigen mit Targeting anzufordern.

Kontakte: Viele Nutzer haben Bedenken, Apps den Zugriff auf ihre Kontakte zu gewähren, da sie fürchten, dass ihren Freunden Spam-Nachrichten über die App zugesendet werden. Achten Sie daher darauf, dass die Nutzer nachvollziehen können, weshalb diese Informationen für die App erforderlich sind.

Geräte-IMEI: Gerätespezifische Kennungen sind nicht nur sensible Daten, sondern eignen sich auch nicht besonders gut, einzelne Nutzer zu identifizieren. Wenn der Nutzer ein Mobiltelefon und ein Tablet besitzt und Sie die Geräte-ID zur Nutzeridentifizierung heranziehen, bedeutet das, dass Sie nicht von einem, sondern von zwei Nutzern ausgehen, je nachdem, welches Gerät der Nutzer gerade verwendet. Eine bessere Lösung wäre die Verwendung von Google+ oder ähnlichen Log-in-Mechanismen. Alternativ bietet sich auch die Werbe-ID an, wenn Sie nur diese für Werbung nutzen.

Dank Google App Engine konnten wir uns auf die Entwicklung der App konzentrieren. Ohne Google App Engine wären wir nicht so weit gekommen.
Bobby Murphy
CTO und Mitbegründer von Snapchat

Tests
Bevor Sie Ihre App veröffentlichen, sollten Sie sie auf verschiedenen Geräten sowie mit verschiedenen Betriebssystemversionen und Größen testen. Unter Android gibt es einige Unterschiede beim Betriebssystem auf den Samsung Galaxy-Geräten und den Android Nexus-Geräten. Geräte wie Kindle Fire bieten eine völlig andere Android-Umgebung. Selbst unter iOS sind die neueren iPhones unterschiedlich groß. Achten Sie darauf, dass Ihre App auf allen Geräten optisch anspricht und problemlos läuft.

Darüber hinaus könnten Sie ein Betaprogramm für eine kleine Gruppe von Nutzern erwägen, um eine neue Version vor der Veröffentlichung zu testen. So könnten Sie gemeldete Fehler beheben, bevor Sie die App weltweit veröffentlichen.

Sobald die App auf dem Markt ist, stehen die weiteren Entwicklungsschritte für die nächste Version unter Umständen unumstößlich fest. Die Kommentare zu Ihrer App können ein guter Ausgangspunkt sein. Wenn die Nutzer von Fehlern oder Abstürzen berichten, sollten Sie diese Probleme beheben, um die Nutzer zufriedenzustellen, bevor Sie neue Funktionen entwickeln. Selbst bei widersprüchlichem Feedback können Sie ermitteln, welcher Aspekt der App am häufigsten kommentiert wurde, und davon ausgehend eine Optimierung planen.

Empfehlung
Wenn Sie sich für Alpha- und Betatests entscheiden, beginnen Sie am besten mit einer kleinen Gruppe von Alphatestern (z. B. Mitarbeiter Ihres Unternehmens oder Entwicklerkollegen) und wechseln Sie dann zu einer größeren Gruppe von Betatesten.

Die Funktionen für Alpha- und Betatests der Google Play Developer Console ermöglichen es, zusätzlich zur Produktionsversion zwei verschiedene Versionen Ihrer App gleichzeitig zu testen. Weitere Informationen
App-Entwicklung
Tipps
  • Best Practices für das Design einhalten
    • Folgen Sie den Android-Schulungsleitfäden und den iOS-Designressourcen, um die aktuellen Best Practices für das Design der Plattform einzuhalten.
    • Entwickeln Sie Ihre App für mehrere Geräte. Verwenden Sie verschiedene Layoutdateien für Mobiltelefone und Tablets und nutzen Sie die zusätzliche Fläche auf dem Bildschirm.
  • Anwendungsdaten speichern
    • Bestimmen Sie Ihre Anforderungen an die Datenspeicherung und wählen Sie dann das passenden Datenspeichersystem aus.
    • Erwägen Sie die Verwendung eines externen Servers, sodass Sie ein einzelnes Back-End erstellen können.
    • Verwenden Sie aus Gründen der Skalierbarkeit eine IaaS- oder PaaS-Lösung.
    • Snapchat lädt mit Google App Engine täglich Hunderte Millionen Fotos hoch.
  • Nutzung von Berechtigungen minimieren
    • Bitten Sie nur um die Berechtigungen, die für Ihre App notwendig sind.
    • Verwenden Sie nicht die Geräte-IMEI zur Identifizierung einzelner Nutzer, sondern die Werbe-ID, wenn Sie für Werbung nur diese ID nutzen.
  • Umfangreiche Tests durchführen
    • Testen Sie die App auf verschiedenen Geräten und unter mehreren Betriebssystemversionen.
    • Erwägen Sie ein Betaprogramm vor der endgültigen Veröffentlichung.
    • Lesen Sie die Kommentare zu Ihrer App als Anhaltspunkt für die weitere Entwicklung.

Steigern Sie die App-Interaktion und die Installationen über Google+Over The Air-Installationen
Wenn Sie eine Website haben und die Nutzer sich bei Google anmelden, können sie aufgefordert werden, Ihre App direkt auf ihr Android-Gerät herunterzuladen. Die Einrichtung ist einfach: Sie registrieren Ihr Projekt und die App-Clients einfach über die Google APIs Console, um Ihre mobile App mit Ihrer Webanwendung zu verknüpfen.

Over The Air-Installationen sind ein effektiver Wachstumsvektor unter Android. Wenn sich ein Nutzer bei Google anmeldet, ermitteln wir die Eignung (Android-Gerät und der Nutzer besitzt Ihre App noch nicht) und blenden dann den Google Play-Bildschirm ein. Durchschnittlich 40 % der Nutzer laden die App im Laufe der Registrierung herunter.

Google+ Log-in
Sind Sie auf der Suche nach einer Möglichkeit, mehr Nutzer über eine problemlose Ein-Klick-Anmeldung zu erreichen? Google+ Log-in bietet den Nutzern einen einfachen, zuverlässigen Weg, sich mit ihren Google-Anmeldedaten anzumelden.

Mit minimalem Aufwand können Sie ein bewährtes Registrierungssystem hinzufügen, das den Nutzern vertraut und auf allen Geräten konsistent ist. Mithilfe von Google+ Log-in können die Nutzer Registrierungsformulare mit hohen Ausstiegsraten umgehen und müssen sich zudem keinen weiteren Nutzernamen und kein weiteres Passwort merken. Dies ermöglicht eine schnelle und sichere Registrierung und die Supportkosten aufgrund von vergessenen Nutzernamen und Passwörtern werden verringert. Darüber hinaus ist es nicht mehr notwendig, ein eigenes Authentifizierungssystem zu erstellen.

Erfahren Sie in dieser Fallstudie, wie die Nutzerbasis der Musik-App Songza mit Google+ Log-in gesteigert werden konnte.

Fallstudie
Songza und Google+ Log-in Dank der zuverlässigen Anmeldeoption entdecken Songza-Nutzer die richtige Musik

Songza ist eine Musik-App, die zum richtigen Zeitpunkt die richtige Musik streamt. Ob bei der Arbeit, zur Entspannung oder im Sportstudio – Songza-Nutzer erhalten eine sachkundig zusammengestellte Playlist, die perfekt zum jeweiligen Moment passt. Durch die Aktivierung von Google+ Log-in konnte Songza die Zahl der registrierten Nutzer auf allen Plattformen erhöhen.

Mehr Registrierungen auf allen Plattformen
Seit der Einführung von Google+ Log-in hat sich die Zahl der täglichen Registrierungen auf allen Plattformen und bei allen Anmeldeoptionen erhöht. Google wurde schnell zur beliebtesten Anmeldeoption für die Songza-Nutzer mit Android-Geräten: 40 % der Nutzer entscheiden sich für Google. Google+ Log-in steigert auch den Android-Vertrieb. 37 % der Webnutzer installieren die App auf ihren Geräten sofort über die Over The Air-Option. Dies sorgt für eine verbesserte, konsistente Nutzererfahrung auf Mobilgeräten und auf Desktops.

Jetzt ist es noch leichter, zum richtigen Zeitpunkt die richtige Musik zu hören
Google bietet den Nutzern eine einfache, sichere Möglichkeit zur Registrierung bei Songza, indem sie sich mit ihren Google-Anmeldedaten authentifizieren. Songza hat die App-Aktivitäten in die Google-Suchergebnisse eingefügt, sodass die beliebtesten Playlists der Google-Nutzer auf Songza angezeigt werden. Die Anzeige interessanter, beliebter Inhalte von Songza in der Google-Suche eröffnet für neue Nutzer mehr Möglichkeiten, den Dienst kennenzulernen.

Die Implementierung von Google+ Log-in hat die Nutzerbasis von Songza erheblich vergrößert. Beliebte App-Aktivitäten können jetzt in der Google-Suche leicht entdeckt werden. Elias Roman Mitbegründer und CEO von Songza
Songza
Verwendete Funktionen
  • Google+ Log-in
  • Over The Air-Installationen
  • App-Aktivitäten in der Google-Suche
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Mit der App Einnahmen erzielen

Wie können Sie mit Ihrer App Einnahmen erzielen? Hier stellen wir verschiedene Geschäftsmodelle vor und erläutern neue Wege, über die App-Entwickler das Problem lösen.
Neue Trends in der Monetarisierung

Der Google Play Store verzeichnete Mitte 2013 50 Milliarden Downloads – nur fünf Jahre, nachdem die erste Android-App heruntergeladen wurde.[18] Zu diesem Erfolg hat die große Auswahl an nützlichen und unterhaltsamen Apps ebenso beigetragen wie die vielfältige Preisgestaltung. Die Monetarisierung durch Apps hat sich im Vergleich zum Vorjahr drastisch verändert. Solche Trends sollten Sie in Bezug auf Ihre Monetarisierungsstrategie berücksichtigen.

Mehr kostenlose Apps
Es ist bezeichnend, dass die zehn umsatzstärksten Apps in den beiden wichtigsten App-Stores kostenlos sind. Kostenlose Apps sind bei den Nutzern äußerst beliebt. Laut einem Gartner-Bericht waren 89 % aller im Jahr 2012 heruntergeladenen Apps kostenlos.[19] Die AppBrain-Analyse des Play Store hat ergeben, dass 82 % der 860.000 verfügbaren Apps kostenlos sind.[20]

Wachstum bei In-App-Käufen
Für diese Art der Monetarisierung ist bis zum Jahr 2015 ein Anteil von 64 % am App-Umsatz prognostiziert.[21] In einer Umfrage zu AdMob wurden Smartphone-Nutzer gefragt, wie viel Prozent ihrer derzeitigen Ausgaben für Spiele-Apps sie in In-App-Käufe investieren. Die Teilnehmer in den USA gaben an, dass bis zu 89 % ihrer Ausgaben auf In-App-Käufe entfallen. Bei weiteren Märkten in der Umfrage war der Prozentsatz ähnlich hoch.

Marktstatistiken
In-Game-Ausgaben in % der Gesamtausgaben für Spiele-Apps
In-Game-Ausgaben als Prozentsatz der Gesamtausgaben für Spiele-Apps
Frage auswählen
In-Game-Ausgaben als Prozentsatz der Gesamtausgaben für Spiele-Apps
In-Game-Käufe in % der Gesamtausgaben für Spiele-Apps
0 %
25 %
50 %
75 %
100 %
USA
USA
89
UK
UK
94
Südkorea
KR
92
China
China
72
Japan
Japan
79

Monetarisierungsmöglichkeiten
Die Art der Monetarisierung hängt davon ab, welche Inhalte Sie anbieten und wie die Nutzer diese verwenden. Diesen Aspekt sollte Sie bereits während der App-Entwicklung berücksichtigen. Entscheidend ist, eine Lösung zu finden, die zu Ihnen passt und für die Nutzer sinnvoll ist. Im Folgenden stellen wir verschiedene Monetarisierungsoptionen vor. Sie müssen sich nicht auf eine Option beschränken, sondern können die Geschäftsmodelle kombinieren, um den Anforderungen der unterschiedlichen Nutzer Ihrer App gerecht zu werden.

Tuyen Nguyen, Mobile Developer Advocate bei Google, ist der Ansicht, dass Entwickler die Monetarisierung flexibel angehen sollten: "Entwickler sollten die Nutzungshäufigkeit und das potenzielle Downloadvolumen einschätzen. Wenn sie beispielsweise eine Hilfs-App entwickeln, die die Nutzer einmal in der Woche öffnen, sind Anzeigen nicht die beste Monetarisierungsoption. Wird Ihre App jedoch häufig genutzt, können Anzeigen ein hervorragendes Umsatzpotenzial bieten, da sich der Umsatz oft parallel zu den Impressionen erhöht. Entwickler müssen die Zusatzkosten einer direkten Zahlung (kostenpflichtige Downloads) und die zukünftigen Umsatzchancen gegeneinander abwägen, die sich durch Monetarisierungsmodelle wie In-App-Käufe, Freemium oder Anzeigen ergeben. Es sollte bedacht werden, dass sich richtig eingesetzte Monetarisierungsmodelle gegenseitig ergänzen können und nicht miteinander konkurrieren."

Bezahlte Apps
Eine der ersten im Apple App Store präsentierten Apps wurde für 999,99 $ angeboten.[22] Es war keine Überraschung, dass sich nicht viele Interessenten fanden. Heute können selbst sehr gute Apps mit einem Preis von 0,99 $ auf Widerstand bei den Nutzern stoßen, wie die wachsende Zahl kostenloser Apps belegt.

In einer Umfrage zu AdMob wurden Nutzer mobiler Apps in Großbritannien, Japan, China, den USA und der Republik Korea, gefragt, ob sie bereit sind, für eine App zu bezahlen. Mit Ausnahme von China gab die Mehrheit der Teilnehmer in allen Märkten an, nur kostenlose Apps herunterzuladen.

"Es sollte bedacht werden, dass sich richtig eingesetzte Monetarisierungsmodelle gegenseitig ergänzen können und nicht miteinander konkurrieren." Tuyen Nguyen Mobile Developer Advocate bei Google
Marktstatistiken
App-Budget nach Land
Haben Sie ein Budget, das Sie für Apps ausgeben?
China ist der einzige Markt, auf dem die Mehrheit der App-Nutzer bereit ist, Geld für das Herunterladen von Apps zu bezahlen.
Frage auswählen
Haben Sie ein Budget, das Sie für Apps ausgeben?
Download ausschließlich kostenloser Apps (%)
Gewisses Budget für Apps (%)
Zahlungsbereit oder nicht zahlungsbereit (%)
0 %
25 %
50 %
75 %
100 %
USA
USA
54
46
UK
USA
53
47
China
USA
54
46
Japan
USA
32
68
Südkorea
USA
56
44

Das heißt allerdings nicht, dass bezahlte Apps ein überholtes Geschäftsmodell sind. Tatsächlich wird prognostiziert, dass die Downloadzahlen für kostenpflichtige Apps von heute 8,1 Milliarden bis 2017 auf 21,6 Milliarden ansteigen,[23] da immer mehr Menschen Smartphones verwenden und ihren Bedarf an allen App-Typen befriedigen. Die Nutzer bezahlen für hochwertige Apps, die ein Problem lösen oder erweiterte Funktionen für ihr Gerät bereitstellen. Ein Beispiel: Die Hilfs-App SwiftKey bietet eine benutzerfreundliche Tastatur für Android-Telefone, kostet 3,99 $ und wurde bereits mehr als eine Million Mal heruntergeladen. Selbstverständlich ist es möglich, eine Nische und zahlungswillige Nutzer zu finden, allerdings sollten Sie stets damit rechnen, dass ein Mitbewerber eine ähnliche App zu einem günstigeren Preis anbietet.

Freemium
Bei diesem Modell bieten Sie Ihre App kostenlos an und die Nutzern bezahlen für erweiterte Funktionen  – vorausgesetzt, diese bieten einen echten Mehrwert. Ein Beispiel: Die kostenlose Version der App TuneIn Radio ermöglicht es, jeden Radiosender der Welt einzustellen, und konnte bisher mehr als 50 Millionen Downloads verzeichnen. TuneIn Radio Pro ist eine bezahlte Version und umfasst erwartungsgemäß alle Funktionen der kostenlosen Version, bietet darüber hinaus jedoch die Möglichkeit, Aufnahmen der 70.000 Radiosender aufzuzeichnen. Die Aufnahmefunktion sorgt dafür, dass die Hörer ihre Lieblingssendungen nicht mehr verpassen, und behebt somit ein relevantes Problem. Die App kostet zwar über 6,00 $, ist jedoch so überzeugend, dass bereits mehr als eine Million Downloads verbucht werden konnten.

Wenn es darum geht, für eine App zu bezahlen, möchten die Nutzer keine Überraschungen erleben. Deshalb sollten Sie bei einer Freemium-App in Ihrem App-Store-Eintrag deutlich darauf hinweisen, dass Nutzer, die die App herunterladen, für den Zugriff auf zusätzliche Funktionen oder die Fortsetzung des Spiels bezahlen müssen. Andernfalls werden Sie sehr schnell negative Bewertungen von Nutzern erhalten, die sich getäuscht fühlen.

TuneIn Radio Mit TuneIn hören Sie weltweit Radio mit Musik, Sport, Nachrichten, Talks und Comedy per Streaming von jedem Kontinent.

In-App-Käufe
Auch wenn die Nutzer ungern für Apps bezahlen, stört es sie meist nicht, In-App-Käufe zu tätigen. In den letzten beiden Jahren haben In-App-Käufe rasant zugenommen und machen inzwischen 17,3 % der App-Store-Umsätze aus. Bis 2017 soll sich dieser Anteil auf 40 % erhöhen.[24]

Das Wachstum der In-App-Käufe ging Hand in Hand mit der Beliebtheit von Spiele-Apps. Virtuelle Währungen oder Artikel wie Power-ups, die einen schnelleren Spielverlauf ermöglichen, sind für die Nutzer ein entscheidender Anreiz. Toni Fingerroos, Entwickler des extrem erfolgreichen Spiels Hill Climb Racing, erzielt einen Teil seiner Umsätze über In-App-Käufe: Die Spieler können Level entsperren oder ihre Rennfahrzeuge erweitern, indem sie im Laufe des Spiels Münzen sammeln oder kaufen.

Mit dieser Monetarisierungsstrategie hat sich der Entwickler intensiv beschäftigt. "Ich habe von Anfang daran gedacht, Erweiterungen hinzuzufügen, die die Nutzer kaufen, um im Spiel weiterzukommen. Dann dachte ich jedoch, es wäre besser, den Nutzern alle Funktionen kostenlos bereitzustellen, wenn sie im Spiel gute Ergebnisse erzielen. Die Münzen für In-App-Käufe sind für meine Nutzer sinnvoll, wenn sie das Spiel schneller beenden möchten."

Toni Fingerroos betont jedoch, wie wichtig es ist, das richtige Gleichgewicht zwischen kostenlosen Funktionen und In-App-Käufen zu finden.

Wenn Sie ein kostenloses Spiel anbieten und einige Funktionen einschränken, wirkt sich dies möglicherweise negativ auf die Downloads aus, weil die Nutzer denken könnten, sie müssten alles kaufen. Wenn die Nutzer nicht spielen können, ohne weitere Funktionen zu erwerben, verlieren sie die Lust am Spiel. Toni Fingerroos Gründer und CEO von Fingersoft

Eine weitere Herausforderung besteht darin, die Zahl der Nutzer Ihrer App zu erhöhen, die bereit sind, In-App-Käufe zu tätigen. Eine Studie zu AdMob hat gezeigt, dass nur wenige Nutzer derartige Käufe tätigen (siehe folgendes Diagramm). Daher erzielen Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Umsätze durch den Großteil Ihrer Nutzerbasis, wenn Sie sich ausschließlich auf diese Strategie konzentrieren.

Marktstatistiken
Interaktion mit App-Geschäftsmodellen nach Land
Haben Sie einen der folgenden Vorgänge schon einmal ausgeführt?
Die Mehrheit der koreanischen und chinesischen App-Nutzer hat mindestens ein App-Monetarisierungsschema genutzt.
Frage
von
Frage auswählen
Haben Sie einen der folgenden Vorgänge schon einmal ausgeführt?
1 – Kauf eines Artikels oder einer Premiumfunktion innerhalb der App, um die App-Erfahrung zu erweitern
Durchführung einer bestimmten Aktivität (%)
0 %
25 %
50 %
75 %
100 %
USA
USA
11
UK
UK
7
Südkorea
KR
16
China
China
28
Japan
Japan
10
Haben Sie einen der folgenden Vorgänge schon einmal ausgeführt?
2 – Kauf einer kostenpflichtigen App, ohne zuvor eine kostenlose Version zu testen
Durchführung einer bestimmten Aktivität (%)
0 %
25 %
50 %
75 %
100 %
USA
USA
24
UK
UK
23
Südkorea
KR
20
China
China
21
Japan
Japan
20
Haben Sie einen der folgenden Vorgänge schon einmal ausgeführt?
3 – Upgrade von der kostenlosen auf die bezahlte Version einer App
Durchführung einer bestimmten Aktivität (%)
0 %
25 %
50 %
75 %
100 %
USA
USA
33
UK
UK
33
Südkorea
KR
29
China
China
46
Japan
Japan
29
Haben Sie einen der folgenden Vorgänge schon einmal ausgeführt?
4 – Upgrade von der kostenlosen Version auf ein Monats- oder Jahresabonnement in einer App
Durchführung einer bestimmten Aktivität (%)
0 %
25 %
50 %
75 %
100 %
USA
USA
7
UK
UK
4
Südkorea
KR
16
China
China
23
Japan
Japan
9
Haben Sie einen der folgenden Vorgänge schon einmal ausgeführt?
5 – Keine der genannten Möglichkeiten
Durchführung einer bestimmten Aktivität (%)
0 %
25 %
50 %
75 %
100 %
USA
USA
53
UK
UK
54
Südkorea
KR
43
China
China
29
Japan
Japan
54

Werbung
Der Anzeigenumsatz ist seit einigen Jahren ein Eckpfeiler der App-Industrie und bleibt auch weiterhin eine zuverlässige Einkommensquelle und eine innovative Lösung für Hunderttausende von Apps. Laut Marvin Paul, Mitbegründer der Einkaufslisten-App Out of Milk, sind Anzeigen eine bewährte Möglichkeit, um Umsatz zu generieren: "Der Vorteil von Banneranzeigen liegt darin, dass es sich um ein ausgereiftes Modell handelt, das Entwickler, Werbetreibende und Nutzer verstehen. Neuere Monetarisierungsmethoden haben sich möglicherweise noch nicht bewährt und vielleicht möchte man nicht als Versuchskaninchen für das Geschäftsmodell anderer Leute herhalten."

Einnahmen mit Anzeigen erzielen
Wenn Sie Anzeigen in Ihrer App schalten möchten, registrieren Sie sich bei einem Werbenetzwerk wie AdMob, installieren Sie das SDK und legen Sie fest, wo Ihre Anzeigen platziert werden sollen. Alle Werbenetzwerke verfügen über Richtlinien dazu, in welchen App-Typen Anzeigen geschaltet werden dürfen und an welcher Stelle die Anzeigen platziert werden können, um die Qualität des Werbenetzwerks sicherzustellen. Umsatz generieren Sie, wenn die Nutzer auf Ihre Anzeigen klicken oder sich diese ansehen. Die Vergütung der Entwickler erfolgt per CPC (Cost-per-Click), CPM (Cost-per-1000-Impressions) oder über andere Varianten wie CPI (Cost-per-Install). Welchen Anteil am Umsatz Sie erhalten, hängt davon ab, wie viel der Werbetreibende bereit ist, für Klicks, Impressionen oder Installationen zu bezahlen. Das Werbenetzwerk erhält eine Provision.

Damit Sie mit Ihrer Werbung Erfolg haben, müssen relativ viele Nutzer Ihre App verwenden und die Interaktion muss intensiv sein, denn dies erhöht die Chance, dass auf die Anzeigen geklickt wird.

Der Vorteil von Banneranzeigen liegt darin, dass es sich um ein ausgereiftes Modell handelt, das Entwickler, Werbetreibende und Nutzer verstehen. Neuere Monetarisierungsmethoden haben sich möglicherweise noch nicht bewährt und vielleicht möchte man nicht als Versuchskaninchen für das Geschäftsmodell anderer Leute herhalten. Marvin Paul Mitbegründer von Capigami,Out Of Milk

Umsatzsteigerung durch Anzeigen
Ein klarer Vorteil von Werbung besteht darin, dass sie im Zusammenspiel mit anderen Geschäftsmodellen eingesetzt werden kann. Beispielsweise kann sie In-App-Käufe ergänzen, wenn nur ein kleiner Prozentsatz der Nutzer tatsächlich Käufe tätigt. Mit den übrigen Nutzern können Sie Einnahmen über Anzeigen erzielen. Viele Entwickler möchten ihre loyalen Nutzer, die In-App-Käufe tätigen, schützen und schalten daher keine Anzeigen. Dies ist möglich, wenn die Nutzer in Gruppen segmentiert werden, für die Anzeigen jeweils geschaltet werden oder nicht. Über Ihr Werbenetzwerk werden dann Anzeigen für die betreffende Gruppe geschaltet, um die Umsätze Ihrer App zu maximieren.

Neue Anzeigenformate setzen neue Maßstäbe
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Werbenetzwerke zeitnah Innovationen bieten, denn In-App-Werbung muss den Anforderungen der Nutzer gerecht werden und darf daher nicht stagnieren. Die App-Landschaft hat sich so rasch ausgeweitet, dass die Anzeigenvermittler in den Anfangstagen der App-Monetarisierung die auf Desktops verfügbaren Anzeigenformate einfach in die Apps hineinzwängten. Das bedeutete, große Banneranzeigen in Anzeigenflächen von 320 x 50 zu quetschen und das Beste zu hoffen – vor allem, dass die Nutzer den Anzeigentext überhaupt lesen konnten. Wenn die Nutzer ihre Geräte drehten, wechselte die Anzeigenausrichtung von vertikal zu horizontal oder umgekehrt, doch die Größe der Anzeigen blieb unverändert. Deshalb haben wir in AdMob das neue Format Smart-Banner eingeführt: Die Größe passt sich automatisch an die Bildschirmbreite an, unabhängig vom Gerät oder der Ausrichtung.

Erfolgsgeschichten

Die App Bouncy Ball

Es dauerte allerdings einige Zeit, bis für mobile Apps passende Anzeigenformate verfügbar waren. Diese Entwicklung ist vergleichbar mit dem Übergang von Printanzeigen zu Fernsehwerbung in den 1940er-Jahren, als Markenunternehmen ihre Anzeigen einfach aus dem etablierten Medium in das neue übertrugen, ohne ein passendes Format für das neue Medium zu erstellen.[25]

Inzwischen entwickeln Werbenetzwerke Formate, die der gesamten App-Landschaft gerecht werden. Ein Beispiel hierfür sind TrueView-Anzeigen, überspringbare Videoanzeigenformate für Apps, die wir vor Kurzem in AdMob eingeführt haben. Bei diesem Format legt der Entwickler fest, wann eine Videoanzeige in der App geschaltet wird, beispielsweise bei einer normalen Spielpause zwischen zwei Leveln. Nachdem sich die Nutzer die ersten 5 Sekunden angesehen haben, wird eine Schaltfläche eingeblendet, über die sie die Anzeige überspringen und zum vorherigen Vorgang in der App zurückkehren können. Das Format hat sich bewährt: Die Nutzer sehen sich nur die Inhalte an, die sie interessieren, und die Werbetreibenden profitieren davon, dass sich interessierte Nutzer mit ihren Anzeigen beschäftigen. Die Entwickler wiederum erzielen erhebliche Umsätze und bieten den Nutzern gleichzeitig eine positive Erfahrung.

Werbenetzwerke haben jedoch noch mehr zu bieten. Interstitial-Formate schaffen wirkungsvolle Vollbilderfahrungen bei natürlichen App-Unterbrechungen. Werbetreibenden steht eine größere Fläche zur Verfügung, um ihre Botschaften an die Nutzer zu vermitteln, und es werden gute Ergebnisse erzielt. Der CPM für Interstitials ist häufig höher als für reguläre Banneranzeigen. Park Young Ok, Gründer von Raon Games mit Sitz in der Replublik Korea, hat Cost-per-Click-Interstitials von AdMob in seine App Bouncy Ball eingefügt.

Nach einiger Überlegung habe ich Cost-per-Click-Vollbildanzeigen implementiert und konnte den Umsatz so erheblich steigern. Um die Nutzererfahrung nicht zu beeinträchtigen, werden die Vollbildanzeigen erst geschaltet, wenn ein Nutzer zehn Spielphasen abgeschlossen hat. Trotz der eingeschränkten Implementierung hat sich der Umsatz um ca. 30 % erhöht. Damit ist es möglich, die App weiterhin zu aktualisieren und neue Inhalte zu entwickeln. Park Young Gründer von Raon Games,Bouncy Ball

Auswahl eines Werbenetzwerks
Wenn Sie Werbenetzwerke prüfen, sollten Sie berücksichtigen, welchen Mehrwert sie außer eCPM bieten. Ein ebenso wichtiger Messwert ist die Ausführungsrate. Wenn Sie den eCPM-Wert mit der Ausführungsrate multiplizieren, um den tatsächlichen Umsatz pro 1.000 Anzeigenanfragen zu berechnen, erhalten Sie einen entscheidenden Messwert für den Vergleich von Werbenetzwerken. Hier sehen Sie ein Beispiel, in dem zwei Werbenetzwerke (A und B) verglichen werden.

eCPM Ausführungsrate Umsatz pro 1.000 Anzeigenanfragen
Werbenetzwerk A 1 $ 90 % 1 $ x 90 % = 0,90 $
Werbenetzwerk B 3 $ 25 % 3 $ x 25 % = 0,75 $
Der eCPM für Werbenetzwerk B ist dreimal höher als der für Werbenetzwerk A. Da Werbenetzwerk A jedoch eine höhere Ausführungsrate hat, erzielen Sie über dieses Werbenetzwerk mit dem geringeren eCPM einen höheren Umsatz.

Anzeigenvermittlung
Die Vermittlung ist eine Methode, mit der ein App-Entwickler die Anzahl der in seiner App geschalteten Anzeigen maximieren und somit seinen Umsatz steigern kann. Einer der wichtigsten Messwerte, die App-Entwickler in ihren Apps verfolgen sollten, ist die Ausführungsrate. Dabei handelt es sich um den Prozentsatz der Anzeigenanfragen, die mit einer Anzeige beantwortet wurden. Im Idealfall beträgt die Ausführungsrate eines App-Entwicklers 100 %, das heißt, eine Anzeige wird immer dann für einen Nutzer geschaltet, wenn dieser eine Impression erzielt. Je mehr Anzeigen die Nutzer sehen, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie darauf klicken, wodurch Sie Einnahmen erzielen.

In welchem Zusammenhang steht dies mit der Anzeigenvermittlung? Es gibt nicht viele Werbenetzwerke, die App-Entwicklern eine Ausführungsrate von 100 % bieten. Der Grund dafür liegt darin, dass sie zu wenig anbieten, um die Nachfrage zu erfüllen. Anders ausgedrückt, sie verfügen über zu wenige Werbetreibende, die Kampagnen schalten oder ausreichend hohe Beträge bezahlen, um eine Anzeige für jede in der App generierte Impression zu schalten. Hier kommt die Anzeigenvermittlung ins Spiel, mit der Sie Anzeigen aus mehreren Werbenetzwerken in Ihrer App schalten können, um das Angebot sofort zu erhöhen. Verfügbar sind mehrere Dienste für die Anzeigenvermittlung, darunter der kostenlose Dienst von AdMob, der Anzeigen aus vielen Werbenetzwerken abruft. Richten Sie die Anzeigenvermittlung für Ihre App ein, fügen Sie die SDKs der entsprechenden Werbenetzwerke hinzu und sortieren Sie diese nach Priorität, um Anzeigen in Ihrer App zu schalten. Sie sollten mit dem Werbenetzwerk beginnen, das den höchsten CPM bietet, und die Werbenetzwerke anschließend absteigend nach CPM sortieren.

Empfehlung
Sie möchten Ihre Werbefläche direkt an Werbetreibende verkaufen? Wenn Sie Ihr Anzeigeninventar direkt an Werbetreibende verkaufen möchten, ist ein Ad-Server wie DFP Small Business eine geeignete Lösung. Mit einem Ad-Server können Sie Ihre Werbung über ein zentrales Dashboard verkaufen, planen, schalten und analysieren. Auch die Verwaltung mehrerer Werbenetzwerke ist mit DFP möglich.

Ein Ad-Server kann darüber hinaus auf Basis der prognostizierten Zugriffe ermitteln, wie viele Anzeigenimpressionen Sie verkaufen können, sodass Sie Ihre Verkäufe präzise einschätzen und reservieren können.

Wählen Sie ein Tool zur Anzeigenvermittlung, das Ertragsmanagement unterstützt
Die nützlichsten Tools zur Anzeigenvermittlung ermöglichen das Ertragsmanagement, sodass Sie die profitabelste Anzeige für jede in der App erzielte Impression schalten können.

Die Werbenetzwerkoptimierung für AdMob bewertet den CPM der jeweiligen Werbenetzwerke in Ihrem Vermittlungsstapel und ordnet sie dynamisch neu an, sodass das Werbenetzwerk mit dem höchsten CPM eine Anzeige in Ihrer App schaltet. Nach der Einrichtung dieser Funktion wird in AdMob regelmäßig der aktuelle CPM-Wert der einzelnen Werbenetzwerke abgerufen und die Werte werden miteinander verglichen. Sie können AdMob auch so einrichten, dass Gebote auf Impressionsbasis aus dem AdMob-Werbenetzwerk und aus anderen Werbenetzwerken erfolgen.

Abonnements
Abonnements stellen eine weitere Form von App-Umsätzen dar, die für Entwickler interessant sein kann. Allerdings hängt auch dieses Modell stark davon ab, welchen App-Typ Sie anbieten und wie die Nutzer den Mehrwert der App einschätzen. Die Nutzer abonnieren die App und zahlen regelmäßig (meist monatlich) einen Beitrag für neue Funktionen oder Inhalte oder um die App weiterzuverwenden. Normalerweise sind drei Arten von abonnementbasierten Apps verfügbar:

  • Apps, die einzigartige Inhalte anbieten, die sonst nicht erhältlich sind (z. B. Comedy, Kunst)
  • Apps mit eigenem Stil, mit dem sich die Nutzer identifizieren (z. B. Zeitschriften oder Zeitungen) und der die Markenaffinität fördert
  • Apps, die einen kontinuierlichen Dienst anbieten, der einen guten Mehrwert bietet und für den Lifestyle des Nutzers wesentlich ist (z. B. Apps, die Musik streamen)


Bei abonnementbasierten Apps ist es üblich, eine kostenlose Testversion oder zumindest eine geringere Einführungsgebühr anzubieten. Die Nutzer müssen von Ihrer App begeistert sein, um eine langfristige Verpflichtung einzugehen. Sobald die Nutzer das Gefühl haben, dass sie ähnliche Inhalte zu geringeren Kosten an anderer Stelle finden können, oder den Grund verlieren, regelmäßig mit der App zu interagieren, kann das Abonnementmodell versagen. Laut einer Studie zu AdMob verwenden 41 % der Smartphone-Nutzer in China und der Republik Korea eine App nicht mehr, weil sie eine bessere Alternative gefunden haben.[26]

Prämienbasierte Werbung
Die prämienbasierte Monetarisierung ist seit Kurzem eine attraktive Option für App-Entwickler, da sie Vorteile für alle Beteiligten in der App-Umgebung schafft. Dieses Modell besteht im Grunde darin, dass der Entwickler für den Nutzer Ziele in der App setzt, z. B. ein bestimmtes Level in einem Spiel erreichen oder 1.000 Punkte sammeln. Wenn das Ziel erreicht wurde, kann der Nutzer eine von einem Sponsor bereitgestellte Prämie erhalten, z. B. einen Gutschein über 1 € für einen Supermarktartikel.

Dieses Modell ist für die App-Umgebung vorteilhaft, da die Entwickler eine Werbeform integrieren können, die die Nutzer dazu ermuntert, das Spiel weiterzuspielen, um weitere Prämien zu erhalten. Die Werbetreibenden bieten den Nutzern Werte und die Prämien können beim Einlösung verfolgt werden. Und schließlich erhalten die Nutzer Prämien für das, was ihnen Spaß macht. Unternehmen wie Lootsie und Kiip sind Befürworter der prämienbasierten Werbung in Apps.

Fallstudie
Samurai Defender Der App-Entwickler Link Kit hat In-App-Käufe und Anzeigenschaltungen im Spiel "Samurai Defender" kombiniert

Die Wahl der Monetarisierungsmethode ist für jeden App-Entwickler eine wichtige Entscheidung. Die verschiedenen Methoden, die zur Auswahl stehen, etwa bezahlte Apps, In-App-Käufe oder Anzeigen, schließen sich nicht zwingend gegenseitig aus. Wir haben mit Keiji Takeuchi, Representative Director bei Link Kit in Japan, über die App "Samurai Defender" gesprochen, bei der das Unternehmen sowohl In-App-Käufe als auch Anzeigen einsetzt.

Weltweite VerfügbarkeitKeiji Takeuchi, Link Kit
"Ich habe Link Kit im Februar 2011 gegründet. Wir entwickeln hauptsächlich Software für Smartphones. 'Samurai Defender' ist ein Spiel nach dem Tower-Defense-Prinzip, bei dem der Spieler einen Turm vor den Pfeilen der Feinde schützen muss. Die iOS-Version wurde im März 2013 veröffentlicht, gefolgt von der Android-Version im Mai. Bis September 2013 haben wir insgesamt 600.000 Downloads erzielt."

Tatsuo Sakamoto, AdMob
"Wird 'Samurai Defender' auch außerhalb Japans vertrieben? "

Takeuchi
"Ja, das Spiel ist seit Juni 2013 weltweit erhältlich. Die meisten Downloads aus dem Ausland kommen aus Vietnam und Taiwan. Außerdem ist China derzeit ein wichtiger Markt für uns. China hat zwar einen hohen Anteil an der Android-Plattform, Google Play ist jedoch nicht verfügbar. Stattdessen gibt es Hunderte lokaler App-Stores, in die wir nur schwer vordringen können."

Sakamoto
"Wirklich Hunderte? Das ist sicherlich eine Herausforderung."

Takeuchi
"Wenn wir 10 App-Stores abdecken könnten, würden wir damit mehr als 70 % der Nutzer erreichen. Es ist jedoch schwierig, mit der schnellen Entwicklung Schritt zu halten. 1 Natürlich besteht ein gewisses Risiko, wenn man auf einem Markt tätig ist, dessen lokale Gegebenheiten man nicht kennt. Daher haben wir Partner vor Ort, die für uns überwiegend den Nutzersupport übernehmen. Die Kommunikation mit diesen Partnern wickeln wir per E-Mail ab. Wir besuchen die lokalen Partner nicht vor Ort, das kommt zu einem späteren Zeitpunkt. Ein erstes Treffen fand jedoch vor Kurzem auf der Tokyo Game Show statt."

"Entwickler, die ihre Casual Games mithilfe von Anzeigen monetarisieren, haben möglicherweise Bedenken im Hinblick auf die Entwicklung von kostenpflichtigen Elementen. Hierzu muss man ein System in das Spiel integrieren, das die Nutzer von sich aus zum Kauf anregt. Viele Entwickler sehen darin eine große Herausforderung." Keiji Takeuchi Gründer von Link Kit

Sakamoto
"Sie arbeiten also mit Partnern zusammen, die Sie nicht persönlich kennen. Mit Partnern aus einem anderen Land nur per E-Mail zusammenzuarbeiten, ohne diese Menschen zu kennen, ist sicherlich nicht einfach. Was ist Ihnen neben der Größe des Unternehmens bei Ihren Partnern wichtig?"

Takeuchi
"Wir konzentrieren uns auf kleine Unternehmen und suchen Partner, die von derselben Begeisterung angetrieben werden wie wir. Wir motivieren unsere Partner mit einem Modell, bei dem beide Seiten vom Erfolg profitieren."

Sakamoto
"Bei 'Samurai Defender' setzen Sie zur Monetarisierung sowohl In-App-Käufe als auch Anzeigen ein. Haben Sie den Eindruck, dass In-App-Käufe für viele Entwickler von Casual Games ein Hindernis sind?"

Takeuchi
"Vermutlich. Bei einer gelungenen Implementierung können mit In-App-Käufen hervorragende Ergebnisse erzielt werden. Ist die Umsetzung im Spiel hingegen schlecht, wird kein Nutzer etwas kaufen."

Sakamoto
"Wie viele der Nutzer, die 'Samurai Defender' spielen, tätigen In-App-Käufe?"

Takeuchi
"In Japan selbst tätigen annähernd 10 % der Nutzer In-App-Käufe. Im Ausland liegt der Anteil bei fast 5 %. Mit Anzeigen erzielen wir jedoch sehr viel mehr Einnahmen als mit In-App-Käufen, die nur ungefähr 15 bis 30 % unserer Einnahmen ausmachen. Wenn wir nur eine der beiden Monetarisierungsmethoden – In-App-Käufe oder Anzeigen – einsetzen könnten, würde uns ein enormes Umsatzpotenzial entgehen."

Sakamoto
"Wenn sich die Monetarisierung mit einer Kombination von In-App-Käufen und Anzeigen zum Standard entwickeln würde, könnten die App-Entwickler wohl höhere Einnahmen erzielen. Viele Entwickler glauben jedoch, dass sie sich zwischen In-App-Käufen oder Anzeigen entscheiden müssen. Was ist in Ihren Augen die größte Hürde?"

Takeuchi
"Entwickler, die ihre Casual Games mithilfe von Anzeigen monetarisieren, haben möglicherweise Bedenken im Hinblick auf die Entwicklung von kostenpflichtigen Elementen. Hierzu muss man ein System in das Spiel integrieren, das die Nutzer von sich aus zum Kauf anregt. Viele Entwickler sehen darin eine große Herausforderung."

Sakamoto
"Wie sehr fühlen sich die Nutzer Ihrer Meinung nach durch die Anzeigen gestört? Wirken sich Anzeigen negativ auf die mit In-App-Käufen erzielten Einnahmen aus, etwa indem weniger Nutzer bereit sind, In-App-Käufe zu tätigen?"

Takeuchi
"Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass sie negative Auswirkungen haben. In unserem Spiel werden für alle Nutzer Anzeigen geschaltet und der Umsatz mit In-App-Käufen wird dadurch nicht beeinträchtigt. Bei 'Samurai Defender' werden keine Banneranzeigen geschaltet, während der Nutzer spielt. Außerdem sind die Klickraten nicht besonders hoch, sodass ich nicht glaube, dass viele Nutzer versehentlich auf die Anzeigen klicken. Letztendlich müssen wir sicherstellen, dass das Hauptaugenmerk auf dem Spiel liegt und die Anzeigen nur zweitrangig sind. Die Nutzererfahrung darf dadurch nicht beeinträchtigt werden. Unser Ziel als Unternehmen ist es, den Nutzern etwas Positives zu bieten und damit Einnahmen zu erzielen. Neben Banneranzeigen setzen wir auch Offer-Wall-Anzeigen ein.* Damit erzielen wir nicht nur zusätzliche Einnahmen, sondern bieten den Nutzern auch zusätzliche Möglichkeiten. So können selbst diejenigen Nutzer, die in keinem Fall etwas bezahlen möchten, bestimmte Objekte im Spiel verwenden. Wir sind stets auf der Suche nach neuen Möglichkeiten wie dieser, um unser Spiel zu monetarisieren, ohne dass die Nutzer viel Geld investieren müssen."

Fallstudie aufrufen Fallstudie schließen

Best PracticeEine Studie zu AdMob hat ergeben, dass die Mehrheit der mobilen App-Nutzer die Platzierung von Banneranzeigen am oberen Bildschirmrand oder zwischen zwei Aktivitäten bevorzugen.

Marktstatistiken
Gründe für die Beendigung der App-Nutzung nach Land
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Auf allen Märkten ist der Hauptgrund dafür, dass Smartphone-Nutzer eine App nicht mehr verwenden, dass sie das Interesse verlieren.
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1 – Interesse verloren
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2 – App wird nicht mehr benötigt
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3 – Bessere App gefunden
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4 – Zu viele Anzeigen
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5 – Zweck der App nicht erfüllt
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6 – Komplizierte Bedienung
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7 – Technische Probleme mit der App
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8 – Keine neuen Inhalte
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9 – Spiel beendet/abgeschlossen
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10 – Keine Zeit für die Nutzung
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11 – App wurde zu teuer
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Denken Sie an Apps, die Sie ausprobiert haben, aber nicht mehr verwenden. Geben Sie an, weshalb Sie diese Apps nicht mehr nutzen.
12 – Freunde verwenden die App nicht mehr
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Fahren Sie mit dem nächsten Abschnitt fort: Wachstum.